Microsoft duldet Raubkopien in China
Quelle: Microsoft
(Bild: jeenaparadies.net)
Wie Bill Gates in einem Interview mit dem Fortune Magazine mitteilt werde man in China besser mit Linux konkurrieren können, wenn es Softwarepiraterie gibt. In China ist ein Windows-/Office-Paket bereits ab umgerechnet etwa drei US-Dollar zu haben. Mit diesem Preis liegt man unter einer Linux-Version, da diese mehr Datenträger benötigt.
Das hört sich nach einer Kehrtwende in Microsofts Politik an. Vater des neuen Vorgehens ist Tim Chen, neuer Chef bei Microsoft in China und vorher bei Motorola für die Geschicke in China zuständig. Der Kurswechsel soll einer neuen langfristigen Strategie dienen.
150 Millionen Computer sind in China bereits im Einsatz. Microsoft verdient an jedem zurzeit etwa sieben US-Dollar. Das ist zwar noch weit entfernt von dem, was in anderen Ländern üblich ist (100 bis 200 US-Dollar für ein PC mit Windows und Office), aber auf Dauer könnten Raubkopien sich rentieren. Wer sich erstmal an ein Microsoft-Betriebssystem gewöhnt hat, wird in der Regel zu einem recht treuen Kunden und kauft früher oder später sein Betriebssystem.
Ähnliche Vorgehensweisen hat Microsoft bereits letztes Jahr in Entwicklungsländern gestartet. Hier werden Lizenzen kostenlos abgegeben.
