Windows 11: Kommt Direct Storage zum Launch und entlastet die CPU?

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Windows 11: Kommt Direct Storage zum Launch und entlastet die CPU?
Quelle: The Verge

Es wäre denkbar, dass Microsoft die verbesserte Speicherverwaltung "Direct Storage" direkt zum Launch in Windows 11 integriert. Durch Direct Storage soll bei NVMe-SSDs der CPU-Overhead bei der Datenübertragung reduziert und damit das System beschleunigt werden.

Noch vor dem Release der Xbox Series X, am 1. September 2020, hat Microsoft eines der neuen Xbox-Features auch für Windows angekündigt. Die Xbox Series X/S unterstützt einen optimierten I/O-Zugriff auf NVMe-SSDs, der als Direct Storage vermarktet wird und den CPU-Overhead reduzieren soll. Ebendiese Technik sollte im Laufe diesen Jahres auch für Windows erscheinen.

Direct Storage als Verkaufsargument?

Bis heute ist diesbezüglich aber noch nichts passiert. Die erste Jahreshälfte ist fast geschafft und es fehlt immer noch eine konkrete Ankündigung, wann Direct Storage denn nun in Windows integriert werden soll. Wohl aus diesem Grund spekulierte Tom Warren, Chefredakteur von The Verge, dass Direct Storage womöglich zum Launch von Windows 11 kommen soll.

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Durch die geleakte ISO-Datei des neuen Betriebssystems ist bereits bekannt, dass es mit Windows 11 etwa UI-Änderungen geben soll. Wie wir bereits gestern berichteten, gibt es in der Vorabversion zudem auch Leistungsverbesserungen gegenüber Windows 10, denn das neue Betriebssystem kommt besser mit x86-Hybrid-CPUs klar.

Eine (exklusive) Unterstützung von Direct Storage würde hier gut ins Bild passen. Denn neben bahnbrechenden Features, die bei Windows 11 noch nicht zu erkennen sind, dürften vor allem Leistungsvorteile und technische Inkompatibilitäten, Stichwort DirectX, die Leute zum Wechsel bewegen.

Passend zum Thema: Microsoft Direct Storage: Auch PCI-Express-3.0-SSDs und alle DX12-GPUs werden unterstützt

Aus diesem Grund ist es durchaus denkbar, dass Microsoft Windows 11 zum Launch tatsächlich Direct Storage spendiert, und Windows 10 erst später oder gar nicht bedient wird. Auch ein Versprechen würde Microsoft damit nicht brechen: In der ursprünglichen Ankündigung von Direct Storage ist die Rede von einem Windows-Support, aber nicht explizit von Windows 10.

