Windows 11: Zweites Feature-Update Version 23H2 mit ChatGPT
Im Herbst 2023 wird Microsoft das zweite kostenlose Feature-Update für Anwender von Windows 11 veröffentlichen. Mit dabei ist auch die Bing-Suche mit ChatGPT. In diesem Artikel stellen wir die Neuerungen zusammen und aktualisieren den Beitrag bis zur Veröffentlichung der Windows 11 Version 23H2.
In diesem Artikel
Am 20. September 2022 hatte Microsoft den Startknopf für das erste Feature-Update von Windows 11 gedrückt. In diesem Kalenderjahr steht das zweite kostenlose Funktions-Update an. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von vorangegangenen kleineren Moments-Updates, die in einer neuen Version zusammengefasst werden. Im Folgenden stellen wir die bisher bekannten Neuerungen vor, die registrierte Windows Insider im Beta-Kanal bereits testen können.
Dateimanager mit Generalüberholung
Bereits seit Jahren ist der Dateimanager funktional unverändert, hat jedoch mit Windows 11 eine angepasste Benutzeroberfläche bekommen. Damit ist jedoch noch nicht Schluss, denn Microsoft stellt das altehrwürdige Programm auf neue Füße. So wird das Microsoft-Programm auf der Windows App SDK aufbauen. Bei der Windows App SDK liegt der Fokus auf Win32-Programmen sowie Web-Apps. Nativ ausführbare Apps können in C# oder C++ geschrieben werden, als Benutzeroberfläche kommt WinUI 3 im responsiven Design daher. Zudem erlaubt die Bibliothek Zugriff auf etliche Schnittstellen, sodass beispielsweise die Einbindung der Fotogalerie aus der installierten Fotos-App möglich wird. So befindet sich unterhalb der neuen Startseite der Eintrag namens "Gallery", welcher chronologisch sortiert gespeicherte Fotos anzeigt. Wer möchte, kann auch explizit nach Fotoaufnahmen suchen. Mit einem Klick auf Locations kann festgelegt werden, aus welchen Ordnern die Bilder in der Gallery stammen.
Quelle: Tomshardware
Neuer Datei-Explorer mit Gallery-Funktion aus der App Microsoft Fotos bietet chronologisch sortierte Bilder aus verschiedenen Speicherorten an einem Platz.
Quelle: Windowslatest
Neue Startseite im Datei Explorer in Windows 11 Version 23H2.
Quelle: Windowslatest
Neue Eigenschaften Ansicht im Datei Explorer in Windows 11 Version 23H2.
Quelle: Windowscentral
Empfohlene Dateien für Unternehmenskunden im Datei Explorer von Windows 11 Version 23H2.
Zudem bekommt der Datei-Explorer eine neue Startseite. In Verbindung mit Microsoft 365 lässt sich dann beispielsweise direkt gemeinsam an einem Word-Dokument arbeiten. Mittels Rechtsklick auf eine Datei kann angezeigt werden, wer zuletzt das Dokument bearbeitet hat. Ein weiterer Klick führt dann etwa direkt dazu, dass man eine E-Mail an die Person schicken kann inklusive der passenden Datei im Anhang. Bereits im November 2022 hatte Microsoft in einem ersten Feature-Moments-Update Tabs in den Datei-Explorer gebracht. Mit Windows 11 Version 23H2 kommt diese Erweiterung für alle Anwender von Windows 11.
Schnellerer Zugang zum Task-Manager
Mit dem optionalen Update KB5019980 gibt es einen schnelleren Zugang zum Task-Manager. Fortan kann man wieder an beliebiger Stelle auf der Taskleiste mit einem Rechtsklick ein Kontextmenü mit dem Task-Manager aufrufen. Bislang musste man hierzu einen Rechtsklick auf den Start-Button vollziehen. Neben dem schnelleren Zugang zum Task-Manager gibt es in Windows 11 Version 23H2 die Möglichkeit, via Rechtsklick einen laufenden Prozess zu beenden. So lässt sich gezielt etwa eine Webseite beenden, wenn diese gerade den PC lahmlegt.
Quelle: Windowslatest
Darstellung der Suche in der Taskleiste.
Quelle: Windowslatest
Neuer Task-Manager mit Suchfunktion in Windows 11 Version 23H2.
Falls sowieso der Task-Manager geöffnet ist, kann man auch direkt im Programm nach Prozessen suchen. Hierzu hat der Task-Manager eine Suchfunktion erhalten, die Windows 10 verwehrt bleibt.
