Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskundenversion?

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Geht es nach Microsofts Executive Vice President Terry Myerson, wird der Konzern laut Expertin Mary Jo Foley die Release-Politik von Windows Core (Endanwender) und Windows Pro (Geschäftskunden) entkoppeln, um das Update-Tempo bei Endkunden zu erhöhen und Geschäftskunden eine langlebigere Basis zu geben.

Die für gewöhnlich gut informierte Microsoft-Expertin Mary Jo Foley hat erst vor einigen Tagen Neues zum Codenamen Threshold bei Microsoft verlautbaren lassen und heute folgt der nächste Streich. Microsofts Executive Vice President Terry Myerson habe während der Credit Suisse Technology Conference erklärt, dass man die Produktzyklen von Windows Core (Endanwender) und Windows Pro (Geschäftskunden) entkoppeln will. Hintergrund sei, dass man den Lebenszyklus der Produkte in Endkundenbereich beschleunigen will, um flexibler zu werden. Das würde Unternehmen aber nicht entgegenkommen, die aufgrund des Aufwands eher längere Lebenszyklen wünschen.

Meyerson erläuterterte auf der Veranstaltung, dass Privatkunden ihr Betriebssystem lieber häufiger aktualisieren, während in Unternehmen eine langfristige Upgrade-Politik bevorzugt wird. Auch Foley sieht keinen Vorteil darin, dass Microsoft seit Windows 2000 die beiden Produktlinien aneinander gekoppelt hat. Das könnte laut ihr auch in Microsofts Strategie passen, weniger Major-Releases vorzunehmen und größere Updates bereitzustellen. Worauf sie aber wahrscheinlich hinaus will, ist, dass man Unternehmen aus den Minor-Releases, die nun deutlich öfter kommen sollen, ausklammert.

Nach der neuen Strategie würden Unternehmen dann nicht mit jährlichen Minor-Updates wie Windows 8.1 und halbjährlichen Updates wie Windows 8.1.1 (das im Frühjahr 204 kommen soll) belästigt werden, weil für die der Updateprozess zeitaufwendig und problembehaftet sein kann. Sollte Microsoft das Vorhaben in die Tat umsetzen, darf man nun gespannt sein, wie weit man geht. Trennt man die Produktzyklen komplett wie einst bei Windows 95/98 und Windows NT oder setzt man auf ein Mozilla-Konzept wie das des Firefox? Dort wird für Endkunden alle sechs Wochen ein neuer Browser veröffentlicht, während die ESR-Varianten für Unternehmen deutlich längere Laufzeiten haben, aber den Updatesprung dann gemeinsam mit einem Endkunden-Release machen.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        also 70-90% der xp rechner dürften in unternehmen stehen. Von daher hat er schon recht.
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        also 70-90% der xp rechner dürften in unternehmen stehen. Von daher hat er schon recht.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        Zitat von Artikel
        um das Update-Tempo bei Endkunden zu erhöhen
        Darf ich übersetzen .. "Um mehr Geld aus dem unbedarften Kunden quetschen zu können".
        Soll sich wohl an die uninformierte 0815 Fraktion richten, die meinen "alles neue muss besser ein".
        Zitat von Artikel
        Meyerson erläuterterte auf der Veranstaltung, dass Privatkunden ihr Betriebssystem lieber häufiger aktualisieren
        Quatsch, wo haben sie diese Desinformation her, wieder aus deren achso glaubwürdigen Internen Umfragen
        Meyerson hat wohl noch nie die BS Verteilungsgrafik gesehen, wo fast ein Drittel heutzutage noch XP benutzt :

        http://www.pcgameshardware.de/screenshots/811x455/2013/12/betriebssysteme_windows_november_2013-pcgh.png

        Bei der waghalsigen Annahme müssten außerdem alle Treiberhersteller (Drucker, Soundkarte, GPU usw usw...) da mitziehen, was sie sicher nicht tun werden, wo bei vielen Geräten heutzutage schon oft nur mehr das aktuelle BS unterstützt wird.

        Würde mich nicht überraschen, wenn das ganze indirekt den Hardwaremarkt ankurbeln soll.
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        kommt auf den Preis an, wenn ich 70 Euro jedes Jahr zahlen soll, können die das knicken. 15 Euro wäre da schon eher ok. Ich hab 2010 70 Euro für Win 7 gezahlt und werde das sicher noch 1-3 Jahre nutzen, der Hauptgrund für das Betriebsystem war bei mir das ich ein 64 Bit Betriebssystem brauchte.
      • Von pizzazz Software-Overclocker(in)
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        Für mich liest sich das als ob MS einfach nur ein Grund sucht den "niemanden" auffällt um mehr Geld zu verdienen.

        ganz genau das ist es und nichts anderes

        die sog "privatekunden"-versionen werden billiger, aber öfter verkauft bzw gehen irgendwann in ein abo mit zwangsupdate über und bei den pro-versionen geht der preis nach oben.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        AW: Windows: Trennt Microsoft Endkunden- und Geschäftskunden-Ausgabe?

        Zitat von BigBubby
        Wie ich schrieb, muss man erst mal gucken, was microsoft genau macht. Ob man z.B. für ein 8.1 bezahlen müsste oder das um sonst ist.
        Ja, mal abwarten was es finanziell für die Kunden eine Auswirkung hat.

        Solange die Updates Kostenlos bleiben, können diese gerne alle 3-6 Monate erscheinen.
        Wenn die das aber als Vorwand nehmen um alle 12-24 Monate ein "neues" Betriebssystem auf den Markt zu werfen, das man doch bitteschön zum Vollpreis kaufen soll (oder ein großes Update zum halben Preis), dann bevorzuge ich doch eher die Variante "Geschäftskunde" mit langen Zyklen.
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