Quelle: Tom Warren/Twitter

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    • Kommentare (68)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Threshold
        Kommt windows 11 jetzt als update oder muss ich das ganz neu kaufen und komplett neu installieren?
        Oder kann ich drauf pfeifen und das einfach auslassen?
        Vermutlich als kostenloses Update, aber genaueres darüber werden wir wohl am Donnerstag erfahren.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Threshold
        Kommt windows 11 jetzt als update oder muss ich das ganz neu kaufen und komplett neu installieren?
        Oder kann ich drauf pfeifen und das einfach auslassen?
        Vermutlich als kostenloses Update, aber genaueres darüber werden wir wohl am Donnerstag erfahren.
      • Von raPid-81
        Zitat von PCGH_Torsten
        "Kauf mehr RAM".
        Im Ernst: Wenn in einem System eine Grafikkarte zu einem 15-25 mal höheren Preis werkelt, als in Arbeitsspeicher investiert wurde (je nach Kaufzeitpunkt), dann kann es natürlich zu Flaschenfälsen kommen, die nichts mit der Norm zu tun haben. Lange Zeit war eher so ein Verhältniss von 1:2 bis maximal 1:4 üblich. (Also 250 Euro RAM mit 1.000 Euro GPU als Extremfall, aber eher mal 300 + 600 Euro.)
        Aber selbst in deinsem System muss das nicht auftreten. In den System-RAM müssen nicht alle Texturen eines Spiels passen. Sondern nur die von Objekten, die der Spieler in absehbarer Zeit erreichen kann. Dafür reichen 16 GiB meistens noch aus. Wenn über 5 Minuten Spielzeit von 12 GiB geladenden Texturen 6 GiB wegen wechselnder Landschaften ausgetauscht werden mussten, was extrem viel wäre, dann entspricht das gerade einmal 20 MB/s Streaming-Leistung. In vielen Spielen hättest du nicht einmal bei Schnellreisen ein Problem, weil die Schnellreisepunkte meist in der "Landschaft" liegen, die einen recht überschaubaren Satz Texturen nutzt.
        Warum sollte ich denn RAM aufstocken? Könnte doch gleich eine Grafikkarte mit 128GB RAM kaufen (wenn es diese im Consumer Bereich gäbe) und hätte komplette Open World Titel geladen! Aber klar, lieber alles mit Hardware erschlagen anstatt mal das Texture-Streaming ins Jahr 2021 zu bringen.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn man mir Videos von mehr als 3 Minuten Länge vorsetzt sage ich normalerweise "was davon soll ich mir angucken?". In dem Fall kommt noch hinzu: "Was hat die X-Box mit einem PC zu tun?". Ohne System-RAM, nur mit 16 GiB-VRAM, ist Streaming direkt von der SSD natürlich extrem wichtig. Alles, was zwischen dicht aufeinander folgenden Szenen nicht gestreamt bekommt, sondern vorrätig halten muss, geht bei Konsolen zu Lasten des Texturbudgets innerhalb einer Szene und damit der Optik beziehungsweise macht diese unmöglich. Aber so eine Architektur haben wir im PC nicht. Und: Verglichen mit einer X-Box haben die meisten PCs eine nur wenig schnellere SSD (verglichen mit der PS5 gar eine deutlich langsamere), aber ein wesentlich schneller GPU. Das heißt die Rechenleistung muss bei uns als nicht nur nicht direkt vom Laufwerk bedient werden, sie kann es in relativ gleichem Maße auch gar nicht. Egal ob mit oder ohne Direct Storage.
        Puh, ich hätte nicht gedacht dass ich das mal einem Redakteur meiner Lieblings-PC-Zeitschrift sagen würde, aber "echt jetzt"? Die 10 Minuten zeigen was Sampler Feedback Streaming, zusammen mit DirectStorage, ermöglicht. Und das beschränkt sich nicht auf die Konsolen, die beiden Techniken kommen auch für den PC. Sollte also auch für "euch" interessant sein.

        Und was soll das mit 16 GB VRAM auf der Xbox Series X, ohne System-RAM? Das stimmt so einfach nicht.

        Zitat

        Der Speicher in der Xbox Series X ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Microsoft verbaut 16 GByte GDDR6 in einer asynchronen Bestückung an 320 Datenleitungen: 6 × 2 GByte und 4 × 1 GByte. 10 GByte erreichen eine Übertragungsrate von 560 GByte/s und 4 GByte müssen sich mit 336 GByte/s begnügen. Die im Vorfeld gemunkelten 20 GByte RAM ließen sich an 320 Bit zwar realisieren, wären aber auch teurer. Spielen stehen insgesamt 13,5 GByte RAM zur Verfügung, 10 GByte davon als Grafikspeicher, 3,5 GByte als System-RAM. Das Betriebssystem der Xbox Series X reserviert sich 2,5 GByte.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von gerX7a
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Jo, "vermuten", denn im Gegensatz zu dir stelle ich keine vermeintlichen Tatsachenaussagen in den Raum nur um eine persönliche Agenda durchzusetzen.
        ???

        "Microsoft on Tuesday, in a developer presentation, confirmed that the DirectStorage API, designed to speed up the storage sub-system, is compatible even with NVMe SSDs that use the PCI-Express Gen 3 host interface. It also confirmed that all GPUs compatible with DirectX 12 support the feature." (x)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        (x) Im Optimalfall alle DX12- GPU´s , aber evtl. nur DX12U-GPU´s haben dann SamplerFeedback.
        Aus meiner laienhaften Sicht ist das Auspacken ja nur ein simpler ComputeJob, geht evtl. sogar runter bis Polaris.
        Ob RDNA2-PC noch ein bisschen Anders damit umgeht, who knows. AMD muss ja net Alles veraten.

        edit: Warum Sony nen Sonderweg einschlägt erklärt sich vllt. einfach aus der Tatsache, das der kleinere Chip net soviel Shader für AsyncCompute übrig hat wie bei MS und daher die explizite Lösung.
        Sowas scheint eh ein spezielles Sony-Ding zu sein, wenn man sogar extra nochmal normale Inhalte auf der SSD komprimiert.
        Ob die Kosteneinsparung für Speicherplatz Das wert ist?
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Nichts für ungut

        Abgesehen von meinem Tablet sind in meien PC's je mindestens eine U.2 Optane SSD verbaut.
        10-60DWPD sind einfach zu verlockend in kombination mit der geringen Latenz...

