Apple-CEO Tim Cook: "Microsoft setzt uns nicht unter Druck, sondern wir selbst"

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Apple schwimmt aktuell auf einer enormen Erfolgswelle. Das nach Börsenwert teuerste Unternehmen der Welt hat in einem Jahr nicht nur mehr iOS-Geräte verkauft als Macs in 28 Jahren, sondern macht sich auch keine Sorgen mehr wegen des Konkurrenten Microsoft und dessen neuen Betriebssystem Windows 8.

Wie Tim Cook, der Nachfolger des verstorbenen Steve Jobs auf den CEO-Posten bei Apple, in einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte, wird es früher oder später dazu kommen, dass die Bereiche der Mobilgeräte, Laptops und Desktops miteinander verschmelzen. Die Funktionen und Apps des iPhones seien so beliebt, dass Apple vieles davon auch auf den Mac übernehmen werde, sofern es dort Sinn macht. Allerdings würden Laptops und Tablets wohl auch weiterhin nebeneinander existieren.

Auf Nachfrage wollte Cook nicht ausschließen, dass Apple-Produkte wie das iPhone, das iPad und Macs zukünftig den gleichen Prozessor verwenden. "Wir denken über alles nach. Wir schließen nichts aus", so Cook. Das angekündigte OS X 10.8 "Mountain Lion" für Macs enthält bereits viele Funktionen, die von iPad oder iPhone übernommen wurden. Allerdings gibt es Grenzen, da zwischen den Geräten wichtige Unterschiede bestehen, beispielsweise die Notwendigkeit für Touchscreens auf mobilen Geräten oder Lokalisierungsdienste. Obwohl Macs nur noch rund 14,2 Prozent des Umsatzes von Apple ausmachen, hält Cook sie für "unglaublich wichtig", da die Verkäufe der Rechner auch dank iPhone immer weiter steigen.

Das in diesem Jahr erscheinende Windows 8, das auch für Tablets und Smartphones in eigenen Versionen geplant ist, macht Apple aber keine Sorgen. "Ich glaube wirklich nicht, dass irgendetwas, das Microsoft unternimmt, Druck auf Apple ausübt", so Cook, für den Apple durch den Anspruch, das beste Produkt zu bauen, sich selbst genug Druck macht. Über neue Mac-Hardware wollte Cook allerdings nichts verraten, auch wenn er sich einen Seitenhieb auf die Ultrabooks nicht verkneifen konnte, die er als Kopien des Macbook Air sieht. "Sie versuchen, es auf irgendeine Weise zu kopieren und merken nun, dass das gar nicht so einfach ist."

Quelle: Wall Street Journal

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