A bis G: Neuer Energieeffizienz-Index für Monitore, TVs und Co. ab März

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A bis G: Neuer Energieeffizienz-Index für Monitore, TVs und Co. ab März
Quelle: PC Games Hardware

Die Vereinfachung der Energieverbrauchskennzeichnung für Haushaltsgeräte steht kurz bevor, was auch deutliche Änderungen bei der Einstufung mit sich bringt.

Die Planungen für die erneute Umstellung des Energieeffizienz-Index (EEI) weg von A+++ und weiteren Abstufungen zurück zur ursprünglichen Skala von A bis G für verschiedene Haushaltsgeräte laufen bei der EU-Kommission bekanntlich bereits seit einigen Jahren. Zuletzt hatten die Hersteller der betroffenen Haushaltsgeräte seit November 2020 per Gesetz auferlegt bekommen, dafür zu sorgen, dass das Produkt sowohl das bestehende Etikett als auch jenes mit der neuen Skala aufweist.

Nun sollen die neuen Etiketten ab dem 1. März im Handel unter anderem für "elektronische Displays" verbindlich werden, was Fernseher und Monitore sowie mittelgroße Infodisplays meint. Einzelhändler haben dabei 14 Arbeitstage Zeit für die Umstellung. Monitore für den professionellen Einsatz, etwa für Videobearbeitung und CAD, den Grafik- oder Rundfunksektor sowie sehr helle Signage-Displays für den Außeneinsatz benötigen hingegen laut einem Bericht von heise.de kein Label.

Neben der allgemeinen Vereinfachung für mehr Aussagekraft des Energieeffizienz-Index soll die erneute Umstellung zudem auch eine maschinenlesbare und durchsuchbare sowie frei zugängliche Datenbank mit den vollständigen Produktdaten mit sich bringen, auf die beim neuen EEI-Label auch ein QR-Code verweist.

Waschmaschinen jetzt, Trockner später

Ebenfalls von der aktuellen Umstellung betroffen sind Waschmaschinen, Spülmaschinen, Waschtrockner sowie Kühl- und Gefriergeräte, während für Leuchtmittel die Umstellung erst im September 2021 stattfindet und andere kennzeichnungspflichtige Elektrogeräte, wie Trockner, Staubsauger und Backöfen, voraussichtlich 2024 an der Reihe sind.

Bei Heizungen soll dem Bericht nach derweil erst 2026 umgestellt werden, "weil die A-Plus-Klassen derzeit den erneuerbaren Energien vorbehalten sind, die aber deutlich mehr kosten als Heizungen mit fossilen Brennstoffen", weswegen eine angemessene "Spreizung der Klassen" laut EU-Kommission derzeit nicht möglich wäre.

Fernseher rutschen auf der Skala deutlich ab

Bei Fernsehern gibt es durch die neue Einstufung dabei eine Krux: Laut heise.de fließt zwar mittlerweile die Bildschirmdiagonale und HDR-Funktionalität in die EEI-Berechnung ein, doch ein 65-Zoll-TV mit 8K-Auflösung könne in derselben Energieeffizienzklasse landen wie ein 32-Zöller mit Full HD.