Taskleiste mit Neuerungen
In Windows 11 ist eine neue Taskleiste enthalten, bei der Nutzer auf viele Features im Vergleich zu früheren Windows-Versionen verzichten müssen. Mit dem Ziel der Vereinfachung ist Microsoft aber übers Ziel hinausgeschossen, wie etwa zahlreiche Foreneinträge verärgerter Anwender zeigen. Microsoft wird das Comeback der Taskleisten-Funktionen abhängig von der Nutzung machen. Nur Features, die eine Mehrzahl der Anwender von Windows 10 verwenden und noch nicht im Nachfolger verfügbar sind, werden nachgereicht. Auf eine flexible Positionierung der Taskleiste am Bildschirmrand wird man etwa verzichten müssen, weil nur sehr wenige Nutzer diese Option wahrgenommen haben. Microsoft hat auf erste Rückmeldungen reagiert und erlaubt dem Nutzer seit Patch KB5022303 die Wahl zwischen verschiedenen Symbolen bei der integrierten Suche. Neben dem Ausblenden gibt es den Such-Button, eine Suchlupe als Icon oder eine Suchleiste zur Wahl.
Taskleistensuche mit ChatGPT
Wer bereits ein registrierter Betatester vom neuen Bing mit ChatGPT ist, kann die neue Suchmaschine mit KI-Chatbot seit Februar auch in der Taskleiste von Windows 11 nutzen. Falls man kein Teilnehmer am Betatest ist, ändert sich nichts und die Suche bleibt mit dem gewöhnlichen Bing verknüpft.
So lässt sich die Bing-Suche mit ChatGPT ausschalten
Wer gar kein KI-Tool von OpenAI nutzen möchte, kann in den Taskleisteneinstellungen das Such-Symbol ausblenden. Um die KI-Suche auszuschalten, muss man in der Einstellungsapp im Bereich "Datenschutz und Sicherheit" die "Suchberechtigungen" aufsuchen. In diesem Optionsmenü lassen sich "Cloudinhalte durchsuchen" deaktivieren, sodass dann keinerlei Suchergebnisse von Microsoft Bing angezeigt werden. Wann das neue Bing mit KI-Co-Pilot von allen Windows-Anwendern genutzt werden kann, ist noch offen.
Quelle: PCGH
Suche ohne ChatGPT einstellen.
Quelle: PCGH
Mit der Deaktivierung der "Cloud-Synchronisation" wird auch der Bearbeitungsverlauf von Dokumenten auf Onedrive nicht synchronisiert.
Nicht alle Neuerungen aus dem Dev-Channel kommen in Windows 11 Version 23H2
Nicht alle Neuerungen aus dem Dev-Kanal kommen auch tatsächlich in eine neue Version von Windows 11. Exemplarisch zeigt dies der Windows 11 Insider Build 25120, der an Insider im Dev-Kanal verteilt wurde. Hierbei wurde eine schwebende Suchleiste auf dem Desktop getestet, doch dieses experimentelle Feature ist kein Bestandteil von Windows 11 Version 23H2. Erst, wenn ein Feature vom Dev-Kanal auch im Beta-Kanal getestet wird, wird auch die Integration in ein nächstes Feature-Update erfolgen.

Das mit dem automatischen Login müsst ja auch noch via "Trick" funktionieren oder? Habs jetzt lange nicht mehr probiert, aber ich denke diese Shell gabs zumindest unter 10 noch. Ich glaub unter XP musste man auch schon die dafür nutzen, es war nur weniger versteckt. Oder aber man konnte bei XP einfach ein leeres Passwort setzen - da frag ich mich aber ob das nicht auch bei 11 noch funktioniert mit einem lokalen User.
In eurem Fall würd das sicher Sinn machen und da wärs praktisch wenn Windows das ohne Tricks anbieten würde. Aber für MS ist das vermutlich ein Nischenproblem. Wenn es leicht gehen würde, würde das wahrscheinlich auch öfter bei personalisierten Arbeitsrechnern o.ä. passieren - Ich denke sie wollen das einfach verhindern.
Zu Hello muss man aber sagen, dass da keine Biometrie Daten irgendwo hingeschickt werden sondern nur am Gerät selbst verschlüsselt abgelegt werden um dann den User zu entsperren. Auch in Enterprise Umgebungen wird das nur lokal gespeichert und die eigentliche Anmeldung dann zwischen einem private Key im TPM und einem public Key im (Azure)AD abgewickelt.
Hello-taugliche Hardware sollt eigentlich nicht unbedingt nötig sein solange man keinen Biometrie Login haben möchte - PIN ist ja auch noch eine Option und die sollt auch auf PCs ohne TPM möglich sein indem sie den Key in einen Software Container speichern.
