Nach 41 Jahren: Editor bekommt Update - Windows-11-Nutzer werden gewarnt
Jetzt aktualisiert: Im März getestet, jetzt für die breite Masse der Windows-11-Nutzer verfügbar: Microsoft spendiert dem 41 Jahre alten Windows Editor eine hilfreiche Funktion.
Original-Artikel vom 08. Juli 2024: Bei den "Retro"-Anwendungen für Windows schlägt Microsoft verschiedene Wege ein. Während das 28-jährige Wordpad nach all den Jahren seinen Ruhestand mit Windows 11 feiert, bekommt eine ähnliche und sogar noch deutlich ältere Anwendung ein weiteres Update. Es geht um das Windows Notepad, unter deutschen Nutzern auch bekannt als der Windows Editor - der Notizblock des Betriebssystems, wenn man so will. Der wurde unter MS-DOS im Jahr 1983 von Microsoft eingeführt und wird nach 41 Jahren immer noch gepflegt.
Editor bekommt Rechtschreibprüfung und Autokorrektur
Windows-11-Insider konnten das Update für den Editor schon im März begutachten, doch mittlerweile dürfen sich alle Nutzer von Windows 11 an der Neuerung erfreuen. Der Text-Editor verfügt nun über eine Rechtschreibprüfung inklusiver Autokorrektur. Wie Windows-Anwender das von anderen Textverarbeitungsprogrammen kennen sollten, werden Stellen im Text ab sofort mit farblichen Wellenlinien markiert, sodass der Autor sieht, wo er vermeintlich fragwürdiges Vokabular verwendet hat.
Fehler werden anschließend von der Autokorrektur erfasst und schließlich automatisch korrigiert. Die Rechtschreibprüfung und Autokorrektur sollen standardmäßig für Windows-11-Nutzer aktiviert sein. Im Menü des Editors können diese entweder komplett ausgeschaltet oder auch für verschiedene Dateiformate angepasst werden. Wie Tom's Hardware berichtet, wurden im Jahr 2018 - damals noch unter Windows 10 - einige Änderungen am Editor vorgenommen. Dazu gehörten Suchen/Ersetzen-Funktionen, Textzoom und Zeilennummern mit aktiviertem Zeilenumbruch (plus einige Leistungssteigerungen bei großen Dateien).
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Wie bereits angesprochen, muss das Wordpad weichen, während der Editor und Word als Textverarbeitungsprogramme verbleiben. Seit dem Preview Build 26020 für Windows Insider ist das Wordpad bei Windows 11 Geschichte. Laut Tom's Hardware galt die Rechtschreibprüfung immer als eine "Premiumfunktion" bei Microsoft und wurde nie im Wordpad aufgenommen. Daher könne die Einführung im Editor als "willkommene Überraschung" betrachtet werden.
Keine Sicherheitsupdates für diverse Windows-11-Versionen mehr
Update vom 12. Juli 2024: Nachdem der Windows Editor mit neuen Features ausgestattet worden ist, erhebt Microsoft den mahnenden Zeigefinger. Am 8. Juli gab der Konzern eine "90-Tage-Erinnerung" heraus, um auf das bevorstehende Service-Ende am 8. Oktober 2024 für bestimmte veraltete Versionen von Windows 11 hinzuweisen. In der Meldung heißt es dazu:
"Am 8. Oktober 2024 läuft der Service für Windows 11, Version 21H2 (Enterprise, Education und IoT Enterprise) und Windows 11, Version 22H2 (Home und Pro) aus. Das kommende Sicherheitsupdate vom Oktober 2024, das am 8. Oktober 2024 veröffentlicht wird, wird das letzte verfügbare Update für diese Editionen sein. Nach diesem Datum erhalten Geräte mit diesen Editionen keine monatlichen Sicherheits- und Vorschauupdates mehr, die Schutz vor den neuesten Sicherheitsbedrohungen bieten."
Deshalb empfiehlt Microsoft Anwendern der genannten Versionen einen raschen Umstieg auf Windows 11, Version 23H2. Denn bei dieser würde das Gerät weiterhin geschützt und monatlich Updates für die Sicherheit ausgerollt werden. Passend dazu hatte Microsoft am Folgetag das Windows-Sicherheitsupdate vom Juli 2024 veröffentlicht, welches die Versionen 23H2 und 22H2 betrifft. Highlights, Verbesserungen und bekannte Probleme des neuen Updates KB5040442 finden Sie auf der entsprechenden Webseite des Microsoft-Supports.
Quelle: via Tom's Hardware, Microsoft


Da müsste man wieder eine Auswahl einfügen. Aber im Prinzip hat man die doch heute schon im Start- respektive Neue-Datei-Kontextmenü: Wenn ich den Editor/"Textdatei" wähle, dann ist mir Rechtschreibung egal, wenn ich "Writer"/-Dokument wähle, dann will ich was mit Rechtschreibprüfung machen.
Vielleicht wäre es aber ein gangbarer Kompromiss die Rechtschreibprüfung nur bei *.txt und *.md an zu haben, sie bei anderen Dateitypen aber aus zu lassen.
Da müsste man wieder eine Auswahl einfügen. Aber im Prinzip hat man die doch heute schon im Start- respektive Neue-Datei-Kontextmenü: Wenn ich den Editor/"Textdatei" wähle, dann ist mir Rechtschreibung egal, wenn ich "Writer"/-Dokument wähle, dann will ich was mit Rechtschreibprüfung machen.