Windows 10: Die ersten konvertierten Desktop-Apps kommen als UWP
Um den Windows Store zu stützen, hat Microsoft ein Werkzeug veröffentlicht, welches das Konvertieren von Desktop-Anwendungen in die Windows Universal Plattform erleichtern soll. Die ersten so erstellten Anwendungen werden auch in Kürze bereitstehen. Fraglich bleibt aber, ob die Nutzer deswegen nun in Scharen zum Windows Store rennen.
Im Windows Store für Windows 10 werden Programme vertrieben, welche die Universal Windows Platform (UWP) verwenden. Die meisten Nutzer zeigen sich davon bisher allerdings wenig angetan und verwenden weiterhin normale Desktop-Programme. Das ist ein Risiko für Microsoft, denn Entwickler könnten nun argumentieren, dass sich der Aufwand einer Entwicklung für den Windows Store nicht lohnt.
Und so wurde die Desktop-Bridge für Entwickler angekündigt. Mit der lassen sich normale Desktop-Anwendungen mit geringem Aufwand in die Universal Windows Platform konvertieren und bei Bedarf kann der Entwickler dann noch typische UWP-Funktionen wie beispielsweise die Livekacheln hinzufügen. Gleichzeitig erweitert man das Publikum automatisch auf die Xbox One und Holo Lens, wo solche Apps ebenfalls laufen.
Die ersten Programme, die so konvertiert wurden, können nun ausprobiert werden. Darunter befinden sich Evernote, Arduino IDE, doubleTwist, PhotoScape, MAGIX Movie Edit Pro, Virtual Robotics Kit, Relab, SQL Pro, Voya Media, Predicted Desire und korAccount. Alle sollen in Kürze verfügbar sein, während die Converter-App schon bereitsteht. Microsoft erhofft sich so einen Effekt bei Nutzern und Entwicklern, dass der Windows Store und die UWP-Apps mehr Zulauf bekommen.
Ob sich Microsoft mit seiner Plattform gegen die herkömmlichen Desktop-Anwendungen durchsetzen wird können, muss sich zeigen. Die Redmonder lassen wenig unversucht, um Entwickler und Nutzer von der Plattform zu überzeugen. Einige Spiele gibt es ja bereits über den Windows Store. Anfangs machten die noch einigen Ärger, aber Microsoft besserte immerhin nach. Vorsicht sollte bei den Apps dennoch geboten sein - vor allem, wenn sie etwas kosten. Nicht immer werden Patches für Spiele so schnell ausgeliefert wie beispielsweise auf Steam.
Ob überhaupt jemals große Softwareanbieter in den Windows Store umziehen, steht in den Sternen. Unternehmen wie Adobe oder Google werden ein überschaubares Interesse haben, ihre Freiheit als Desktop-Anwendung aufzugeben. Microsoft müsste schon die Ausführung regulärer Desktop-Anwendungen unterbinden, um wirklich alle Anwendungen in den Windows Store zu bekommen. Der hat nämlich eine Barriere für die meisten Nutzer: Microsoft verlangt eine Anmeldung und die Accountbindung will schon bei der Windows-10-Anmeldung nicht jeder nutzen.

Aber oft muss ich diese Apps auch mehrfach starten, das geht aber nicht. Wenn man Glück hat, kann die entsprechende App Tabs. Ich will aber keine Tabs, ich hab nen einen 1920*1200 Monitor.
Mach ich irgendwas falsch? Komischerweiße klappt es mit dem Taschenrechner, das ist die einzige UWP App die sich mehrfach starten lässt (welche ich bisher gefunden habe).
Was ich viel lieber hätte wäre apt-get in Windows
Bleibt abzuwarten was Microsoft den Entwicklern evtl. für Bedingung diktiert.
Wieso also sollte ich diese über den Windows Store ziehen sollen wenn sie schon seit Jahren aufm Desktop funktionieren?
Was ich viel lieber hätte wäre apt-get in Windows
Auf der Arbeit benutz ich nur Ubuntu, da brauch ich ja auch nicht meine Steam Spiele.
Würde das App-Angebot vielfältiger sein und nicht hauptsächlich nur aus TV und Shopping-Apps bestehen, wäre das Interesse bestimmt größer.
Viele haben ihre Programme schon als Desktopanwendung entwickelt, ein kompletter rebuild für UWP kostet Geld und Zeit.
Der UWP-Konverter und die AppX-Extension für das WiX-Toolset vereinfachen die Bereitstellung im WinStore natürlich. Mal schauen wie sich das in der nächsten Zeit entwickelt.
Ich jedenfalls, begrüße die Preview des UWP-Konverters.