Sicherheitsradar: Neue Wi-Fi-Technologie soll (fremde) Personen im Haus erkennen

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Sicherheitsradar: Neue Wi-Fi-Technologie soll (fremde) Personen im Haus erkennen
Quelle: Gamgee

Auf Indiegogo wird derzeit eine Kombination aus Wi-Fi-Router und Alarmanlage angeboten: Durch Änderungen der Signale sollen Eindringlinge erkannt werden. Noch ist die Finanzierung aber nicht gesichert.

Wi-Fi-Signale können zwar viele für uns unsichtbare Objekte passieren, je nach Form und Material wird dadurch aber die Signalqualität beeinflusst. Durch Änderungen im Signal können dadurch Rückschlüsse auf die Umgebung gezogen werden - also beispielsweise, wie viele Menschen sich in einem Raum befinden. Und genau das will sich das niederländische Unternehmen Gamgee nun offenbar zunutze machen. Ein Wi-Fi-Netzwerk soll als Sicherheitsradar genutzt werden und damit als Alarmanlage dienen.

Personen erkennen und melden

Gamgee hat inzwischen eine entsprechende Kampagne auf Indiegogo gestartet, die 50.000 Euro sammeln soll. Angesichts des niedrigen Finanzierungsziels ist die Entwicklung dabei wohl schon weitgehend abgeschlossen. Unterstützern des Projekts verspricht man dabei eine Kombination aus Wi-Fi-Router und Alarmanlage: Für 295 Euro werden drei Geräte für 150 m² angeboten, vier Geräte für 200 m² kosten 345 Euro. Die Lieferung soll im Januar 2025 erfolgen.

Auffällige Bewegungen sollen über eine App gemeldet werden. Quelle: Gamgee Auffällige Bewegungen sollen über eine App gemeldet werden.

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Gamgee wirbt dabei damit, dass die Geräte nach einer Einlernphase von zwei Wochen die Hausbewohner, übliche Gäste und Haustiere erkennen können. Falls eine Person aufgrund ihrer Körperstruktur oder ihres noch unbekannten Bewegungsmusters auffällt, soll dann ein Alarm ausgelöst werden. Neben dem Absichern der eigenen vier Wände sollen die Geräte parallel auch zur Überwegungsüberwachung dienen, um beispielsweise einen Sturz bei einem älteren Familienmitglied zu erkennen.

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Bis zur Auslieferung der Geräte soll außerdem eine Erkennung und raumgenaue Überwachung einzelner Personen möglich werden. Falls die Router mithilfe des genutzten Wi-Fi-6-Standards tatsächlich ein einigermaßen exaktes Tracking ermöglichen, bieten sich damit aus Datenschutzsicht ausgesprochen fragwürdige Möglichkeiten. Von der Qualität des "Sicherheitsradars" dürfte zudem auch der spätere Erfolg der Technik abhängen: Diese müsste sehr zuverlässig funktionieren, damit man nicht durch häufige Fehlalarme gestört wird. Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen müssen.

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Quelle: Indiegogo / New Atlas

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jacco011 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das Konzept, Personenbewegungen per WLAN in einem Haus oder einer Wohnung zu tracken, ist nicht neu. Bisher bin ich jedoch noch nicht auf eine Meldung gestoßen, dass diese Methode von der Polizei eingesetzt wurde. Eventuell wird sie vom Geheimdienst eingesetzt und das Thema wird entsprechend verschwiegen.
        Hier ein Video von 2016. Universitäten experimentieren auch damit.
      • Von Jacco011 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das Konzept, Personenbewegungen per WLAN in einem Haus oder einer Wohnung zu tracken, ist nicht neu. Bisher bin ich jedoch noch nicht auf eine Meldung gestoßen, dass diese Methode von der Polizei eingesetzt wurde. Eventuell wird sie vom Geheimdienst eingesetzt und das Thema wird entsprechend verschwiegen.
        Hier ein Video von 2016. Universitäten experimentieren auch damit.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cobar
        Würde aber voraussetzen, dass ich Amazon, Apple, Google und andere always-on Geräte nutze.
        Selbst wenn das so ist, bieten die immerhin auch irgendeinen Nutzen (mehr oder weniger), aber bei diesem Router?
        Wer macht denn sowas freiwillig?
        Also hier ergibt sich aus der Überwachung direkt der Nutzen, dass man eine Überwachung hat. Worin der Vorteil für den User liegen soll, wenn sich 99 Prozent der Smartphones für relativ simple Aktionen mit Account-Servern verbinden und so sämtliche Aktivitäten online, in vielen Fällen aber auch offline nachvollziehbar werden, konnte ich mir dagegen bislang nicht erschließen.

        Zitat von mhmilo24
        Diese Technik wurde doch von einer Universität in einem Papier erforscht, nachgewiesen und demonstriert. Das ging mit dem normalen Heimrouter. Wieso sind dafür extra Geräte notwendig? Kann man die Router-Daten nicht per Open Source Firmware wie Openwrt etc. an einen RPi weiterleiten und Unternehmern umgehen? Hoffe sehr, dass sich das nicht durchsetzt und irgendwann jeder sowas zuhause rumstehen hat.
        Das Prinzip wurde in der Grundlagenforschung bewiesen. Aber damit hat man noch kein DAU-taugliches, zuverlässig funktionierendes Produkt und den hier anvisierten Ansatz mit mehreren korrdinierten Access Points kenne ich so noch gar nicht. Der ist zwar ein naheliegender Schritt von der Überwachung eines Uni-Raums mit einem Router, aber eben erneut ein Entwicklungsschritt. Den will ein kommerzielles Unternehmen auch bezahlt haben und fertige Router verkaufen sich besser, als OpenWRT-Plug-Ins. Je nachdem, wie viele Berechnungen tatsächlich an den Anbieter übertragen werden und was lokal erfolgt, könnten zudem die Hardware-Vorraussetzungen anspruchsvoll sein.
      • Von mhmilo24 Freizeitschrauber(in)
        Diese Technik wurde doch von einer Universität in einem Papier erforscht, nachgewiesen und demonstriert. Das ging mit dem normalen Heimrouter. Wieso sind dafür extra Geräte notwendig? Kann man die Router-Daten nicht per Open Source Firmware wie Openwrt etc. an einen RPi weiterleiten und Unternehmern umgehen? Hoffe sehr, dass sich das nicht durchsetzt und irgendwann jeder sowas zuhause rumstehen hat.
      • Von Tomsonrk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Cobar
        Wer macht denn sowas freiwillig?
        jemand dem nicht bewusst ist das Privatsphäre / die eigenen Daten wertvoll sind und was passieren kann. Identitätsdiebstahl ist nur eine Sache die man mit persönlichen Daten machen kann.
      • Von Cobar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Fixed it for you.^^
        (Wer möchte kann zusätzlich noch Huawai, Samsung und diverse weitere Hersteller account-gebundener always-on Smart-Geräte in die Liste von Herstellern aufnehmen, welche Überwachungstechnologie mit vergleichbaren respektive deutlich weiter gehenden Möglichkeiten bereits erfolgreich verkaufen.)
        Würde aber voraussetzen, dass ich Amazon, Apple, Google und andere always-on Geräte nutze.
        Selbst wenn das so ist, bieten die immerhin auch irgendeinen Nutzen (mehr oder weniger), aber bei diesem Router?
        Wer macht denn sowas freiwillig?
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