Linux-Erfinder wettert gegen Apple und Microsoft
Auf der letzte Wochen in Melbourne abgehaltenen "linux.conf.au"-Konferenz wurde der anwesende Gründer des Linux-Open-Source-Projekts Linus Torvald zu seiner Meinung über Apples und Microsofts aktuelle Betriebssysteme OS X beziehungsweise Vista befragt.[br]
Linux-Erfinder Linus Torvald findet das OS-X-Dateisystem "nicht sehr gelungen".
Die gegebene Antwort darauf überraschte etwas. So bezeichnete Torvald Apples Leopard zwar als das bessere Betriebssystem, fügte jedoch in gleichen Atemzug hinzu, dass es teilweise wesentlich schlechter zu programmieren sei als Vista. So bezeichnete er zum Beispiel das Dateisystem von OS X als "absoluten Müll".
Weiterhin warf er beiden Unternehmen das Bestreben vor die gesamte Systemumgebung kontrollieren zu wollen und die Anwender ständig zu neuen Hardware- und Softwareupdates zu zwingen. Laut seiner Meinung sollte ein Betriebssystem "unsichtbar" sein.
Als Bedeutendste Entwicklungen für sein eigenes Betriebssystem bezeichnete er die verbesserten Stromsparmaßnahmen des Systemkerns und die Verwendung von Linux beim OLPC-Projekt und Asus Eee-PC. Dabei vergaß er auch nicht Linux als das universelle Betriebssystem für alle möglichen elektronischen Geräte von Computern bis zu Mobiltelefone anzupreisen.
Zum Schloss lobte er noch Googles Beitrag zur Entwicklung von Open-Source-Software, obwohl er das Unternehmen zunächst als "schwarzes Loch" für talentierte Programmierer gehalten hatte.
