Windows 11: Microsoft entfernt FAT32-Partitionsgrößenlimit . nach fast 30 Jahren

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Windows 11: Microsoft entfernt FAT32-Partitionsgrößenlimit . nach fast 30 Jahren
Quelle: Microsoft

Microsoft wird das Partitionsgrößenlimit für das im Sommer 1996 mit Windows 95B eingeführte FAT32-Dateisystem unter Windows 11 endlich von 32 Gigabyte auf 2 Terabyte erhöhen, wie das Unternehmen aus Redmond offiziell bekannt gegeben hat.

Microsoft wird das Partitionsgrößenlimit für das im Sommer 1996 mit Windows 95B eingeführte FAT32-Dateisystem, welches die Vorgängerversion FAT16 ergänzen sollte, endlich von maximal 32 Gigabyte auf 2 Terabyte erhöhen, wie das Unternehmen aus Redmond jetzt offiziell auf seinem Windows Blog bekannt gegeben hat. Diese Erweiterung trifft vorerst nur auf die Kommandozeile zu, die von Anwendern bevorzugte Benutzeroberfläche ("GUI") soll aber später ebenfalls folgen.

Beim Formatieren von Festplatten über die Befehlszeile mit dem Befehl "Format" haben wir die Größenbeschränkung für FAT32 von 32 GB auf 2 TB erhöht. - Microsoft -

FAT32-Partitionen mit mehr als 32 Gigabyte lassen sich erstmals mit der neuesten Windows 11 Insider Preview Build 27686 nutzen, später soll diese Änderung auch auf die stabilen Builds des Betriebssystems ausgerollt werden. Das Größenlimit wurde willkürlich gewählt und der Dialog für die Laufwerksformatierung wurde über Jahrzehnte nicht mehr aktualisiert, wie Dave Plummer, ein ehemaliger Softwareentwickler bei Microsoft, erst im März verraten hatte.

Sowohl Windows 11 als auch Windows 10 können bereits lange FAT32-Partitionen mit mehr als 32 Gigabyte lesen und auch auf diese zugreifen. Für die Formatierung von Datenträgern, die größere FAT32-Partitionen als 32 Gigabyte aufweisen sollten, benötigten Anwender bislang allerdings eine Drittanbietersoftware.

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Quelle: Microsoft via The Verge

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die NTFS-Partition mit den eigentlichen Windows-Dateien ist bei einer regulären/automatischen Microsoft-Installation die zweite Partition im System. Ebenso normal ist allerdings auch, dass Bootmgr auf die erste Partition geschrieben wird, die zwecks Nutzung als EFI-Partition automatisch FAT32 formatiert wird. Die Frage, die ich stelle, lautet: Aber muss das so sein?
        Wie gesagt kann ich gerade kein extra System mit manuell in NTFS formatierter ersten Partition aufsetzen. Aber zumindest das BIOS meines antiken Netbooks hat kein Problem damit, Bootmgr von einer (automatisch!) NTFS-formatierten Partition zu laden. Also wäre ich zuversichtlich, dass das weiterhin klappt. Es wird halt nur zusätzlicher Code über die Selbstverwaltung eines UEFI hinaus benötigt und das bedeutet zusätzliche Komplexität und zusätzliche Risiken, die man während eines UEFI-Flashs nicht unbedingt haben möchte. Man sollte auch etwaige anhängende Rattenschwänze nicht unterschätzen, die eine universelle NTFS- oder exFAT-Unterstützung für alle Low-Level-Funktionen nach sich ziehen könnte. Stichwort Speicherverwaltung.

