Hallo Microsoft: Jeder vierte PCGH-Leser spielt mit Linux oder zumindest mit dem Gedanken
Am 14. Oktober 2025 wird Windows 10, das nach wie vor weltweit verbreitetste Betriebssystem, sein nominelles Supportende erreichen und keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Jeder vierte der PCGH-Leser spielt auch deshalb mittlerweile mit Linux oder zumindest mit dem Gedanken.
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Am 29. Juli 2015 erschien mit Windows 10 auf Basis von Windows NT 10.0 - vormals als Windows NT 6.4 bezeichnet - der Nachfolger von Windows 8 und Windows 8.1, welche auf Windows NT 6.2 respektive Windows NT 6.3 basiert hatten und bei den Anwendern zumeist auf wenig Gegenliebe gestoßen sind. Windows 10 trat also an, mit Windows 7 das seinerzeit mit großem Abstand beliebteste Betriebssystem Windows 7 abzulösen, welches 2014 rund 60 Prozent Marktanteil für sich verbuchen konnte. Windows 10 sollte sogar noch einmal dominanter werden und kommt noch heute auf rund 70 Prozent der Marktanteile. Im kommenden Jahr wird die Produktunterstützung für das nach wie vor beliebteste Betriebssystem jedoch auslaufen und was dann? Windows 11 oder Linux?
Ist Linux eine Alternativ?
Um herauszufinden, wie es für die PCGH-Leser nach dem Supportende von Windows 10 weitergeht und ob Windows 11 oder sogar Linux als Alternative für das nach wie vor weltweit beliebteste Betriebssystem von der Leserschaft in Betracht gezogen werden, wollte die Redaktion von PCGH am 26. Mai von ihrer Lesern wissen,...
Dabei standen den zahlreichen teilnehmenden PCGH-Lesern dann gleich mehrere Optionen und Wege offen:
- Windows 10 mit den kostenpflichtigen ESU-Updates weiterhin nutzen?
- Einen notgedrungenen Wechsel auf das aktuelle Windows 11 vornehmen?
- Linux als ernsthafte Alternative in Erwägung ziehen?
Wie werdet ihr mit dem Supportende von Windows 10 umgehen, oder habt ihr bereits jetzt eine Lösung für euch gefunden? So lauteten die Fragen und insgesamt mehr als 500 Leser beteiligten sich bislang an dieser Umfrage und zeichneten ein sehr differenziertes Bild.
Linux ist eine Alternative!
Zuerst einmal gilt es festzuhalten, dass sich mehr als ein Viertel der PCGH-Leser nur sehr schwer täuschen kann: Ja, Linux ist insbesondere für Spieler bereits eine echte Alternative, wenngleich die Baustelle der Anti-Cheat-Lösungen noch nicht ganz behoben ist und daher speziell kompetitive eSports-Titel nach wie vor (große) Probleme machen können. Valve verbessert seine auf Wine basierende Software Proton für das Spielen auf Steam aber sukzessive weiter und macht auch in diesem Punkt durchaus Fortschritte. Große "Blockbuster" sind mittlerweile schon zum Release Steam Deck Verified.
So sehen das unsere Leser
So sehen das auch viele der PCGH-Leser und so verwundert es nicht, dass rund 28 Prozent der Teilnehmer entweder bereits auf eine Linux-Distribution umgestiegen sind (~ 13 Prozent), oder aber zumindest mit dem Gedanken spielen (~ 15 Prozent). Auf Windows 11, Microsofts neuestes Betriebssystem, nutzen bereits rund 37 Prozent, während 15 Prozent darüber nachdenken. Rund 14 Prozent der Leser sind bislang noch unentschlossen.
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Kommentare (123)
Zur Diskussion im Forum-
Von TheNextRS Schraubenverwechsler(in)Ich gebe jetzt auch einfach mal meinen Senf dazu.
Ich sehe es schon auch so, dass es am Ende des Tages jeder für sich selbst wissen muss, welches OS das richtige für ihn ist. Völlig egal, ob aus Redmond, Cupertino oder dem Rest der Welt.