        Kleiner Nachtrag: Im Falle einer DC P4801X ist das sogar recht erschwinglich
        (sofern man nicht gerade ne' Halbleiterkriese hat, wie ich gerade feststellen muss...)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von raPid-81
        Also in meine 16 GB System-RAM passen bestimmt nicht alle Texturen eines Open-World-Titels. Was sagst Du denn hierzu?
        "Kauf mehr RAM".
        Im Ernst: Wenn in einem System eine Grafikkarte zu einem 15-25 mal höheren Preis werkelt, als in Arbeitsspeicher investiert wurde (je nach Kaufzeitpunkt), dann kann es natürlich zu Flaschenfälsen kommen, die nichts mit der Norm zu tun haben. Lange Zeit war eher so ein Verhältniss von 1:2 bis maximal 1:4 üblich. (Also 250 Euro RAM mit 1.000 Euro GPU als Extremfall, aber eher mal 300 + 600 Euro.)
        Aber selbst in deinsem System muss das nicht auftreten. In den System-RAM müssen nicht alle Texturen eines Spiels passen. Sondern nur die von Objekten, die der Spieler in absehbarer Zeit erreichen kann. Dafür reichen 16 GiB meistens noch aus. Wenn über 5 Minuten Spielzeit von 12 GiB geladenden Texturen 6 GiB wegen wechselnder Landschaften ausgetauscht werden mussten, was extrem viel wäre, dann entspricht das gerade einmal 20 MB/s Streaming-Leistung. In vielen Spielen hättest du nicht einmal bei Schnellreisen ein Problem, weil die Schnellreisepunkte meist in der "Landschaft" liegen, die einen recht überschaubaren Satz Texturen nutzt.

        Zitat
        Was sagst Du denn hierzu?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das ist laut MS auch nur in Kombination DS + SFS möglich, mit der alten Pipeline wäre das Nachladen wohl zu langsam.
        Wenn man mir Videos von mehr als 3 Minuten Länge vorsetzt sage ich normalerweise "was davon soll ich mir angucken?". In dem Fall kommt noch hinzu: "Was hat die X-Box mit einem PC zu tun?". Ohne System-RAM, nur mit 16 GiB-VRAM, ist Streaming direkt von der SSD natürlich extrem wichtig. Alles, was zwischen dicht aufeinander folgenden Szenen nicht gestreamt bekommt, sondern vorrätig halten muss, geht bei Konsolen zu Lasten des Texturbudgets innerhalb einer Szene und damit der Optik beziehungsweise macht diese unmöglich. Aber so eine Architektur haben wir im PC nicht. Und: Verglichen mit einer X-Box haben die meisten PCs eine nur wenig schnellere SSD (verglichen mit der PS5 gar eine deutlich langsamere), aber ein wesentlich schneller GPU. Das heißt die Rechenleistung muss bei uns als nicht nur nicht direkt vom Laufwerk bedient werden, sie kann es in relativ gleichem Maße auch gar nicht. Egal ob mit oder ohne Direct Storage.

        Zitat von DragonX1979
        Ich wüsste nicht dass der "U.2" Standard begraben ist, zumal dieser ohnehin aus dem Servermarkt entliehen ist.
        Dass dieser bei Consumern keine große Rolle spielt, ist für mich aber nicht mal überraschend.

        M.2 ist hier schlicht Vorteilhafter. Sofern man nicht auf besonders Langlebige Enterprise SSD's setzt oder sehr viele im System benötigt.
        Hey: Dieses Post wurde auf einem Rechner mit U.2-SSD geschrieben! Mit einer PS/2-Tastatur. Und spätestens wenn ich jetzt noch einen USB-Stick ins SATA-E-Front Panel stecke, führe ich unangefochten im Schnittstellen-Bingo.
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