5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

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Quelle: apple.com

Um kleinen und mittelständischen Unternehmen ein eigenes 5G-Netz zu ermöglichen, hat die Bundesnetzagentur den Frequenzbereich zwischen 3,7 und 3,8 GHz vorgesehen. Wer nun als Unternehmenskunde sein eigenes 5G-Netz betreiben will, muss Gebühren an die Bundesnetzagentur zahlen. Ist das geschehen können IoT-Geräte im firmeneigenen 5G-Netz betrieben werden.

Die 5G-Frequenzversteigerung brachte mit 6,55 Milliarden Euro eine neue Rekordsumme ein. Neben der Deutschen Telekom, O2 und Vodafone hat sich auch 1&1 Drillisch Frequenzen gesichert. Allerdings gibt es auch einen Bereich, der explizit von der Versteigerung ausgeschlossen wurde. Zwischen 3,7 und 3,8 GHz können kleine und mittelständische Unternehmen sowie Landwirte ihr eigenes 5G-Netz betreiben. So sollen diese Betriebe unabhängiger von den großen Telekommunikationsdienstleistern werden und beispielsweise ein unabhängiges Netz für Fabrikroboter oder landwirtschaftliche Geräte betreiben können. Nun hat die Bundesnetzagentur bekanntgegeben, wie hoch die zu entrichtenden Gebühren ausfallen.

Abgedecktes Gebiet entscheidend

Wer ein Firmenkunde ist und ein eigenes 5G-Netz betreiben will, muss eine jährliche Gebühr an die Bundesnetzagentur zahlen. Hierbei sind ein Sockelbeitrag in Höhe von 1.000 Euro sowie die zugeteilte Bandbreite, die Laufzeit der Zuteilung sowie die Fläche des Zuteilungsgebietes in der Formel enthalten. So wird die zugeteilte Bandbreite (zwischen 10 und 100 MHz) mit der Laufzeit der Zuteilung t sowie der Fläche des Zuteilungsgebietes miteinander multipliziert und zum Sockelbeitrag addiert. Hierbei unterscheidet man zwischen sogenannter Siedlungs- und Verkehrsfläche (a1) und anderen Flächen (a2). Die vom 5G-Netz abgedeckte Siedlungs- und Verkehrsfläche wird dabei mit dem Faktor sechs multipliziert. Diese Vorgehensweise soll der Koordinierung behilflich sein, damit weniger dicht bebaute Gebiete kostengünstiger erschlossen werden können.
5G Frequenzgebuehren Lokale Netze Quelle: Bundesnetzagentur 5G Frequenzgebuehren Lokale Netze
Wer als Unternehmer eine 50 km² (a1 und a2 jeweils 25 km²) große Fläche mit einem eigenen 5G-Netz für zwei Jahr ausstatten will, muss für die gesamte Laufzeit 88.500 Euro bezahlen. Um herauszufinden, welcher Kategorie die jeweiligen Flächen angehören, bietet das Umweltbundesamt eine Karte zur Struktur der Flächennutzung an. Die Telekommunikationsunternehmen wie Vodafone hätten den Frequenzbereich zwischen 3,7 und 3,8 GHz ebenfalls nur zu gerne ersteigert und dann an Firmenkunden vermietet, aber dem hat die Bundesnetzagentur einen Riegel vorgeschoben.

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Fakten zu den 5G-Gebühren für lokale Netze:

  • Wer ein kleines oder ein mittelständisches Unternehmen betreibt, kann ein eigenes 5G-Netz aufbauen. Auch Landwirte können ebenfalls ein individuelles 5G-Netz erstellen, um so beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen betreiben zu können.
  • Hierzu offeriert die Bundesnetzagentur den Frequenzbereich zwischen 3,7 und 3,8 GHz, welcher nicht an kommerzielle Telekommunikationsanbieter versteigert wurde.
  • Die Höhe der von den privaten Betreibern zu entrichtenden Gebühr variiert nicht nur je nach abgedecktem Frequenzraum, sondern ist auch an eine individuell festlegbare Laufzeit gebunden.
  • Zudem spielt die abgedeckte Fläche eine Rolle bei der Berechnung der Gebühr. Es sollen vor allem weniger stark besiedelte Gebiete gefördert werden, da diese günstiger sind als Siedlungsgebiete.

Quellen: Bundesnetzagentur, Umweltbundesamt

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        Zitat von Voodoo2
        Ich glaube das 5G am ehesten in der Automobilindustrie ... und für die Landwirtschaft in etlichen Jahren ne Rolle spielt
        Soll es, sagt die Industrie. Und manche "Politiker".
        Warum auch immer, wenn sie alles geheim halten,
        muss es aber nicht.
        Bestehende Technologien reichen aus.
        Wenn man sie denn vernünftig und n utzvoll einsetzt.

        Forschung: ja.

