Bose muss Bußgeld wegen Preisabsprachen zahlen
Das Bundeskartellamt hat eine Strafe gegen die deutsche Bose GmbH verhängt, weil man dort eine Preisbildung verhindert haben soll. Händler wurden angehalten, nicht weiter von der UVP abzuweichen und kontrolliert. Zudem hätten die sich gegenseitig beim deutschen Vertrieb angeschwärzt, wenn es zu große Abweichungen gab.
Audioprodukteanbieter Bose muss ein Bußgeld von 7 Millionen Euro hinnehmen, welches das Bundeskartellamt verhängt hat. Die deutsche Niederlassung des Unternehmens wurde für schuldig befunden, über Jahre die Preisbildung auf dem Markt unterdrückt zu haben. Bose gilt zu den Premiumanbietern in diesem Marktsegment mit entsprechend hoher Preisgestaltung. Im Vertrieb habe man Druck auf den Handel ausgeübt, insbesondere Lautsprecher und Headsets nicht in Rabattschlachten zu verscherbeln und in der erst gerade abgelaufenen Black-Friday-Woche fand man auch nur wenige Bose-Produkte zu stark reduzierten Preisen im Angebot.
Andreas Mundt, der Präsident der Wettbewerbsbehörde, sagt zum 7 Millionen Euro schweren Fall: "Wir werfen der Bose GmbH vor, über Jahre hinweg die freie Preisbildung bei dem Vertrieb ihrer Audioprodukte durch beteiligte Vertragshändler eingeschränkt zu haben." Weiter führt man aus: "Die Botschaft ist klar: Vertikale Preisbindung wird nicht toleriert und konsequent verfolgt."
Speziell bei Segmenten wie den Smart-Lautsprechen und bei den ANC-Kopfhörer hat Bose auch mit recht starkem Wettbewerb im gleichen Marktumfeld zu kämpfen, in dem auch andere Hersteller hochwertige Premium-Produkte anbieten, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. In diesem Umfeld scheint die Deutsche Bose GmbH wohl etwas von Pfad der Tugend abgekommen zu sein, indem man die Händler sogar bei der Preisgestaltung kontrollierte und ein System des gegenseitigen Anschwärzens unter Händlern gezüchtet hat. Manche Händler nahmen die Produkte aufgrund des Verhaltens aus dem Programm.
Man habe zu "Lasten des Preiswettbewerbs und grundsätzlich zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher" gehandelt, so die Kartellbehörde. Wie empfindlich ein Bußgeld dieser Höhe für Bose tatsächlich ist, lässt sich schwer einschätzen und dürfte Gegenstand angeregter Diskussionen sein. Aufgrund der Kooperation der Bose GmbH bei den Ermittlungen hätte es wohl auch schlimmer kommen können; Händler und Angestellte der Bose GmbH kommen ungeschoren davon.

Gruß
Johnny05
Der Laden lebt hauptsächlich von seinem Namen, Prestige und Marketing und das wissen die auch. Dass deswegen aber auch illegale Methoden genutzt werden um den Schein aufrechtzuerhalten ist schon peinlich.
Habe mir vor 2 Jahren neue Kopfhörer gesucht und hatte im Zuge dieser Suche auch Bose auf. Ich hatte bei alles getestete Kopfhörern das selbe Gerät angeschlossen und die selben Titel im FLAC Dateiformat probiert.
Die Bose waren wirklich nur "ganz okay". Bin am Ende bei Teufel gelandet. Selber Sound, aber 1/3 des Preises.
Es gibt bestimmt auch richtig gute Produkte von denen, aber in der Kopfhörerabteilung konnten die mich nicht überzeugen.
Dass die Preise immer extrem teuer und kaum schwankten ist mir auch schon seit Jahren aufgefallen, deswegen auch nie was gekauft, oder besessen.
Strafzahlungen sind eh meist ein Witz für die Unternehmen, die haben sicher einiges mehr eingesackt, bisschen was zu Seite gelegt für eventuelle Strafen, und gut war’s.
Wissen leider die meisten Apple Headset und Soundbar Hörer nicht.