64-Bit-Anwendungen in der Praxis

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Wir haben häufig benutzte Programme für Windows auf 64-Bit-Vorteile getestet. Lohnt sich der Wechsel auf eine reine x64-Anwendung? Steigt die Performance messbar an?

64-Bit-Anwendungen in der Praxis
Um die vorhandene 64-Bit-Technik und den größeren Speicher zu nutzen, bieten sich vorwiegend Programme an, die den zusätzlichen Adressraum füllen und auch von SSEx-Instruktionen profitieren. Als solches eignet sich beispielsweise Adobe CS3 im Bereich der Bildbearbeitung. Erhältlich ist es aktuell aber nur in einer x86-Version. Die x64-Variante von Photoshop Lightroom (Beta) arbeitet deutlich schneller beim Verarbeiten von Bilddateien mit extrem hoher Auflösung. Zurückführen lässt sich das auch auf die Unterstützung von SSE2-Befehlen, welche auch die Mindest-Systemvoraussetzung darstellen. Die kommende Version CS4 wird es voraussichtlich ebenfalls für Windows Vista 64 als x64-Anwendung geben.
Das Packprogramm 7-Zip profitiert von der x64-Architektur. Die 64-Bit-Version von 7-Zip ist 11 Prozent schneller. Quelle: PCGH Das Packprogramm 7-Zip profitiert von der x64-Architektur. Die 64-Bit-Version von 7-Zip ist 11 Prozent schneller.
Auch die Rendersoftware Cinema 4D von Maxon zeigt ein Leistungsplus: Der Benchmark Cinebench prognostiziert bis zu 16 Prozent mehr Leistung. Unter den professionellen Audioprogrammen ist Steinberg Cubase 4.1 zu nennen, das es in beiden Bit-Versionen gibt, genauso wie Itunes von Apple. Weitere Anwendungen finden sich in Bereichen der CAD-Konstruktion und Filmbearbeitung. Aber auch Microsoft liefert ein großzügiges Paket an x64-Anwendungen gleich mit: So zum Beispiel den Internet Explorer, Windows Mail, das Media Center und auch den Media Player.
Die 64-Bit-Version von Cinebench arbeitet deutlich flinker. 16 Prozent ist Cinebench x64 schneller als die x86-Version. Quelle: PCGH Die 64-Bit-Version von Cinebench arbeitet deutlich flinker. 16 Prozent ist Cinebench x64 schneller als die x86-Version.
Weitere Programme, die in jedem Fall unter Vista x64 funktionieren, sind jene, die auf Microsofts Software-Plattform .Net basieren. Diese laufen mit derjenigen Bit-Zahl, die auch das Betriebssystem nutzt. Ein sehr populäres Beispiel ist das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm Paint.Net, das auf besagter Plattform basiert und somit uneingeschränkt auch als x64-Anwendung unter Windows Vista läuft.
Mircosoft Office 2007 ist nur als x86-Variante erhältlich. Quelle: PCGH Mircosoft Office 2007 ist nur als x86-Variante erhältlich.
Einen besonderen Vorteil kann ein ein 64-Bit-Betriebssystem mit der Virtualiserungstechnik ausspielen. Nicht zuletzt aufgrund des zusätzlichen physikalischen Speichers lassen sich mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig betreiben und ausgiebig testen.
Paint.Net x64 erreicht messbare Leistungsvorteile. Quelle: PCGH Paint.Net x64 erreicht messbare Leistungsvorteile.
Probleme gibt es, wenn Sie ein 64-Bit-Vista als Multimediazentrale gebrauchen wollen. Dort klafft noch immer eine sehr große Lücke im Bereich der Codecs. Bisher werden nur sehr wenige angeboten und auch das Angebot reiner 64-Bit-Software für dieses Einsatzgebiet ist rar. Der Windows Media Player bringt jedoch bereits passende Unterstützung für viele Formate mit und lässt sich bei Bedarf beispielsweise mittels der Softwaresammlung "Ffdshow Tryouts" um viele weitere Codecs erweitern.
Virtualdub ist in der x64-Variante leistungsstärker. Quelle: PCGH Virtualdub ist in der x64-Variante leistungsstärker.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 PCGH-Praxis: Vorteile durch 64-Bit-Anwendungen
  3. Seite 3 x64 - was bringt es?
  4. Seite 4 PCGH-Praxis: Vorteile durch 64-Bit-Anwendungen
  5. Seite 5 64-Bit-Anwendungen in der Praxis
  6. Seite 6 PCGH-Praxis: Vorteile durch 64-Bit-Anwendungen
  7. Seite 7 Fazit
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