        P.S.: Bootloader muss das UEFI überhaupt nicht selbständig erkennen, es kann in der GPT nachgucken, wo sie zu finden sind. Aber damit eine Partition zum Bootlaufwerk wird (was z.B. regulären Windows-Partitionen seit Vista nicht mehr machen), muss sie natürlich nicht nur einen Bootloader enthalten, sondern dieser Speicherbereich muss für das UEFI auch lesbar sein.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die NTFS-Partition mit den eigentlichen Windows-Dateien ist bei einer regulären/automatischen Microsoft-Installation die zweite Partition im System. Ebenso normal ist allerdings auch, dass Bootmgr auf die erste Partition geschrieben wird, die zwecks Nutzung als EFI-Partition automatisch FAT32 formatiert wird. Die Frage, die ich stelle, lautet: Aber muss das so sein?
        Wie gesagt kann ich gerade kein extra System mit manuell in NTFS formatierter ersten Partition aufsetzen. Aber zumindest das BIOS meines antiken Netbooks hat kein Problem damit, Bootmgr von einer (automatisch!) NTFS-formatierten Partition zu laden. Also wäre ich zuversichtlich, dass das weiterhin klappt. Es wird halt nur zusätzlicher Code über die Selbstverwaltung eines UEFI hinaus benötigt und das bedeutet zusätzliche Komplexität und zusätzliche Risiken, die man während eines UEFI-Flashs nicht unbedingt haben möchte. Man sollte auch etwaige anhängende Rattenschwänze nicht unterschätzen, die eine universelle NTFS- oder exFAT-Unterstützung für alle Low-Level-Funktionen nach sich ziehen könnte. Stichwort Speicherverwaltung.

        P.S.: Bootloader muss das UEFI überhaupt nicht selbständig erkennen, es kann in der GPT nachgucken, wo sie zu finden sind. Aber damit eine Partition zum Bootlaufwerk wird (was z.B. regulären Windows-Partitionen seit Vista nicht mehr machen), muss sie natürlich nicht nur einen Bootloader enthalten, sondern dieser Speicherbereich muss für das UEFI auch lesbar sein.
      • Von Majima Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Dass das Windows in der zweiten, NTFS-formatierten Partition nicht erkannt wird hat auf alle Fälle den schlichten Grund, dass diese GPT nicht als Boot-Laufwerk bekannt ist und auch gar keinen Boot-Loader enthält. Da gibt es natürlich nichts zu erkennen.
        Ich glaube, da hast du mich missverstanden. Von einer zweiten Windows-Systempartition war nie die Rede. Die Prämisse war: Der Windows-Bootmanager wird gelöscht oder beschädigt, und das UEFI erkennt nicht mehr, dass die Windows-Systempartition nach wie vor vorhanden und startbereit ist, weil es nur auf der EFI-Partition nach Bootloadern schaut und alles weitere dann diesen überlässt. „Beschädigt“ kann auch heißen, dass der Eintrag noch da ist, das UEFI also einen Bootmanager findet und starten kann, dieser aber nicht in der Lage ist, das Betriebssystem zu laden. Wenn die ganze EFI-Partition korrumpiert ist, wird das UEFI aber eher überhaupt keine Bootloader mehr finden. Dass die eine oder bei Multiboot-Systemen mehrere Systempartitionen vorhanden und intakt sind, ist dem UEFI egal, es ist schlichtweg nicht dafür zuständig, das zu überprüfen. Deswegen muss es dafür auch nicht zu anderen Dateisystemen als FAT32 kompatibel sein – die EFI-Partition ist immer in FAT32 formatiert, den Rest müssen nur die jeweiligen Bootloader lesen können. (Es wäre halt nur zum Flashen von USB-Sticks nützlich, wenn diese auch zumindest in exFAT formatiert sein dürften. )
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Muss ich bei Zeiten mal ausprobieren. Ich dachte bislang immer, die automatisch angelegte Boot-Partition wäre nur wegen ihrer knappen Größe in FAT32 formatiert. Seitens Windows ist sie auf alle Fälle optional oder war das zumindest lange Zeit. Ich überlege gerade, wann ich das letzte Mal Windows in ein vorpartitioniertes Laufwerk installiert habe, wo kein Platz für zusätzliche Boot-Partitionen war, aber bei 7 ging das auf alle Fälle noch und ich glaube, ich habe es auch einmal mit 10 gemacht. Kann aber nicht mehr sagen, welches Format da genutzt wurde – bei der besser in Erinnerung gebliebenen war C:\ aus anderen Gründen ohnehin FAT32, da kann ich gerade keine Schlüsse draus ziehen.