Ersterer werde aufgrund der größeren Bilddiagonale und der höheren Auflösung allerdings "vier- bis achtmal so viel Energie schlucken" wie das kleine Full-HD-Modell. Um künftig mehr Luft nach oben auf der Skala zu haben, soll die Spezifikation so gefasst sein, dass zunächst überhaupt keine Geräte in der A-Klasse liegen, während in jeder Gerätekategorie etwa alle 10 Jahre nachjustiert werden soll.
Neues Label für Fernseher erklärt Quelle: EU-Kommission Neues Label für Fernseher erklärt Dabei würden laut heise.de etliche Smart-TVs, die bisher in Energieeffizienzklasse A oder B lagen, ab dem 1. März in die Klasse G abrutschen, wobei sich die alten Energieeffizienzklassen nicht ohne Weiteres auf die neuen übertragen lassen würden. Dabei hat heise.de die neue Formel exemplarisch auf drei bereits zuvor getestete Fernseher angewendet, wobei die notwendigen Testsignale der International Electrotechnical Commission (IEC) noch nicht gänzlich vorlagen. Besonders betroffen sind neben OLEDs auch Geräte mit Mini-LEDs und vielen Dimming-Zonen sowie 8K-Auflösung.
Beispiel für Umstufung alter Index / neuer Index Quelle: heise.de Beispiel für Umstufung alter Index / neuer Index Das Zugeständnis der EU-Kommission zur Unterscheidung von SDR und HDR solle in zwei Jahren auf den Prüfstand gestellt werden. Bis dahin könnten sich Hersteller aber Auswege überlegen, etwa über entsprechend sparsame Bildmodi ab Werk. Um dahingehende Schummeleien zu verhindern, heißt es in der EU-Richtline, die "Normalkonfiguration (...) muss dem Endnutzer in dem bestimmungsgemäßen Umfeld oder für die bestimmungsgemäße Verwendung die bestmögliche Qualität bieten." Außerdem dürfe sich die Leistung der Geräte unter Testbedingungen nicht automatisch verändern.

Nachhaltigkeit soll auch verbessert werden

Gemäß der zur Steigerung der Nachhaltigkeit ebenfalls aktualisierten Ökodesign-Richtlinie müssen die Hersteller für Neugeräte ab dem 1. März 2021 außerdem Ersatzteile wie Netzteil, Anschlussbuchsen und weitere Kleinbauteile sowie die Fernbedienung sieben Jahre lang nach Abverkauf eines Modells für Reparaturen lagern und die Daten dazu auf einer Webseite zugänglich machen. Das letzte Firmware-Update sowie das Security-Update sollen derweil acht Jahre lang dokumentiert und bereitgestellt werden, während die erforderlichen Schritte zur Demontage und Entsorgung sogar mindestens 15 Jahre lang vorgehalten werden müssen.

Quellen: heise.de, theenergylabel.eu

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Schmandt
        Seltsamer finde ich jedoch das der Jahresverbrauch von 168 auf 149kWh sinkt und das Gefrierabteil von 88 auf 94L anwächst.

        Letzteres dürfte daran liegen, dass das Volumen jetzt ohne Schubladen/Böden gemessen wird. Wenn aber laut dem neuen Etikett einzig beim Gefrierabteil ein mysteriöser Volumenzuwachs ist, beim Kühlabteil aber nicht... Dann gibt es da bestimmt irgendwelche Sonderregelung, welche innere Unterteilung rausgerechnet werden darf und welche nicht. Oder es ist schlicht irgendwas durcheinander gegangen, wäre ja auch nichts neues
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Schmandt
        Seltsamer finde ich jedoch das der Jahresverbrauch von 168 auf 149kWh sinkt und das Gefrierabteil von 88 auf 94L anwächst.

        Letzteres dürfte daran liegen, dass das Volumen jetzt ohne Schubladen/Böden gemessen wird. Wenn aber laut dem neuen Etikett einzig beim Gefrierabteil ein mysteriöser Volumenzuwachs ist, beim Kühlabteil aber nicht... Dann gibt es da bestimmt irgendwelche Sonderregelung, welche innere Unterteilung rausgerechnet werden darf und welche nicht. Oder es ist schlicht irgendwas durcheinander gegangen, wäre ja auch nichts neues
      • Von Xzellenz Software-Overclocker(in)
        Zitat
        Gemäß der zur Steigerung der Nachhaltigkeit ebenfalls aktualisierten Ökodesign-Richtlinie


        Seien wir doch mal ehrlich, wen interessiert das? Wenn man sich unbedingt ein sündhaft teures und extrem energiefressendes Gerät holen möchte, dann holt man sich das auch. Ich würde bspw. beim Kauf eines neuen Fernsehers niemals darauf achten wie viel der verbraucht. Das ist für die Kaufentscheidung doch gar nicht relevant. Die meisten Hersteller versuchen sowieso schlechte Ratings zu vermeiden. Da bekommt man dann höchstens "D-Geräte" zu kaufen. Aber es würde mich trotzdem nicht davon abhalten einen 80" 8K-Fernseher zu kaufen, wenn da bei Energieeffizienz "G" steht. Wer das Geld dafür hat, den juckt das eh nicht.
      • Von Lotto Software-Overclocker(in)
        Zitat von chill_eule
        Gehts noch "uninteressanter"?

