Microsoft empfiehlt: Windows-Updates einfach mal pausieren
Microsoft empfiehlt seinen Anwendern jetzt ganz offiziell, die Updates von Windows 11 während der Arbeit zu pausieren und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bislang ist das für maximal fünf Wochen am Stück möglich.
Über seinen offiziellen Kanal @MicrosoftHelps geht der Konzern aus Redmond jetzt ungewohnt offene Wege und empfiehlt seinen rund 1,6 Milliarden Anwendern , die Updates von Windows 11 während der Arbeit kurzerhand zu pausieren.
Windows 11: Microsoft ordnet Update-Pause an
Eine zumindest dem ersten Anschein nach kuriose Empfehlung, denn ausgerechnet derjenige, welcher seine Updates bislang konsequent und teils unaufhaltsam auf den heimischen PC ausgerollt hat, rät seinen Nutzern nun ganz offiziell zur temporären Update-Bremse - zumindest wenn mit dem System gearbeitet werden soll.
Wie die Website Windows Latest in einem aktuellen Bericht aufgreift, zeigt der Tweet die in Windows 11 integrierte Schaltfläche "Für 1 Woche anhalten", die sich unter "Einstellungen > Windows Update" finden lässt. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich dabei jedoch lediglich um die Spitze des Eisbergs, denn parallel evaluiert Microsoft im Insider-Programm aktuell bereits eine noch deutlich umfangreichere Update-Kontrolle, die Windows Update Controls .
Windows 11 Update pausieren: Bis zu 5 Wochen sind aktuell drin
Wer Windows 11 im stabilen Retail-Build verwendet, kann die Pausenfunktion derzeit fünfmal hintereinander aktivieren und so die Aktualisierungen seines Systems über insgesamt bis zu fünf Wochen am Stück blockieren. Anschließend ist allerdings Schluss: Sobald die letzte Pausenwoche abgelaufen ist, lädt das System die ausstehenden Patches automatisch herunter und installiert diese.
Die Empfehlung von Microsoft fällt insofern in eine bemerkenswerte Phase, denn die jüngere Vergangenheit war für Windows 11 alles andere als ohne Update-Pannen. So musste der Konzern aus Redmond im Oktober 2025 ein Notfall-Update gegen einen Wiederherstellungsfehler bereitstellen, im Januar 2026 ein Boot-Problem korrigieren und im März das fehlerhafte optionale Update KB5079391 vollständig zurückziehen.
Vor diesem Hintergrund klingt die Empfehlung von Microsoft, Updates zumindest temporär zu pausieren, in den Ohren vieler erfahrener Windows-Nutzer geradezu wie eine Beichte. Microsoft bezieht sich dabei aber explizit darauf, die Updates zu pausieren, wenn mit dem System gerade gearbeitet wird.
Pick a date: Insider können Updates bald unbegrenzt pausieren
Deutlich spannender als die offizielle Empfehlung zur einwöchigen Pause ist jedoch das, was Microsoft aktuell im Windows-Insider-Programm evaluiert und auf was Microsoft im Tweet bewusst nicht eingeht.
In den Insider-Builds 26220.8282 im Beta-Channel und 26300.8289 im Canary- und Dev-Channel hat der US-Konzern den bisherigen "Eine Woche"-Knopf schon durch eine neue "Pick a date"-Funktion ersetzt, die ein vollwertiges Kalender-Widget direkt in die Systemeinstellungen und Windows-Update integriert.
Anwender können damit ein konkretes Datum auswählen, bis zu dem die Aktualisierungen ausgesetzt werden — die Obergrenze liegt zunächst bei 35 Tagen. Der eigentliche Clou: Sobald sich das Ende dieses 35-Tage-Fensters nähert, lässt sich der Kalender erneut öffnen und die Pause beliebig verlängern. Durch dieses Verketten der Pausen können engagierte Anwender ihre Windows-11-Updates theoretisch zeitlich unbegrenzt aussetzen — eine Funktionalität, die bislang fehlte.
Microsoft selbst stützt die geplante Generalüberholung der Update-Kontrolle auf die mehr als 7.621 Feedback-Einträge aus dem Insider-Programm und verfolgt damit das übergeordnete Ziel, die gesamte Windows-Update-Erfahrung mittelfristig auf einen einzigen monatlichen Neustart zu reduzieren.
Aus reinen Sicherheitsaspekten ist eine dauerhafte Pause der Aktualisierungen zwar weiterhin nicht zu empfehlen, das schiere Vorhandensein einer derart granularen Kontrolle markiert dennoch eine 180-Grad-Wende der bisherigen Update-Politik von Microsoft.
Vier neue Knöpfe: Power-Menü erhält Redesign
Auch das Power-Menü von Windows 11 wurde im Insider-Programm überarbeitet. Statt der bisherigen Optionen "Aktualisieren und herunterfahren" sowie "Aktualisieren und neu starten" stehen zukünftig nun gleich vier separate Knöpfe zur Verfügung:
- Aktualisieren und herunterfahren
- Herunterfahren (ohne Update)
- Aktualisieren und neu starten
- Neu starten (ohne Update)
Damit lässt sich der PC nach Feierabend abschalten oder neu starten, ohne dass ein heruntergeladenes Update zwangsweise installiert werden muss. Zusätzlich erhalten die kryptisch betitelten Treiber-Updates eine eindeutige Geräteklassen-Bezeichnung — Anwender sehen ab sofort direkt, ob ein Update den Grafiktreiber, das Audio-Interface, den Akku-Controller oder eine USB-Erweiterung betrifft. Eine nützliche Anpassung.
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Quelle: Microsoft via Windows Latest

Wir sind auch Microsoft Partner und es ist deren eigene Empfehlung.
-Grafiktreiber Update: plötzlich liegen keine Streams mehr
-BIOS Update: System Bricks, Instabilitäten
-Windows Update: WLAN Treiber deinstalliert, Drucker nicht mehr funktionsfähig, Drucker Server nicht mehr erreichbar etc
...
Es hat schon seinen Grund, warum Firmen LTS Versionen verwenden und Updates pausieren und nicht ständig das Neueste installieren müssen
Meine läuft eben sauber und stabil.
Also wie gesagt, sitzt das Problem vor dem PC
Ich nutze Windows seit 3.11 und habe es in den letzten 25 Jahren genau 2 mal erlebt, dass es ein Problem mit einem Update gab. Unter Windows 10 musste ich ein mal die Widerherstellungspartition vergrößern um ein Update installieren zu können und unter Vista gab es ebenfalls mal ein Update, dass immer fehlgeschlagen war, da half dann nur eine Neuinstallation.
Die ganze Thematik mit Updateproblemen wird heut zu Tage unheimlich aufgebauscht. Was viele vergessen ist, dass in aller Regel nur ein sehr kleiner Teil der Nutzer davon überhaupt betroffen ist. Zu Windows 95/98-Zeiten war die Situaion sicherlich deutlich schlimmer aber da wurde sowas eben noch nicht im Internet breit getreten ohne Ende.
Ist dann immer herrlich, wenn plötzlich 50 PCs nicht ins WLAN kommen oder nicht drucken können weil man wieder am Druckertreiber rumgepfuscht hat