Windows 10 wird bis 2030 mit Sicherheitspatches versorgt
Anwender, die nicht auf Windows 11 wechseln und stattdessen lieber weiterhin auf Windows 10 setzen wollen, können aufatmen. Denn das Betriebssystem wird 5 Jahre länger mit Sicherheitspatches versorgt, aber nicht von Microsoft.
Anwender, die nicht auf Windows 11 wechseln und stattdessen lieber weiterhin auf Windows 10 setzen wollen, können aufatmen. Denn das beliebte Betriebssystem wird auch nach dem offiziellen Supportende am 14. Oktober 2025 mindestens für 5 Jahre und somit bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus mit "Sicherheitspatches" versorgt, jedoch nicht von Microsoft. Wie das Technologie-Unternehmen 0patch nun bekannt gegeben hat, werde man hierfür die "Mikropatches" bereitstellen.
Mikropatches für laufende Prozesse
Diese Patches sind sehr klein, in der Regel nur ein paar CPU-Befehle, und werden auf laufende Prozesse im Speicher angewandt, ohne ein einziges Byte der Binärdateien von Microsoft zu verändern, wie die Entwickler ihre Lösung beschreiben. Zudem lassen sich diese "virtuellen" Patches ohne Neustart des Systems anwenden.
- "0day"-Patches: Patches für Sicherheitslücken, die bekannt geworden sind und möglicherweise bereits ausgenutzt werden, für die aber noch keine offiziellen Hersteller-Patches verfügbar sind.
- "Wontfix"-Patches: Patches für Sicherheitslücken, die der Hersteller aus irgendeinem Grund nicht beheben will. Die meisten dieser Patches fallen derzeit in die Kategorie "Erzwungene NTLM-Authentifizierung".
- Patches für Nicht-Microsoft-Produkte: Die meisten Patches beziehen sich auf den Code von Microsoft, aber gelegentlich muss auch eine Sicherheitslücke in einem Nicht-Microsoft-Produkt gepatcht werden, wenn z.B. eine anfällige Version weitverbreitet ist oder der Hersteller noch keinen Patch bereitstellt.
Wie die von 0patch bereitgestellten Mikropatches funktionieren, haben die Entwickler in einem gesonderten Beitrag ausführlich beschrieben.
Support bis 2030 kostet 25 Euro pro System
Privatanwender und kleine Unternehmen, welche sich für die Sicherheitspatches von 0patch entscheiden, müssen hierfür 24,95 Euro (+ Steuern) pro Jahr und System einplanen. Mittlere und große Unternehmen müssen 34,95 Euro pro Jahr und Computersystem entrichten. Das Featureset ist dabei absolut identisch.
Windows 10 mit kostenpflichtigen ESU-Updates? Ein Wechsel auf Windows 11? Linux als Alternative? Wie werdet ihr mit dem Supportende von Windows 10 umgehen, oder habt ihr bereits jetzt eine Lösung für euch gefunden? Sind die 0patch-Mikropatches für euch eine gangbarer Weg? Die Redaktion freut sich auf eure Kommentare.