Windows 11: Microsoft Store löst Download-Bremse nach Jahren
Microsoft hat mit dem Juni-Update KB5094126 die jahrelang gedrosselten Downloads im Microsoft Store von Windows 11 beschleunigt. Wer bislang minutenlang auf App-Updates wartete, kann jetzt endlich die volle Bandbreite nutzen.
Microsoft hat am Patch-Tuesday das kumulative Juni-Update KB5094126 für die neuesten OS-Builds 26200.8655 und 26100.8655 alias Windows 11 25H2 und 24H2 veröffentlicht und damit neben dem Low Latency Profile für CPUs zudem auch zwei weitere Optimierungen für den hauseigenen Microsoft Store ausgerollt, welche im Änderungsprotokoll wiederum nur ganz beiläufig Erwähnung finden. Wem das Schneckentempo des Stores bislang negativ aufgestoßen ist, wird diese Fehlerkorrekturen mit größter Genugtuung zur Kenntnis nehmen.
Microsoft Store: KB5094126 beendet die Download-Drossel
Mit Übertragungsraten zwischen 200 KiB und 4 MiB pro Sekunde lud der Microsoft Store Apps selbst an Gigabit-Anschlüssen deutlich langsamer als jeder Browser, und während Steam an derselben Leitung ein komplettes Spiel in nur wenigen Minuten bezieht, quälte sich der Store mitunter zwanzig Minuten durch ein App-Update, welches nur 500 MiB groß ist, oder pausierte ohne erkennbaren Grund.
Dieses Update enthält grundlegende Änderungen, welche die Download-Leistung und die Bandbreitennutzung verbessern. — Microsoft
Das Phänomen war weder von der Internetanbindung noch von der eingesetzten Hardware abhängig und begleitete Windows 11 seit Jahren. Jetzt soll es im Rahmen des Juni-Updates endlich gelöst worden sein.
Downloads: Was das Juni-Update im Microsoft Store ändert
Windows Latest hat das Verhalten nach der Installation des kumulativen Updates KB5094126 überprüft: Ein rund 700 MiB großes App-Update lief dabei an einer Leitung mit lediglich 30 Mbit/s konstant mit etwa 3 MiB/s durch, "erstmals ohne Pausen und unter voller Ausnutzung der verfügbaren Bandbreite", wie die Website betont.
Im offiziellen Änderungsprotokoll hält sich Microsoft bedeckt und spricht lediglich von grundlegenden Änderungen an Download-Leistung und Bandbreitennutzung. Ob der US-Konzern aus Redmond die Konfiguration des BITS-Hintergrunddienstes, des sogenannten "Background Intelligent Transfer Service", angepasst oder aber die Priorisierung der Downloads geändert hat, bleibt offen.
Träge Oberfläche: Der UWP-Unterbau bleibt das Grundproblem
Am zähen Bediengefühl des Microsoft Store ändert KB5094126 hingegen nichts. Die App basiert nach wie vor auf dem veralteten UWP-Framework, das Animationen nicht bildratenunabhängig über den Compositor rendert; Seitenwechsel und Scrollen wirken entsprechend ruckelig. Der Microsoft Store ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß.
Eine Neuauflage auf Basis von WinUI 3 gilt als logischer Schritt, derzeit kämpft das Framework jedoch noch mit einem Tearing-Problem beim Skalieren von Fenstern, dessen Behebung Microsoft für den Sommer angekündigt hat. Es besteht also durchaus Grund zur Zuversicht auf baldige Besserung.
Immerhin: Die schwebende Copilot-Schaltfläche, die der Hersteller zwischenzeitlich im Store erprobte, ist mittlerweile wieder verschwunden. Dennoch bleibt das gesamte Betriebssystem eine einzige große Dauerbaustelle, und daran wird sich leider voraussichtlich so schnell auch nichts ändern.
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Quelle: Microsoft via Windows Latest
