Windows 11: Microsoft erklärt, warum es keine Sekundenanzeige gibt
Microsoft zeigt in Windows 11 in der Systemuhr keine Sekunden an - und erlaubt nicht einmal passende Registry-Hacks. Doch warum ist das so?
In einem Blogbeitrag von Microsoft-Mitarbeiter Raymond Chen geht es darum, warum es noch immer keine gute Idee ist, Sekunden in der Taskleiste anzuzeigen - auch wenn Computer heute "mehr als 4 MiB Speicher haben".
Leistung noch immer ein Problem
Chen führt im Blog aus, dass es ganz ursprünglich einmal so war, dass Systeme mit nur 4 MiB Probleme hatten, den Code, der für die Berechnung der Uhrzeit und deren Darstellung zuständig ist, im Speicher zu halten. Da Computer heute deutlich mehr als 4 MiB zur Verfügung steht, wäre es doch eine naheliegende Idee, diese Beschränkung aufzuheben? Was also spricht dagegen, dass die Uhr in der Windows-Taskleiste nicht nur Stunden und Minuten, sondern auch Sekunden anzeigt?
Es ist (noch immer) die Leistung. Chen schreibt, dass die Wiedereinführung der Sekunden "keine gute Idee für die Performance" sei. Das gilt im Besonderen für Terminals, wo sehr viele Aktualisierungen allein für Cursor-Animationen nötig sind, aber auch für Einzelplatz-PCs. So werde "jede periodische Aktivität, die schneller als eine Minute ist, vom Windows-Leistungsteam genau unter die Lupe genommen". Der Grund ist einfach: Wiederkehrende Aktivitäten hindern die CPU daran, in einen Stromsparzustand zu gelangen.
Wenn also Leistung der limitierende Faktor ist, dann ist es für den User wichtiger, "dass dem Benutzer mitgeteilt wird, wohin seine Eingaben gehen, oder dass ein Video reibungslos abgespielt wird" - und weniger, dass die Sekunden in der Taskleiste aktualisiert werden. Die Empfehlung von Microsoft lautet daher, "dass unwesentliche periodische Zeitgeber eine Mindestdauer von einer Minute haben" und gemeinsam agieren sollen, um das Aufwachen des Systems zu minimieren.
Wie unsere Kollegen von Golem.de schreiben, ist Microsoft das Thema Sekundenanzeige in Windows 11 so wichtig, dass auch entsprechende Registry-Hacks, die unter Windows 10 noch zulässig waren, unter Win 11 nicht mehr funktionieren. Was dabei übersehen wird, ist die Tatsache, dass wohl kaum jemand eine Änderung der Registry durchführt, wenn er nicht halbwegs weiß, was er tut. Der normale Anwender dürfte gar nicht mitbekommen, dass es für die Sekundenanzeige einen Hack gibt.

Aber im Zeitalter der TFLOP-CPUs ist das alles Pillepalle.
wenn bis zum support ende von win10 kein Win12 mit allen vermissten features die 11 gekostet hat, verfügbar ist, dann hab ich nen microsoftfreien haushalt.
wenn der sekundenzeiger so viel leistung kostet: hat wer schon gescheckt, ob der taskmanager auf 100% spring, wenn sich minute oder stunde ändert?
so eine schweachsinnsnews,...
morgen dann zu lesen in PCGH: 50% mehr cpu leistung durch kalender und uhr deaktivierungshack....
Was hindert sie daran in den Source von KDE oder GNOME zu schauen um herauszufinden, wie die das geschafft haben?
Meinetwegen der Source von KDE 1.0 von 1998, die haben das Problem schon damals gelöst.
Aber vermutlich ist das Problem viel tiefer verankert, irgendwo in historischem NT Kernel code an den sich kein Entwickler mehr hin traut...
753 Kerne, Rechenleistung bis nach Meppen - und dann kam die Sekunde.
wer braucht eine Uhr in der Taskleiste ? wenn ich die Zeit wissen will dann sehe ich auf meine Armbanduhr. Völlig überflüssiger Quatsch
Früher hat mal das Gesamtsystem gelagged, wenn man keinen passenden Grafiktreiber unter Windows installiert hatte.
Aber die Sekundenanzeige als Bremse hab ich nie gesehen, weder bei CP/A, noch später.
Und da liefen die Rechner noch mit 2,4 MHz.