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob mein Interesse an Linux je bestanden hätte, wäre da nicht dieser Typ auf der LAN-Party Ende der 90er gewesen, der hackermäßig irgendwelche Configs ins Terminal gemeißelt hat, nur um Stunden später mit uns Fenster-Klickern Quake III Arena zocken zu können. Ich fand's gleichermaßen cool wie unnötig. Aber es hat mich an die BASIC V2-Zeiten und meine Anfänge mit MS-DOS erinnert, und deshalb habe ich Linux ab dieser einen LAN-Party immer mal wieder beäugt.
Meine ersten eigenen Versuche haben dann in den frühen 2000ern mit Novell SuSE Linux stattgefunden, das ich mir mühsam auf 11 Installations-CDs brennen musste. Nachdem ich es in Stunden voller CD-Wechsel installiert hatte... fand ich's kacke und habe wieder Windows installiert.
Wahrscheinlich hätte ich es auch nie wieder angefasst, hätte ich mich nicht dazu entschlossen, mein Hobby zum Beruf zu machen und in die IT zu gehen. Daher kann ich's auch absolut nachvollziehen, dass Linux den Ruf hat, ein Nerd-Only-OS zu sein.
Beruflich kamen dann letztlich alle Linux-Konzepte mal zum Einsatz. Im beruflichen Umfeld zunächst zumeist RHEL-basiert. In der wilden Web-Developer-Zeit dann eher Debian- oder Ubuntu-Derivate.
Privat mochte ich die Arch-Idee und habe so die ein oder andere "eigene" Distro gebastelt. Einfach weil ich es liebe, meinen Desktop genau so zu gestalten, wie es mir gerade gefällt, und diese Freiheit bei Windows doch stetig nachgelassen hat.
Alles habe ich immer und aus Überzeugung im Dualboot mit Windows 10 betrieben. Bis zu jenem Tag, als mir Windows irgendwie das W11-Update untergejubelt hat. Ich weiß bis heute nicht, wo ich da meine Zustimmung gegeben haben soll.
Wäre im Grunde auch völlig egal gewesen. Windows 11 ist - mal vom lange bewährten und hier zur Genüge besprochenen Geschäftsgebaren seitens MS - ganz charmant. Man schneidet ja sogar endlich die alten NT-Zöpfe ab und ersetzt alte Config-Fenster nach und nach durch den neuen W11-Look. Endlich, kann man da sagen.
Was mich persönlich bei Windows 11 total gestört hat, war die Taskleiste. Als Anwendungsentwickler mit Multi-Monitor-Setup gibt es nichts Schlimmeres als den Zwang, die operierende Taskleiste auf dem Primärmonitor liegen haben zu müssen. Das ist im Beruf schlimm, zum Zocken für mich persönlich sogar katastrophal. Gott sei Dank lieferte Drittanbieter-Software hier lange Abhilfe. Seit MS entschieden hat, diese Abhilfe zugunsten der eigenen Werbe-Taskleiste kaputtzupatchen, bin ich froh, dass ich mittlerweile Windows nur noch boote, um meine beiden Game-Pass-Spiele zu starten. Alles andere habe ich problemlos und erfolgreich migriert.
Ich persönlich empfinde Garuda im Verhältnis zu Nobara als bessere Gaming-Distro und kann da jedem Experimentierfreudigen mal einen Test anraten. Und keine Angst vor der Dr460nized Edition. Man kann das Global Theme leicht ändern.
In diesem Sinne... habt euch lieb!
Direkt zum Diskussionsende -
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Ich sehe es schon auch so, dass es am Ende des Tages jeder für sich selbst wissen muss, welches OS das richtige für ihn ist. Völlig egal, ob aus Redmond, Cupertino oder dem Rest der Welt.
