Intel-Quartalszahlen: CPUs werden teurer, Kaby Lake wird ausgeliefert

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Intel Quartalszahlen: Prozessoren werden teurer, Kaby Lake wird ausgeliefert (1)
Quelle: Intel

Intel hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und kann mäßig begeistern. Der angekündigte Stellenabbau drückt auf das Ergebnis und die ausgerufene Zukunft von Intel im Internet der Dinge kommt nur schleppend in Fahrt. Kaby Lake indes wird nun ausgeliefert und könnte früher als erwartet erscheinen, dürfte aber auch kein Schnäppchen werden. Intel zog die CPU-Preise deutlich an.

Wie viele andere Unternehmen diese Woche hat nun auch Intel seine Quartalsergebnisse vorgelegt - in dem Fall das zweite Quartal 2016. Den Umsatz konnte man zwar auf 13,5 (13,2) Milliarden US-Dollar steigern, aber beim Gewinn sieht es nicht so gut aus, wie man das erwarten würde. Mit 1,33 Milliarden US-Dollar bleibt nur ungefähr die Hälfe dessen übrig, was man vor einem Jahr erwirtschaftete.

Der Grund hierfür sind die hohen Umbaukosten von 1,4 Milliarden US-Dollar, die unter anderem durch die Entlassung von 12.000 Angestellten entstehen. Bis Mitte 2017 will man sich von diesen elf Prozent der Belegschaft getrennt haben. CEO Brian Krzanich will Intel so besser für die Zukunft aufstellen, denn mit dem Hauptgeschäft, dem Verkauf von Prozessoren, wird es zunehmend schwieriger, die Anleger zufriedenzustellen.

Die waren mit dem Ergebnis des Chipriesen auch nicht ganz zufrieden, wie man am nachbörslichen Handel sehen kann. Die Aktie gab kurzfristig deutlich nach. Das ändert aber auch nichts daran, dass das Wertpapier langfristig gesehen fast wieder den Höchststand erreicht hat - rechnet man einmal die Dotcom-Blase um 2000 heraus. Die vorgelegten Zahlen hatten Analysten erwartet.


Intel Q2 2016

Prozessoren werden teurer

Im Detail lief es mit dem Kerngeschäft angesichts des schwächelnden PC-Marktes sogar ordentlich. Der Umsatz schrumpfte lediglich von 7,5 auf 7,3 Milliarden US-Dollar. Das schafft man durch Preiserhöhungen, denn es wurden 15 Prozent weniger Prozessoren verkauft. Gleichzeitig stieg deren Durchschnittspreis um 13 Prozent. In der Folge bleiben 1,9 Milliarden US-Dollar operativer Gewinn anstatt der 1,6 im Vorjahresquartal. Das kommt unter anderem durch die Strategie, die Preisliste nach oben statt nach unten zu öffnen, etwa beim i7-6950X, aber auch durch höhere Durchschnittspreise über das Portfolio. Als Beispiel wurde im Forum bereits i5-4440 (Haswell, 3,1 GHz) für 175 Euro zu i5-6500 (Skylake, 3,2 GHz) zu 200 Euro genannt. Bei den Serverprozessoren konnte man den Umsatz von 3,8 auf 4,0 Milliarden US-Dollar steigern. Hier wurde allerdings etwas weniger verdient als im Vergleichszeitraum. Es bleiben dennoch 1,76 Milliarden US-Dollar übrig.

Anders sieht es beim Internet der Dinge aus: Intels neue Marschroute, die man auch bei jeder Gelegenheit unterstreicht, kommt nicht so richtig ins Fahrt. Den Umsatz steigerte man hier von 559 auf 572 Millionen US-Dollar, das Ergebnis sank von 145 auf 89 Millionen US-Dollar. Wäre es nicht das Thema, das Intel zukunftssicher machen soll, würde man dem kaum Beachtung schenken. Kaum Beachtung schenken Kunden Intel-Prozessoren in Mobilgeräten. Auch hier ist kaum eine Stütze für schleppend laufende PC-Verkäufe zu finden. In Smartphones spielt Intel ohnehin kaum noch eine Rolle und in Tablets sank der Absatz um die Hälfte auf 5 Millionen Einheiten.

Kaby Lake wird ausgeliefert

Den Markt hat man eindeutig an ARM verloren, die zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren und die Gunst der Stunde nutzen. Alle Bemühungen von Intel scheiterten weitestgehend. Dass es in Tablets einigermaßen läuft, liegt in der Tatsache, dass gerne Convertibles mit x86-Technik gekauft werden, um eine vertraute Windows-Umgebung zu schaffen, auf der auch Desktop-Anwendungen laufen. Damit steigt der Druck auf Erfolg beim Internet der Dinge.

Am Rande der Bekanntgabe der Zahlen wurde zudem bestätigt, dass Intel damit begonnen hat, Kaby-Lake-Prozessoren auszuliefern. Endkunden werden von dem Prozessor trotzdem bis späten Herbst oder Jahreswechsel wenig sehen. Die Aussage kommt sogar fast etwas überraschend, da man bisher davon ausging, dass Intel die CES im Januar nutzt, um das Produkt anzukündigen. Hier wird man nun sehen müssen, ob der Skylake-Refresh schneller als erwartet die Endkunden erreicht. Nächster Termin für handfeste Informationen wird das IDF Mitte August sein.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DKK007
        Der ZEN 8 Kerner wird eine TDP von 95W und der Quadcore 65W haben. Also weniger als bei Intel.
        Blöd nur, dass der noch nicht draußen ist und noch nichts offiziell ist...
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DKK007
        Der ZEN 8 Kerner wird eine TDP von 95W und der Quadcore 65W haben. Also weniger als bei Intel.
        Blöd nur, dass der noch nicht draußen ist und noch nichts offiziell ist...
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Der ZEN 8 Kerner wird eine TDP von 95W und der Quadcore 65W haben. Also weniger als bei Intel.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Ich finde das Geil was Intel macht NICHT! 1,31 Milliarden gewinn aber Nein das reicht nicht wir brauchen mehr also entlassen wir mal 12000 Leute . INTEl ist der neue . Und AMD naja die Bauen Mainsteam Prozessoren mit TDP von 140 Watt .
      • Von MeinerMeinungNach
        Ohne die Entlassungen wäre es ein normales Quartal, mit dem normalen (Sommerloch-) Abschwung bei den Zahlen, von solchen Luxus-Problemen kann AMD nur träumen.
        Ich bin schon auf den KabyLake-NACHFOLGER gespannt, denn da muss Intel nach vielen Jahren wiedermal mit AMD konkurrieren
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Zumindest bei AMD sehen die Zahlen dieses mal gut aus. Endlich mal wieder ein Plus in der Kasse: Quartalszahlen: AMD uberrascht mit Umsatzssprung und schwarzen Zahlen - ComputerBase
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