Windows 11: Kommt sicheres Dateisystem ReFS statt NTFS?
Microsoft plant, das standardmäßige Dateisystem NTFS durch das sichere ReFS zu ergänzen. Mit dem neuen Standard wird der Weg frei für mehr Speicherplatz und mehr Tempo bei der Verarbeitung großer Dateien.
Auf der derzeit stattfindenden Sicherheitskonferenz BlueHat IL 2023 hat David Weston bestätigt, dass Microsoft beabsichtigt, auf Rust als Kernel in Windows 11 zu setzen. Bislang hat Microsoft mit Windows 11 rund 36.000 Codezeilen von der älteren Programmiersprache C++ auf Rust umgestellt. Künftig sollen weitere Teile des Betriebssystem-Kernels auf die einst von Mozilla Research entwickelte Programmiersprache umgestellt werden. Neben diesem Schritt zu mehr Sicherheit soll Microsoft auch planen, das Dateisystem Resilient File System kurz ReFS in allen Versionen von Windows 11 zu unterstützen und NTFS abzulösen. Seit Anfang 2023 arbeitet Microsoft an der Integration in Windows 11.
Welche Vorteile bietet ReFS und was kann es nicht?
Bereits seit 2012 läuft ReFS auf Windows Server, falls man als Unternehmenskunde Windows 10 Enterprise oder Windows 11 Enterprise nutzt, steht ReFS bereits mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung. Bei ReFS werden Datenströme vor dem Lesen und Schreiben überprüft. Zudem steht ein Datenintegritätsscanner zur Verfügung, der die SSD und Co. regelmäßig nach Fehlern untersucht. Für mehr Resilienz wird etwa mittels Integrity Streams Prüfsummen für Metadaten und optional für Dateien erstellt. Laut Microsoft soll mit ReFS gerade große Datenblöcke effizienter bearbeitet werden können, indem zwei logische Speichergruppen namens Leistungs- und Kapazitätsebene, erstellt werden. Bei einem nicht mehr lesbaren Laufwerk soll sich das Dateisystem zuverlässiger reparieren lassen.
| Feature | ReFS | NTFS |
|---|---|---|
| Maximum file name length | 255 Unicode characters | 255 Unicode characters |
| Maximum path name length | 32K Unicode characters | 32K Unicode characters |
| Maximum file size | 35 PB (petabytes) | 256 TB |
| Maximum volume size | 35 PB | 256 TB |
Zudem unterstützt ReFS Laufwerke mit bis zu 35 Petabyte (entspricht 35.000 Terabyte) Speicherplatz, wobei jedoch aktuell nur direkt im PC verbaute SSDs oder HDDs unterstützt werden, die wahlweise wie SATA oder PCI-Express-NVMe angeschlossen sind. Für Wechselmedien, etwa USB-Sticks, soll Windows 11 auch weiterhin NTFS als Dateisystem bieten. ReFS kann weiterhin keine integrierte Komprimierung, hierfür benötigt man nach wie vor NTFS. In den nächsten Monaten soll es laut David Weston, seines Zeichens Chef von Microsoft Enterprise, die Möglichkeit für Windows Insider geben, den Rust-Kernel und weitere neue Sicherheitstechnologien in Windows 11 zu testen. Möglicherweise gibt es dann auch den offiziellen Support von ReFS in Windows 11 Home und Pro.
Ebenfalls lesenswert: Windows 11 mit ReFS? Erste Anzeichen für neues Dateisystem
Sammlung zum Einsatz vom Dateisystem ReFS in Windows 11:
- Microsoft plant, in Windows 11 künftig das Dateisystem ReFS einzusetzen und so NTFS abzulösen. Lediglich für bestimmte Bereiche, etwa USB-Sticks, bleibt NTFS die erste Wahl.
- Mit ReFS soll sich das Dateisystem zuverlässiger reparieren lassen, wenn ein Laufwerk nicht mehr lesbar ist. Bei ReFS werden Datenströme vor dem Lesen und Schreiben überprüft.
- Zudem unterstützt ReFS bis zu 35.000 Terabyte Speicherplatz.
- In den kommenden Monaten sollen Windows Insider die Option erhalten, ReFS zu testen.
Quellen: Windowslatest, Youtube


Da darfst du von mir aus gern noch mal einen Artikel zu schreiben, bei Gelegenheit
auf ReFS umstellen?
Das eigentliche Problem ist eher ob man mit HDDs solche Nachteile hat wie damals, als Apple zwangsweise von HFS+ auf APFS umgestellt hat und HDDs die absoluten Bremsklötze wurden, weil deren physikalische Beschaffenheit durch das neue Dateisystem nicht berücksichtigt wird. Da ReFS aber auch in Servern zum Einsatz kommen soll, glaube ich, dass das nicht der Fall wird, weil dort nach wie vor HDDs im großen Stil verbaut werden.
auf ReFS umstellen?