Windows 11: Sicherheits-Feature soll Leistungsrückgang verursachen [Update]
Jetzt aktualisiert: Der 3DMark-Entwickler UL Benchmarks hat in Tests festgestellt, dass mit einer aktiven Virtualization-based Security (VBS) bei Preview-Builds von Windows 11 ein Leistungsabfall in den Benchmarks zu vernehmen ist. Dabei spiele es eine Rolle, wie Windows 11 installiert wurde und ob VBS ein- oder ausgeschaltet ist.
Update vom 04.10.2021
Tests von PC Gamer und Computer Base haben nun ergeben, dass das eingeschaltete Sicherheitsfeature VBS sowie die HVCI (Hypervisor-protected Code Integrity) die Leistung von Spielen auf Windows 11 merklich mindert. Bei Doom Eternal soll es demnach nur wenige Frames gegeben haben und bei F1 2020 massive Einbrüche der Bildwiederholrate. Mit den eingeschalteten Sicherheitsfeatures VBS und HVCI sollen Messungen im Falle von F1 2020 188,5 Fps ergeben haben sowie 237,2 Fps, wenn VBS und HVCI deaktiviert gewesen waren.
Im Benchmark 3DMark Time Spy gab es zudem deutliche Unterschiede: Mit aktivem VBS und HVCI sollen etwa 7.000 Punkte erzielt worden sein und mit ausgestellten Sicherheitsfeatures 9.266 Punkte (hier gilt zu beachten, dass Time Spy für Windows 11 noch nicht gänzlich optimiert wurde). Sollte man sich seinen Gaming-PC jedoch selbst zusammenbauen, kann man VBS und HVCI nach Belieben ein- und ausschalten. Im Falle von OEMs werden diese Sicherheitsfeatures sehr wahrscheinlich voreingestellt sein.
Original-Artikel vom 01.10.2021
Microsoft möchte die Sicherheit ihres künftigen Betriebssystems Windows 11 möglichst hochhalten. Dafür sollen das vorgeschriebene Trusted Platform Module (TPM 2.0) und die Virtualization-based Security (VBS) sorgen. Letztere ist seit Windows 10 integriert, aber nicht automatisch aktiv. Bei Windows 11 soll sich das ändern und laut UL Benchmarks standardgemäß nach einer frischen Installation aktiviert sein. Im Falle eines Upgrades von Windows 10 auf 11 soll dies jedoch nicht gelten.
Laut Microsoft dient die VBS dazu, "einen sicheren Speicherbereich vom normalen Betriebssystem zu erstellen und zu isolieren." In diesem Bereich könne dann eine Reihe an Sicherheitslösungen gehostet werden, die für einen deutlich höheren Schutz vor Sicherheitsrisiken im Betriebssystem sorge und die Verwendung böswilliger Exploits verhindere, mithilfe derer der Schutz behindert werden soll.
Rückgang der Performance durch aktives VBS
UL Benchmarks führt diesbezüglich Tests auf PCs vor der Installation von Windows 11 und danach durch, um zu sehen, ob es Veränderungen in der Leistungsfähigkeit zu beobachten gibt. Benchmarks mit einem Preview-Build von Windows 11 sollen nun interessante Ergebnisse zutage gefördert haben. Denn laut UL Benchmarks soll das VBS-Feature für einen Rückgang der Performance verantwortlich gewesen sein.
Mehr zum Thema: Tutorial zu Windows 11: Startmenü, Taskleiste, Sound, Datenschutz und mehr
Wie bereits beschrieben, macht es einen Unterschied, wie Windows 11 installiert wurde, bezüglich des Inkrafttretens der VBS. So erziele man laut UL Benchmarks verschiedene Ergebnisse, je nach Installationsprozedur und aktiver oder nicht aktiver VBS. In Zukunft möchte der Entwickler deshalb seine Benchmarks mit einer VBS-Erkennung ausstatten, um für eine bessere Vergleichbarkeit zu sorgen.
Quelle Computer Base via UL Benchmarks, via Golem

Die Redaktion hat ein paar erste Benchmarks zum Thema erstellt. Getestet wurde mit dem Windows 11 Build 22000 (Insider Preview) auf einem Ryzen Threadripper 3970X mit GeForce RTX 3080 Ti sowohl mit deaktiviertem VBS als auch mit aktiviertem VBS (Kernisolation und Kernisolation zzgl. Speicherintegrität (HVCI)). Als Treiber kam der von Nvidia für das finale Build von Windows 11 vorgesehene GeForce 472.12 zum Einsatz.
Und dann solch ein Ergebnis
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Anscheinend gibt es mit der Kombi Probleme...denn auch hier ein unglaublich niedriger Score von 10858 P.
Vielleicht sollte PCGH mal gegentesten.
Mit der RTX 3070 habe ich auch kleine Einbußen (1-2%), aber nicht sowas.
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Ist mir insgesamt einfach auch zu viel geworden: schaue nur noch ab und zu mal in die ganzen W(7)/10/11-Fehlermeldungs-Threads rein. Bei der Menge verliert man irgendwann die Übersicht.
Interessant finde ich allerdings das neue "auf Sicherheit achten" bei MS. Wo genau liegt der Vorteil der ganzen Sicherheitssysteme für mich als Privatanwender, der absolut keine interessanten Daten auf seinem System liegen hat? Will man mir meine XCom2-Spielstände rauben und meine CP2077-Installation zerschiessen? Mit der Entscheidung, meinen Ryzen 1500X nicht mehr zu unterstützen fällt es mir daher noch leichter, meine Spiele-OS-Version eben nicht auf die aktuelle Iteration zu hieven. Sehe daher auch kein Problem darin, mit meiner Spielemaschine dann auf W11 umzusteigen, wenn die Fehlermeldungen auf ein überschaubares Maß / Woche reduziert worden sind ...
Win10 ohne VBS vs. Win11 ohne VBS sind 237,2 vs 234,8 fps - also rund 1%
Win11 mit VBS, ohne HVCI sind noch immer 234,1 fps - ebenfalls nur rund 1%.
Win10 mit VBS + HVCI sind 223,9 fps.
F1 2020 ist ein Ausreißer, die anderen getesteten Spiele zeigen keine so extremen Gefälle.
Artiekl:
Messungen im Falle von F1 2020 188,5 Fps ergeben haben sowie 237,2 Fps,