Ehemalige Milliardenstrafe gegen Intel: Nun sind doch 376 Mio. Euro fällig
Seit 2009 läuft ein Verfahren der EU-Kommission gegen Intel wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens gegenüber AMD. Statt 1,06 Milliarden US-Dollar muss Intel nun aber nur 376 Millionen Euro Strafe zahlen.
Seit 14 Jahren laufen die Verhandlungen zwischen Intel und der Europäischen Kommission. Der US-Hardwarehersteller soll zwischen 2002 und 2007 seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben, um Unternehmen wie HP, Acer und Lenovo durch Rabatte dazu zu bewegen, Intel-Prozessoren statt CPUs des Konkurrenten AMD zu verwenden und AMD-Laptop-Releases zu verschieben.
Prozess seit Mai 2009 mit verhängter Strafe von 1,06 Milliarden US-Dollar
Diese Vorwürfe führten zu einer Rekordstrafe der EU-Kommission in Höhe von 1,06 Milliarden US-Dollar, gegen die Intel jedoch Berufung einlegte. Nach einigem Hin und Her wurde 2022 zunächst entschieden, dass Intel die Strafe nicht zahlen muss. Der Hardware-Hersteller Intel argumentierte, die EU-Kommission habe nicht ausreichend nachweisen können, dass die gewährten Rabatte tatsächlich zu einer Wettbewerbsverzerrung geführt hätten.
Neue Strafe nur auf einzelne Intel-Verstöße bezogen
Die nun verhängte Strafe in Höhe von 376 Millionen Euro bezieht sich auf Zahlungen, die Intel im Jahr 2009 an PC- und Notebook-Hersteller wie HP, Acer und Lenovo geleistet hatte. Im Gegenzug hatten die Computerhersteller Produkte mit AMD-CPUs verspätet oder gar nicht auf den Markt gebracht.
Im Einzelnen geht es um folgende Vorwürfe der EU-Kommission: Zum einen hat Intel Zahlungen an HP geleistet, um AMD-basierte Business-Desktops zu beschränken. Außerdem flossen Gelder an Lenovo und Acer, um die Markteinführung von Notebooks mit AMD-Hardware zu verzögern. "Die Beschränkung durch Intel hatte daher eine nachteilige Auswirkung auf den Wettbewerb auf dem Markt, da den Kunden eine Auswahl vorenthalten wurde, die sie andernfalls gehabt hätten", schreibt die EU-Kommission.
EUG erklärt Rekordstrafe gegen Intel aus 2009 für nichtig
Urteilsfindung weiterhin nicht abgeschlossen
Mit der Verhängung der Strafe in Höhe von 376 Millionen Euro ist die Aufarbeitung der mutmaßlichen Vergehen von Intel vor mehr als zehn Jahren aber noch nicht abgeschlossen. Denn Intel soll laut Winfuture auch mit sogenannten "Vorbehaltsrabatten" für eine Marktverzerrung gesorgt haben. Mit diesen Rabatten sollen PC-Hersteller für den Kauf von Intel x86-Prozessoren belohnt worden sein, wenn sie fast ausschließlich auf Intel-CPUs setzten.
Quelle: EU-Kommission via Computerbase

Auf eine auf alles in Deutschland bezogene Diskussion habe ich keine lust, ist eigentlich auch etwas zu komplex um das mal eben so in einem Forum abzuhandeln.
Es ist schon jetzt alles "deutlich teurer geworden" und dieser Leiter fehlen die dafür abwärts begehbaren Stufen.
Wenn wir oben am unerträglichen angekommen sind, gibts nur den freien Fall, eventuell schon in zwei Jahren.
Denn alle bisherigen Pateien, ob regierend, oder in Oppositin, arbeiten schon seit Jahrzehnten gemeinsam zu diesem Ziel hin und das gilt bis heute und noch darüber hinaus.
Wenn man Politiker zur Verantwortung ziehen würde, wären das deutlich weniger, die sich für solch eine Karriere entscheiden würden.
Da Amerika ja Geld drucken kann wie im Märchen, verlieren die leider nicht ihre Kreditwürdigkeit, so wie es anderen Staaten ergeht.
Die Keule hängen sie ja bei jeder Gelegenheit weit heraus, damit jeder versteht, welches Spiel gewünscht, oder gefordert wird.
Wäre die EU in der Lage, kompetente Fachkräfte nach Europa zu bitten, mit dem Geld was z.B. Intel seinen inovativen Mitarbeitern zahlt, könnte hier auch eine unabhängige Halbleiterindustrie vorhanden sein.
Eine Bekundung etwas tun zu wollen, bringt noch lange kein praktikables Produkt zustande.
Was auch in der EU gut geht, ist die verkappte Korruption, denn sonst würde man nicht so Handeln.
Ich finde die Strafzahlungen schon peinlich, denn man müßte noch viel tiefer Graben, denn da gibts richtig viel ungereimtes zu fördern.
Bin gespannt, ob dann Intel hier in Deutschland irgendwann auch Steuern zahlt, aber da werden die Abschreibungen immer passende Größen haben, damit es mindestens eine Null-Steuerzahlung ergibt.
Arbeitsplätze auf Dauer seh ich auch noch nicht, eher nur befristete, für das Groh der Angestellten, oder es wird vorwiegend alles über Subunternehmen abgewickelt.
Die eierlegende Milchsau, ist jedenfalls nicht Intel, denn da wird jeder arbeitende in Deutschland gemolken, damit wir noch mehr Schulden pro Kopf am Hals haben.
Wenn ich so überlege, welche Investitionen schon allein von China für die Schienenseidenstraße von Ost-West und zurück, in Anspruch genommen wurde, kommt man aus dem Tal der Tränen garnicht mehr heraus.
Die Frage stellt sich bald, ob man die Intelchip auch Essen und Verdauen kann, gemischt mit unzureichend geklärtem Trank.
Jetzt hat der kleine David, AMD, den bemerkenswerten, aber dennoch kleinen, Zwischenerfolg erreicht, Intel im CPU-Segment wieder einige Marktanteile abzurinnen, während Intel durch jahrelange Milliardengewinne einen gigantischen Vorsprung erreichen konnte. Und das erste, was passiert, ist, dass die EU die Strafe verringert?
Wenn man sich anschaut, wie Kapitalverbrechen, Korruption und Bestechung bestraft werden, dann sieht es leider so aus, als würde es sich lohnen, Verbrecher zu sein. Eine Milliarde wäre schon ein Klecks für Intel gewesen. Die paar hundert Millionen sind so gut wie nichts.