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob mein Interesse an Linux je bestanden hätte, wäre da nicht dieser Typ auf der LAN-Party Ende der 90er gewesen, der hackermäßig irgendwelche Configs ins Terminal gemeißelt hat, nur um Stunden später mit uns Fenster-Klickern Quake III Arena zocken zu können. Ich fand's gleichermaßen cool wie unnötig. Aber es hat mich an die BASIC V2-Zeiten und meine Anfänge mit MS-DOS erinnert, und deshalb habe ich Linux ab dieser einen LAN-Party immer mal wieder beäugt.
Meine ersten eigenen Versuche haben dann in den frühen 2000ern mit Novell SuSE Linux stattgefunden, das ich mir mühsam auf 11 Installations-CDs brennen musste. Nachdem ich es in Stunden voller CD-Wechsel installiert hatte... fand ich's kacke und habe wieder Windows installiert.
Wahrscheinlich hätte ich es auch nie wieder angefasst, hätte ich mich nicht dazu entschlossen, mein Hobby zum Beruf zu machen und in die IT zu gehen. Daher kann ich's auch absolut nachvollziehen, dass Linux den Ruf hat, ein Nerd-Only-OS zu sein.
Beruflich kamen dann letztlich alle Linux-Konzepte mal zum Einsatz. Im beruflichen Umfeld zunächst zumeist RHEL-basiert. In der wilden Web-Developer-Zeit dann eher Debian- oder Ubuntu-Derivate.
Privat mochte ich die Arch-Idee und habe so die ein oder andere "eigene" Distro gebastelt. Einfach weil ich es liebe, meinen Desktop genau so zu gestalten, wie es mir gerade gefällt, und diese Freiheit bei Windows doch stetig nachgelassen hat.
Alles habe ich immer und aus Überzeugung im Dualboot mit Windows 10 betrieben. Bis zu jenem Tag, als mir Windows irgendwie das W11-Update untergejubelt hat. Ich weiß bis heute nicht, wo ich da meine Zustimmung gegeben haben soll.
Wäre im Grunde auch völlig egal gewesen. Windows 11 ist - mal vom lange bewährten und hier zur Genüge besprochenen Geschäftsgebaren seitens MS - ganz charmant. Man schneidet ja sogar endlich die alten NT-Zöpfe ab und ersetzt alte Config-Fenster nach und nach durch den neuen W11-Look. Endlich, kann man da sagen.
Was mich persönlich bei Windows 11 total gestört hat, war die Taskleiste. Als Anwendungsentwickler mit Multi-Monitor-Setup gibt es nichts Schlimmeres als den Zwang, die operierende Taskleiste auf dem Primärmonitor liegen haben zu müssen. Das ist im Beruf schlimm, zum Zocken für mich persönlich sogar katastrophal. Gott sei Dank lieferte Drittanbieter-Software hier lange Abhilfe. Seit MS entschieden hat, diese Abhilfe zugunsten der eigenen Werbe-Taskleiste kaputtzupatchen, bin ich froh, dass ich mittlerweile Windows nur noch boote, um meine beiden Game-Pass-Spiele zu starten. Alles andere habe ich problemlos und erfolgreich migriert.
Ich persönlich empfinde Garuda im Verhältnis zu Nobara als bessere Gaming-Distro und kann da jedem Experimentierfreudigen mal einen Test anraten. Und keine Angst vor der Dr460nized Edition. Man kann das Global Theme leicht ändern.
In diesem Sinne... habt euch lieb!
Dann gibt es zig verschiedene Derivate. Da blicke ich nicht durch.
Gerade die Mainstream Distros sind da sehr komfortabel mitlerweile. Kein vergleich wie vor 20 Jahren.
Bei Spielen gibt es einige Einschränkungen, ich merke davon nichts da ich Steam nutze und keine Spiele habe wo es Probleme gibt. Ich meine die Anticheat Funktionen machen noch probleme.
Frisch Deinen Sachstand auf und boote einfach mal vom Stick.
Dann gibt es zig verschiedene Derivate. Da blicke ich nicht durch.