        Dass das Windows in der zweiten, NTFS-formatierten Partition nicht erkannt wird hat auf alle Fälle den schlichten Grund, dass diese GPT nicht als Boot-Laufwerk bekannt ist und auch gar keinen Boot-Loader enthält. Da gibt es natürlich nichts zu erkennen.
      • Von Majima Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        den zusätzlichen Code für NTFS brauchen sie ja eh zur Erkennung bootbarer Systeme.
        Ist nicht genau dafür die EFI-Partition da, die immer in FAT32 formatiert ist? Der Windows-Bootmanager liegt dort, und auch die für den Start relevanten GRUB-Bestandteile werden dort abgelegt. Auf mehr guckt UEFI meines Wissens nach nicht – alles weitere, wie nach den zu bootenden Systempartitionen Ausschau zu halten, regeln ja gerade die Bootloader. Ich kann locker die Linux-SSD abklemmen und UEFI wird mir weiterhin die Boot-Option dafür anzeigen, denn die EFI-Partition befindet sich auf der Windows-SSD und der GRUB-Eintrag ist nach wie vor drin, nur GRUB macht dann nicht mehr mit, weil alle restlichen Bestandteile fehlen, die in /boot auf der abgeklemmten SSD liegen.

        Wenn man umgekehrt den Windows-Bootmanager von der EFI-Partition löscht, ist es dem UEFI egal, dass da noch eine große NTFS-Partition mit Windows vorhanden ist – da braucht es dann erst einen Windows-Installationsstick, der den Bootloader mit an Bord bringt, die „verwaiste“ Windows-Partition erkennt und den Bootmanager neu auf die EFI-Partition schreibt. Könnte UEFI selbstständig die NTFS-formatierte Windows-Systempartition als solche erkennen, wäre das wohl kaum nötig bzw. hätte man dann sicher schon einen einfacheren Weg implementiert, wenn man bedenkt, wie viele Fälle eines nicht bootenden Windows auf defekte Bootmanager bzw. korrumpierte EFI-Partitionen zurückzuführen sind.
        Zitat von chill_eule
        Ich lad die Dateien seit Jahren in C:\BIOS und mach von da die Updates.
        UEFI-Images zum Updaten direkt auf C: abzulegen und von dort zu laden habe ich tatsächlich nie probiert, was sich aber auch erübrigt, wenn man sowieso BitLocker auf allen NTFS-Partitionen aktiviert hat, womit UEFI erst recht nichts anfangen kann.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Eigentlich können mittlerweile alle UEFIs von anderen Formaten lesen, den zusätzlichen Code für NTFS brauchen sie ja eh zur Erkennung bootbarer Systeme. Aber er ist natürlich eine weitere Fehlerquelle, während FAT32 das native Dateisystem des UEFIs selbst ist. Und spätestens wenn man Hardware-Flashback nutzen will, ist man sowieso wieder bei letzterem. Mit komplexeren Formaten können die Mikrocontroller nicht umgehen und zumindest ich würde an so einer grundlegenden Stelle auch keine Hardware wollen, die für komplexeres geschrieben wurde. FAT32 und einiges, was (nur) damit umgehen kann, hat die nette Eigenschaft aus einer Zeit zu stammen, in der die Bereitschaft von Entwicklern für die Fehlersuche noch länger war als der Programmcode. Oder anders gesagt: Als es noch Bugfreies gab.

        Schade, dass Microsoft damals nicht mehr auf größere Dateinamen geachtet hat, obwohl die DVD schon ein Jahr früher finalisiert wurde und damit eigentlich jedem klar war, dass >4 GiB Daten künftig am Stück auftreten werden. Mit dem Funktionsumfang von FAT+ wäre Fat32 bis heute für externe Datenspeicher ausreichend und wesentlich einfacher als exFAT.
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