Brief an Windows-User: Microsoft informiert über Zukunftspläne
Da Microsoft-Gründer Bill Gates ab Ende dieser Woche keine aktiven Firmen-Aufgaben mehr wahrnimmt, hat Senior Vice President Bill Veghte einen offenen Brief an die Microsoft-User geschrieben.
Quelle: http://www.microsoft.com
Microsofts Senior-Vice-President Bill Veghte erläutert in einem offenen Brief die Zukunft der Windows-Betriebssysteme. (Bild: Microsoft)
In diesem geht es laut winfuture hauptsächlich um die Zukunft der Windows-Betriebssysteme XP, Vista und den kommenden Vista-Nachfolger Windows 7. In Bezug auf Windows XP betonte Veghte nochmals, dass ab Ende Juni 2008 keine Retail-Pakete des beliebten Betriebssystems mehr an die Einzelhändler ausgeliefert werden. Der Support für Windows XP soll jedoch bis 2014 weitergeführt werden, sodass es auch in Zukunft aktuelle Sicherheitsupdates geben wird.
Über die sogenannte Downgrade-Option kann man beim Kauf eines Computers mit der Vista Business Edition auch nach dem 30. Juni noch neue XP-Professional-Versionen erwerben. Die Home Edition wird hingegen nur noch in Verbindung mit neuen Billig-PCs oder -Notebooks erhältlich sein. Für interessierte Privatkunden wird es auch weiterhin die System-Builder-Versionen zu kaufen geben, die vom Einzelhandel noch bis Ende Januar nächsten Jahres geordert werden können.
In Sachen Windows Vista geht Veghte eingangs auf die Sicherheit des Direct-X-10-Betriebssystems ein. So hätten die mit Vista eingeführten Verbesserungen im Bereich der Systemsicherheit die Bedrohung durch Schadsoftware erheblich gemindert. Zudem habe man seit der Markteinführung von Vista im Vergleich zu Windows XP SP2 nur die Hälfte an kritischen Sicherheitslücken schließen müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rechner mit Schadsoftware infiziert wird soll bei Vista etwa 60 Prozent niedriger sein als beim Vorgänger.
Auch den Hardware- und Softwaresupport von Windows Vista hob der Microsoft-Vize hervor. So werden bislang rund 77.000 Hardwarekomponenten vom Redmonder Betriebssystem unterstützt, was in etwa doppelt so viele sind, wie zu Anfang. Auch auf der Softwareseite habe sich einiges getan, so werden aktuell Patches für rund 125 Spiele über Windows Update angeboten, sodass diese auch unter Vista problemlos laufen.
Die Zukunft von Microsoft hört auf den Codenamen Windows Seven und soll wie bereits berichtet in den Grundzügen auf Vista basieren. Laut Bill Veghte habe Microsoft viel aus den Rückmeldungen der Kunden zu Windows Vista gelernt und man möchte diese Erkenntnisse in die Entwicklung von Windows 7 einbinden. Mit dem für Anfang 2010 angekündigten Betriebssystem wolle man den mit Vista aufgetretenen Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg gehen, indem man das Betriebssystem auf dem Vista-Systemkern aufbaut.
Der vollen Brief in englischer Sprache lesen Sie hier.
