Anti-Virus-Software auf dem Vista-Prüfstand

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Anti-Virus-Software auf dem Vista-Prüfstand Ein Team aus Sicherheitsspezialisten von Virus-Bulletin haben 15 Anti-Virus-Softwarepakete für Unternehmen im Zusammenspiel mit Windows Vista unter die Lupe genommen. Von den 15 getesteten erkannten vier Testkandidaten einige bekannte Viren nicht. Hierzu zählten:

G-Datas Antivirus-Kit 2007 (v17.0.6353), Normans VirusControl V5.90, McAfee VirusScan Enterprise V8.1i und die neulich vorgestellte Anti-Virus-Lösung von Microsoft, Live OneCare Version 1.5.

Zu den erfolgreich getesteten Software-Lösungen zählten: F-Secure, CA, Fortinet, Kaspersky, Sophos und Symantec.

John Hawes von Virus-Bulletin nahm die fehlgeschlagenen Testkandidaten in die Kritik. Seiner Meinung nach gibt es keine Entschuldigung dafür, dass die Sicherheitsunternehmen ihr Produkt nicht rechtzeitig auf den neusten Stand gebracht haben.Hawes: "Wir leben in einer Zeit in der es täglich neue Bedrohungen aus dem Internet gibt und es ist sehr enttäuschend, wenn teure Bussiness-Anti-Virus-Software nicht ihrer Aufgabe gerecht wird."

Joe Telafici, McAfee, äußerte sich zu den Vorwürfen gegenüber ZDNet UK. Nach seiner Meinung ist der Test mit veralteten Viren-Definitionen durchgeführt worden. McAfee würde es begrüßen wenn die Tests noch einmal mit neuen Definitionen durchgeführt werden.

Auch ein Mitarbeiter von Microsoft nahm zu den Testresultaten Stellung. So wurde versprochen die "Live OneCare"-Lösung zu verbessern, in dem die Methodik und Resultate des Tests genauer angeschaut werden, um eine Leistungssteigerung der Microsoft-Plattform in Zukunft sicherer zu gestalten.

In diesem Zusammenhang wies der Microsoft-Mitarbeiter auf darauf hin, dass keine Software (auch nicht Vista) 100 Prozent sicher ist. Jedoch sei Vista von Grund auf neu entwickelt worden, um alle Sicherheitsrisiken so gering wie möglich zu halten. Diesen (Sicherheits-)Entwicklungsprozess habe es bei keiner Windows-Version zuvor gegeben.

Update:
Wie auf Virus-Bulletin nun zu lesen ist, wurde versucht ein Produkt-Update von McAfee durchzuführen, um zu testen ob die Vorwürfe von Joe Telafici gerechtfertigt waren. Hierbei traten jedoch unerwartete Probleme auf. Zum einen hatte Telafici Recht, mit dem Update konnten die beiden Viren nun gefunden werden. Jedoch benutzt man die Manuelle-Update-Funktion, gaukelt einem das System vor, das der Vorgang abgeschlossen sei. Was jedoch nicht zutraf und die alten Viren-Definitionen immer noch aktiv waren.

Wie es sich herausstellte, arbeitet der McAfee-Scanner mit den "User Access Controls" von Vista nicht korrekt zusammen. Die Gefahr die davon ausgeht, liegt an der nicht korrekten Meldung, dass ein Update erfolgreich durchgeführt wurde. Dies kann zur Verunsicherung des Benutzers führen, der sich eigentlich sicher fühlt - dies jedoch nicht ist.

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