Windows 11: Januar-Update KB5074109 sorgt für Boot- und Systemfehler - Microsoft bestätigt Probleme
Das Windows-11-Januar-Update KB5074109 führt laut Microsoft auf einigen PCs zu Start- und Boot-Problemen mit UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME-Fehler. Zusätzlich treten weitere System- und App-Fehler auf - teils sind Hotfixes bereits verfügbar.
Microsoft hat bei Windows 11 keinen guten Start ins Jahr, denn es gibt den zweiten kritischen Fehler für den Januar-Patch. Die Redmonder haben bestätigt, dass das Sicherheitsupdate KB5074109 vom 13. Januar 2026 für Windows 11 (25H2 und 24H2) bei einer begrenzten Zahl von PCs dazu führen kann, dass das System nicht mehr bootet. Betroffene Geräte bleiben nach der Installation beim Start stehen und zeigen einen UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME-Fehler (Stop Code 0xED), der eine manuelle Wiederherstellung erfordert.
Laut Microsoft ist noch unklar, wie viele Geräte tatsächlich betroffen sind und welche spezifische Hardware- oder Systemkonfiguration den Fehler auslöst. Der Konzern sammelt derzeit Telemetriedaten von Anwendern und IT-Administratoren, um das Problem besser einzugrenzen.
Boot-Probleme mit "UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME"
Betroffene PCs zeigen nach dem Start eine schwarze Fehlerseite ("Black Screen of Death") und geben den Hinweis, dass ein Startvorgang nicht möglich ist. Die automatische Reparatur via Windows Recovery Environment (WinRE) hilft in vielen Fällen, doch es gibt Berichte, nach denen WinRE nicht immer erfolgreich arbeitet - teils bleibt nur eine Neuinstallation per ISO als Ausweg.
Mehrere bekannte Fehler im Januar-Update
Neben Boot-Problemen haben Nutzer und Microsoft weitere Fehler im Zusammenhang mit dem Update gemeldet und dokumentiert. Das Update gilt als besonders problematisch und wird entsprechend von vielen für den Niedergang der Qualität bei Microsoft exemplarisch angeführt.
- Black Screen und System-Fehler: Teile der Anzeige oder kurzzeitige Black Screens nach dem Start sind beobachtet worden.
- Outlook Classic Abstürze: E-Mail-Client stürzt bei bestimmten Kontotypen ab.
- Fehler beim Herunterfahren und Ruhezustand: Einige Systeme starten statt auszuschalten neu oder können nicht schlafen gehen.
- Remote-Desktop- und Explorer-Probleme: Verbindungsabbrüche und UI-Anomalien im Dateimanager dokumentiert.
- Apps können einfrieren oder Fehler werfen: Anwendungen, insbesondere bei Zugriff auf Cloud-Speicher, reagieren unzuverlässig.
Diese Probleme haben teils schon Hotfixes und Out-of-Band-Updates nach sich gezogen. Letzte Woche berichtete PCGH bereits über mehrere nötige Notfall-Patches.
Reaktion von Microsoft und Empfehlungen
Offiziell rät Microsoft derzeit, das Update nicht vorschnell zu deinstallieren, wenn keine Probleme auftreten - die Sicherheits- und Stabilitätsverbesserungen sollen essenzielle Lücken schließen. Allerdings wird bei bereits auftretenden Fehlern empfohlen, bekannte Workarounds zu prüfen, etwa Reparaturen über Windows Recovery oder temporäre Updates, bis ein finaler Fix verfügbar ist.
IT-Verantwortlichen wird geraten, Rollouts kontrolliert durchzuführen und vor größeren Deployments entsprechende Backups und Tests einzuplanen. Für Heimanwender gilt: Vor kritischen Anwendungen des Updates ggf. eine Systemsicherung anlegen. PCGH rät generell, die monatlichen Updates nicht sofort zu installieren, wenn sie keine kritischen Sicherheitslücken schließen und das System ohne Probleme läuft. Zu häufig hatte Microsoft zuletzt kritische Fehler in den Updates, wo sich Abwarten lohnen kann. Ersatzweise empfiehlt es sich, vor Updates eine Sicherheitskopie des Betriebssystems zu ziehen, die man im Bedarfsfall einfach zurückspielen kann.
Quelle: Microsoft

Hier nutzt doch eigentlich jeder GNU/Linux oder BSD.
Wobei man auch fairer Weise sagen muss, das 2026 sich bisher nicht gerade durch positive Nachrichten ausgezeichnet hat. Und wir haben noch nicht mal einen ganzen Monat hinter uns. Das lässt böses ahnen für den Rest des Jahres....
Es muss schon ein ziemlicher Fuckup passieren, damit die Boulevardpresse & Co. über sowas berichten. Siehe Vorfälle mit CrowdStrike oder Cloudflare. Die Fachseiten wie Heise, Golem, PCGH, BornCity, Computerbase, Caschys Blog etc. berichten alle über Microsoft-Fuckups. Die eine Seite mehr, die andere weniger...
Also noch einmal die Frage. Wüssten wir von dem Problem wenn Microsoft nichts dazu gesagt hätte?