        Nicht, dass ich ein Ökokrat wäre, aber ich denke eher, es stecken sinnloser Ressourcenverbrauch,
        damit verbundenene Wirtschaftsinteressen, Marktmachtgelüste und - am wichtigsten - Massen-Überwachung
        dahinter ...

        Alles, was so richtig in unsere Zeit passt.
        Und von allen gewollt.

        Tyrranei der Mehrheit.
        Stinkt so richtig bestialisch nach... Demokratie.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        Zitat von Voodoo2
        Ich glaube das 5G am ehesten in der Automobilindustrie ... und für die Landwirtschaft in etlichen Jahren ne Rolle spielt
        Soll es, sagt die Industrie. Und manche "Politiker".
        Warum auch immer, wenn sie alles geheim halten,
        muss es aber nicht.
        Bestehende Technologien reichen aus.
        Wenn man sie denn vernünftig und n utzvoll einsetzt.

        Forschung: ja.

        Nicht, dass ich ein Ökokrat wäre, aber ich denke eher, es stecken sinnloser Ressourcenverbrauch,
        damit verbundenene Wirtschaftsinteressen, Marktmachtgelüste und - am wichtigsten - Massen-Überwachung
        dahinter ...

        Alles, was so richtig in unsere Zeit passt.
        Und von allen gewollt.

        Tyrranei der Mehrheit.
        Stinkt so richtig bestialisch nach... Demokratie.
      • Von Voodoo2 BIOS-Overclocker(in)
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        Zitat von Lexx
        In "Newton", dem Wissenschaftsmagazin des ORF, vom vergangenen Samstag, wurden genau solche Systeme -
        Hightech und Autonome Systeme in der Landwirtschaft – vorgestellt, da sie seit Sommer 2018 im Feldtest laufen.
        Die TU Wien und TU Graz entwickeln eifrig daran. Und die Funktionieren OHNE 5G.

        Also was soll dieser 5G-Wahnsinn bringen, ausser noch mehr Katzenvideos, noch mehr Dreck, Hetze und Müll...

        ... ach, sorry, ich vergaß, die Heizungssteuerung und der Toaster brauchen es.
        Und die Chinesen.
        Ich glaube das 5G am ehesten in der Automobilindustrie und in Universitäten (Forschung usw)zuhause ist
        und für die Landwirtschaft in etlichen Jahren ne Rolle spielt
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        In "Newton", dem Wissenschaftsmagazin des ORF, vom vergangenen Samstag, wurden genau solche Systeme -
        Hightech und Autonome Systeme in der Landwirtschaft – vorgestellt, da sie seit Sommer 2018 im Feldtest laufen.
        Die TU Wien und TU Graz entwickeln eifrig daran. Und die Funktionieren OHNE 5G.

        Also was soll dieser 5G-Wahnsinn bringen, ausser noch mehr Katzenvideos, noch mehr Dreck, Hetze und Müll...

        ... ach, sorry, ich vergaß, die Heizungssteuerung und der Toaster brauchen es.
        Und die Chinesen.
      • Von Johnny05
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        Na ganz toll wie die Bundesregierung den technischen Fortschritt ausbremst .... .

        China hat den 5G Standart mal so ganz nebenbei in 50 Städten auf einmal vollzogen . Danke Internet - (Neuland) - Deutschland

        Gruß

        Johnny05
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: 5G-Gebühren für lokale Netze: Bundesnetzagentur legt Kosten fest

        Zitat von IiIHectorIiI
        500 m Reichweite finde ich nicht passabel, sondern unwirtschaftlich und umweltfeindlich. Es gibt derzeit schlicht keinen Bedarf für so was, außer im Medien- und Messen Bereich. Kein(!) Bauer braucht so etwas.
        Auf dem freien Feld sind es natürlich wieder duzende Kilometer, da muß die Leistung dann wohl eventuell sogar gedrosselt werden.

        Wie gesagt: du verstehst es nicht. Ist auch kein Problem, ich habe die Tragweite von Wikipedia und den Smartphones, als sie erschienen sind, auch nicht verstanden, heute weiß ich es besser. In 10 Jahren werden wir wieder am gleichen Punkt stehen, 5G hat sich durchgesetzt, keiner will es missen und die Leute meckern über das anstehende 6G. Ich frage mich, woher diese Technikfeindlichkeit in einem Hardwareforum, eigentlich kommt.

        Im übrigen: wenn man in einem Hochlohnland (als welches sich Deutschland bezeichnet) Landwirtschaft betreiben will, dann braucht man dafür entsprechende Technologie. In 10-20 Jahren werden es wohl die meisten nutzen. Bauern sind übrigens überraschend fortschrittlich, sie waren damals unter den ersten, die sich PCs zugelegt haben (brauchten sie für die Buchhaltung), war echt nett, wenn man zum Kumpel zum zocken gehen konnte. Dummerweise brauchten sie keine Soundkarten...
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