        Wem das wichtig ist, der kauft eh möglichst grün, egal was da für Buchstaben hinter stehen...
        Wem das egal ist, dem ist es halt egal, oder?
        Ich find es auf jeden Fall sinnvoller als vorher.

        Die vorherigen Label waren ein Witz, da quasi alle Geräte irgendein A(+++) hatten und dementsprechend grün gekennzeichnet wurden. Mein neuer Monitor, den ich vor einem Monat gekauft habe hatte schon das neue Label drauf: in orange Klasse D (auf der Webseite stand noch in grün A+).
        Es werden also in Zukunft nur noch wenige Geräte wirklich ein "grünes" Label tragen dürfen.

        Natürlich kommt es auch drauf an wie hell man den Monitor stellt, aber es wird halt nun optisch stärker unterschieden. Wie wichtig einem das ist muss jeder selber wissen.

        Wie sinnvoll es letztendlich in der heutigen Zeit überhaupt ist ist dagegen eine andere Frage, da ja die Geräte schon was die Effizienz angeht ziemlich ausentwickelt sind.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Schmandt
        Mein neuer Kühlschrank hatte das neue Label im Januar schon beiliegen.
        Vom A+++ geht's auf C runter. Seltsamer finde ich jedoch das der Jahresverbrauch von 168 auf 149kWh sinkt und das Gefrierabteil von 88 auf 94L anwächst.
        Wäre interessant zu erfahren wie die auf die Werte kommen. Vielleicht ziehen die nun 2 Wochen Urlaub im Verbrauch ab und ab März gibt's ne Email mit Anleitung zum ausbeulen damit ich die zusätzlichen 6L bekomme.

        Zum Label: ne Überarbeitung der Skala war überfällig.
        z. B. Waschmaschinen. Ich bin grad auf der Suche nach ner neuen und alleine in der A+++ Kategorie gibt es für 7kg Maschinen Unterschiede im Jahresverbrauch von bis zu 100kWh und 3000L Wasser.
        Bei den Waschmaschinen sollte man exakt darauf achten, für welche Programme diese gelten und recherchieren, ob die Nutzerberichten zu Folge überhaupt brauchbar sind. Als ich vor ein paar Jahren vor der Entscheidung stand, verbrauchte ein in den EU-Normwaschgängen doppelt so effizientes Gerät in den normalen Waschprofilen zum Teil das Doppelte. Und bei einigen Maschinen konnte so ein Normzyklus 5-6 Stunden dauern, weil die Solltemperatur im Prinzip nur für wenige Minuten erreicht wird und die Waschwirkung eigentlich durch extremes Einweichen zu Stande kommt (oder auch nicht). Gerade in einem Haus mit Ruhezeiten nutzt man dann eher schnellere Modi und deren Verbräuche tauchen im Energiesparlabel überhaupt nicht auf.
      • Von Albatros1 Software-Overclocker(in)
        Ich habe nach diesem Aufkleber noch nie ein Gerät gekauft.
        Ich schaue nach der Wattzahl und entscheide oft doch anders. Der Verbrauch ist nicht per se ein Entscheidungsgrund. Einfach weil er auch Nachteile haben kann. Geringer Verbrauch.....vielleicht schwacher Motor?........wenig haltbare Kunststoffteile?........geringe Leistung? Ja nach Gerät kann das anders ausfallen.
        Und bei einem Gerät das nur sehr kurz oder selten betrieben wird macht es eh kaum etwas aus.
        Ebenso erkennt man nicht die genaue Abstufung der Stufen. Man kann das ja auch, wie bei Tests, mikroskopisch fein abstufen um einen Unterschied prägnanter aussehen zu lassen.
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