Ja bei 98 SE(?) war der Login ja sowieso nur "optional"
Im Normalfall steht man deswegen auch als Einzelplatz-User immer vor einem Sperrbildschirm mit zwingender Passwort-Eingabe, obwohl das an einem stationären Desktop daheim keinerlei Sicherheitsgewinn bringt. Und in per Definition Sicherheits-freien-Umgebung, beispielsweise einer Hardware-Test-Redaktion, in der Geräte samt installierter Software wechselseitig genutzt werden sollen, sogar immer wieder zu Problemen. "Wie isn dein Passwort?" "..." "Ach so, der hat heute ja Urlaub"
Wer will, dass der Rechner nach Drücken des Einschaltknopf automatisch benutzbar ist, wird von Microsoft zur Anschaffung von voll-Hello-tauglicher Hardware gedrängt sowie zur Übermittlung biometrischer Daten.
Bei XP wurde der primäre User dagegen meiner Erinnerung nach automatisch eingeloggt (auf alle Fälle konnte man es leicht so einrichten). Und 9X kannte so etwas wie "Zugangssperren" oder "verschiedene User" erst gar nicht.
Was zu den Kernfunktionen von Windows gehört, wären Snapping (gab es allerdings auch zu XP-Zeiten schon Tools für), Suche (ging das bei XP nicht auch schon über die Windows-Taste und man hat es nur nicht genutzt, weil das Startmenü noch brauchbar war?), Fenstervorschau, Animationen und Windows Hello. Letzteres zählt, wenn man alle Features nutzt, tatsächlich zu so tiefgreifenden Änderungen, dass eine nachträgliche Implementation schwierig wird. Das würde wahrscheinlich so enden, wie die [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]-Features zum Ende der Win-9X-Zeit.
Allerdings kenne ich mehr Leute, die von der Windows-1X-Anmelde-Prozedur genervt sind als Leute, die Windows Hello nutzen. Ähnlich wie der Update-Zwang nicht nur für Security-Patches, sondern eben auch für Feature-Veränderungen stört so etwas erfahrene Anwender schnell und genau an der Stelle war die bis XP relativ umfangreiche Konfigurierbarkeit viel wert: Wenn man etwas nicht wollte, hat man es einfach geändert. Heute dagegen wird selbst die farbliche Abhebung von Fensterkanten zum Update-Politikum – eine Eigenschaft, die vor Luna sogar einfach in den Standard-Systemeinstellungen jeder nach Lust und Laune wählen konnte.
Aber auch da seh ich viele technische Vorteile bei 10/11. Dieser Update Zwang ist ja eher eine "politische" Entscheidung von MS - das wär dann bei einem XP Remaster vermutlich ähnlich
Die Startmenü Suche war meines Wissens nach erst ab Vista dabei.
Und bzgl Anmeldeprozess: Meinst du, dass die Leute der Online"zwang" stört oder der lokale Login (der ist doch kaum anders als bei XP?). Oder meinst du Hello direkt? Da seh ich aber keinen Nachteil
Ich wär jedenfalls kein Fan eines XP Remasters - versteh aber durchaus die Kritik an den "politischen" Entscheidungen von Microsoft in den letzten Jahren.
Was zu den Kernfunktionen von Windows gehört, wären Snapping (gab es allerdings auch zu XP-Zeiten schon Tools für), Suche (ging das bei XP nicht auch schon über die Windows-Taste und man hat es nur nicht genutzt, weil das Startmenü noch brauchbar war?), Fenstervorschau, Animationen und Windows Hello. Letzteres zählt, wenn man alle Features nutzt, tatsächlich zu so tiefgreifenden Änderungen, dass eine nachträgliche Implementation schwierig wird. Das würde wahrscheinlich so enden, wie die [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]-Features zum Ende der Win-9X-Zeit.
Allerdings kenne ich mehr Leute, die von der Windows-1X-Anmelde-Prozedur genervt sind als Leute, die Windows Hello nutzen. Ähnlich wie der Update-Zwang nicht nur für Security-Patches, sondern eben auch für Feature-Veränderungen stört so etwas erfahrene Anwender schnell und genau an der Stelle war die bis XP relativ umfangreiche Konfigurierbarkeit viel wert: Wenn man etwas nicht wollte, hat man es einfach geändert. Heute dagegen wird selbst die farbliche Abhebung von Fensterkanten zum Update-Politikum – eine Eigenschaft, die vor Luna sogar einfach in den Standard-Systemeinstellungen jeder nach Lust und Laune wählen konnte.