Von alter Windows-10-Version direkt zu Version 1903
Microsoft ermöglicht nun ein direktes Upgrade von der Version 1507 von Windows 10 auf das Frühjahrsupdate 1903. Die bisherigen Zwischenschritte entfallen.
Mit Windows 10 hat Microsoft das sogenannte Windows-as-a-Service-Prinzip veröffentlicht. Die Vorgehensweise hierbei ist, dass es mehrere Funktionsupdates pro Kalenderjahr gibt, die neue Funktionen ins Betriebssystem bringen. Im ersten Jahr von WaaS gab es gleich drei solcher Updates. Mittlerweile werden diese frühen Versionen nicht mehr mit Patches versorgt. Wer noch Windows 10 in Version 1507 einsetzt, kann nun direkt via Windows Update zur Version 1903 upgraden, wie Deskmodder berichtet. Die bisherigen Zwischenschritte über mehrere verschiedenen Versionen hin zu einer aktuellen Variante von Windows 10 sind nicht mehr notwendig. Das weitere optionale Update auf Version 1909 ist dann nur eine kleine Aktualisierung, da diese Version fast ausschließlich Bugfixes enthält. Wer Windows 10 in Version 1511 oder 1607 betreibt, der bekommt nun zunächst die Version 1809 aufgespielt, ehe er dann auf 1903 hochrüsten kann.
Wandel bei Microsoft - Funktionsupdates bei Windows 10
Eigentlich lief bislang kein einziger Rollout eines Funktionsupdates für Windows 10 ohne Probleme ab. Das WaaS-Prinzip bedeutet aber auch, dass Microsoft auf Feedback hören will. So hat man von den anfänglichen drei Funktionsupdates im Jahr 2015 auf nur noch zwei Funktionsupdates umgestellt. Seit der Version 1809 gilt auch hier eine angepasste Strategie. Microsofts CEO Satya Nadella persönlich soll unzufrieden mit dem Rollout der Funktionsupdates gewesen sein und hat so die Abteilung umgebaut. Seit letztem Jahr sind zwei Teams für die Entwicklung von Windows zuständig. Angeschlossen an die Cloud-Abteilung ist die Weiterentwicklung des technischen Unterbaus von Windows. Alles, was mit der Benutzeroberfläche und den Apps von Windows 10 zu tun hat, ist hingegen in einer eigenen Abteilung angesiedelt, die zum Microsoft-Office-Team gehört. