Windows 10 Crashkurs: Die wichtigsten Punkte inklusive DirectX 12, Xbox One und kostenlosem Upgrade
Länger als erwartet lief der Livestream zu Windows 10. Wir fassen in einem kurzen Crashkurs noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen, worunter auch das kostenlose Upgrade, die Xbox-One-Interaktion und DirectX 12 zählt. Ausführliche Berichte zu einzelnen Punkten folgen.
Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Crashkurs mit den wichtigsten Informationen zur doch recht langen Windows 10 Story geben, die heute im Livestream übertragen wurde und auch die Xbox One umfasst. Bei Windows 10 blieben die zahlreichen Überraschungen aufgrund zahlreicher durchgesickerter Informationen aus. Wichtig zu wissen ist, dass der neue Build binnen Wochenfrist an die Teilnehmer des Windows Insider Program ausgeliefert wird.
Darin enthalten sind die neuen Features wie die Sprachassistentin Cortana, der virtuelle Desktop Continuum, die neue Oberfläche mit dem komplett umgebauten Startmenü, das Benachrichtigungszentrum und ein Großteil der Crossplattform-Features zu Mobilgeräten und der Konsole Xbox One. Der neue Browser mit dem Codenamen Spartan wird später nachgeschoben. Dessen Kern-Features neben dem neuen Kernes waren auch bereits vorab bekannt. Abgeschafft wird die Charms-Bar, die durch das Action-Center ersetzt wird, eine breite Leiste mit Schnellzugriff auf zahlreiche wichtige und vielgenutzte Features. Die Touch-Bedienung wurde verbessert, bleibt aber dem durchaus gelungenen Konzept aus Windows 8 treu. Windows 10 ist aber intelligenter und weiß, wann Maus und Tastatur vorhanden sind und wann nicht. Entsprechend wird die GUI umgestellt. Dazu gehört auch, dass der Mix aus Modern UI und Aero aus Windows 8 nun komplett abgeschafft ist und alles wie aus einem Guss wirkt. Wir widmen uns diesen Punkten im Laufe der Woche noch ausführlicher.
Nicht bekannt war die umfangreiche Integration von Xbox Live. Hierzu gibt es eine neue App, die Windows 10 und Xbox One sowie das gesamte Live-Netzwerk näher zusammenführen. Im Vordergrund steht die soziale Interaktion und das Teilen von Erlebnissen in Spielen. Dazu gehört auch ein Game-DVR, den man bereits von der Xbox One kennt und der nun auch bei Windows 10 verfügbar ist und mit aktuellen DirectX-Spielen funktioniert. Außerdem wird Windows 10 ebenso wie Mobilgräte Spiele von der Xbox One streamen können - insbesondere die Exklusivtitel. Auch die Xbox One profitiert, denn viele Windows-10-Features sollen auch auf der Konsole Einzug halten.
Auch DirectX 12 wurde kurz anhand eines Futuremark-Beispiels gezeigt. Die Entwickler bekommen besseren Zugriff auf die Hardware und können so die Ressourcen besser nutzten. Ins Detail ging man nicht, aber DirectX 12 soll aus bereits bestehender Hardware mehr Leistung herausholen. Mehr will man auf der GDC im März verraten.
Windows 10 wird zudem weitestgehend kostenlos sein.
Windows 10 wird zudem weitestgehend kostenlos sein. Mobilgeräte werden ohnehin meist ohne Kosten auf den aktuellen Stand gebracht. Desktop-Rechner werden ein Jahr kostenlos versorgt, wenn eine Lizenz von Windows 7 oder 8 vorliegt. Microsoft beweist damit, dass man ohne Rücksicht auf Verluste die Nutzer zum neuen Betriebssystem bewegen will. Wer also Windows 7 oder 8 besitzt, der kann ein Jahr lang kostenlos aufrüsten. Einen Release-Termin nannte man aber nicht, ebenso wie Preise danach. All jene, die Windows 8 damals zum Einführungspreis gekauft habe, können sich nun die Hände reiben. Sie sind auf lange Sicht mit einem Betriebssystem für 30 Euro versorgt. Die im Forum zurecht hervorgebrachte Frage, in wie weit Windows 10 vielleicht an ein spezielles System gebunden ist, müssen auch wir erst klären. Sobald wir Details dazu in Erfahrung gebracht haben, lesen Sie es auf PC Games Hardware. Update: Windows 10: Upgrade ist grundsätzlich lebenslang kostenlos - "für das Gerät".
Ist die Welt einmal umgestellt, Windows ist nach wie vor Platzhirsch auf dem Markt der Betriebssysteme, sollen Versionsnummern keine Rolle mehr spielen. Der lang gehegte Wunsch weg von monolithischen Entwicklungen scheint für Microsoft endlich in Erfüllung zu gehen. Unter Windows 10 sollen auch tiefgreifende Änderungen sehr schnell ausgeliefert werden können, ähnlich einem Baukasten. Schon bei der Xbox One bewies man, dass man für einen Konzern dieser Größe sehr flexibel und schnell auf Kundenrektionen eingegangen ist und ein wahres Update-Feuerwerk abfackelte. Manche sagen, das war bitter nötig, aber Microsoft hat auch bewiesen, dass man willens und fähig ist. In wie weit das stets kostenlos sein wird, bleibt abzuwarten. Ohne große Releases müssen die Einnahmen an anderer Stelle generiert werden, doch das ist aktuell ein Zukunftsszenario.
Teil der Präsentation war auch Surface Hub für Unternehmen, ein 81 Zoll großer 4k-Fernseher, der Meetings und Brainstormings dank Windows 10 vereinfachen soll. Dies werden wir später behandeln, ebenso wie die durchaus beeindruckende Präsentation von Windows Holographic, mit der Microsoft einmal mehr bewiesen hat, dass das Unternehmen durchaus noch Innovationskraft hat. Ohne Frage wird die Technologie noch etwas Zeit brauchen und zu Beginn kostenintensiv sein, aber aus solchen innovativen Entwicklungen fallen auch immer Teilaspekte und Nebenprodukte ab, die einen sehr viel praktischeren Nutzen bei aktueller Hard- und Software haben.
Zum Schluss erläuterte CEO Sataya Nadella noch einmal die Philosophie, die Microsoft derzeit antreibt. Das große Ziel ist möglichst alles aus einer Hand anzubieten und plattformübergreifend bereitzustellen, ohne dass das Nutzer sich groß darum kümmern muss, dass die Systeme reibungslos zusammenarbeiten. Das erinnert an "One Microsoft" - das Kredo, das schon unter Steve Ballmer ausgerufen wurde, aber offenbar Zeit zur Perfektionierung brauchte. PC Games Hardware bleibt für Sie am Ball, aber derzeit ist der Ansturm so groß, dass sogar das Microsoft Press Center nicht mehr erreichbar ist.

Die Oberfläche gefällt mir, im Vergleich zum Build 9879, überhaupt nicht mehr
Viel zu weitschweifig, nicht mehr diese Kompaktheit und Einfachheit von vorher und die völlig bescheuerten Kacheln sind wieder da
Man merkt außerdem immer noch, dass das OS eigentlich für Tablets oder Laptops ist, da selbst bei einem Desktopsystem eine Akkuanzeige im Einlog-Screen sichtbar ist.
Die Build 9879 hat mir wesentlich besser gefallen.
Iwo muss ja schließlich auch Geld verdient werden.
(Gestern habe ich noch gedacht, dass man das os 1 Jahr testen kann -was da aber teilweise auch für Formulierungen benutzt werden ist
ziemlich "komisch"... Ne Lebenslange-Lizens für "das Gerät" ... und was is, wenn ich mein Mainboard samt CPU tausche?
Und am Rande: die meisten Ultimate Versionen von Privatnutzern sind eh Raubkopien...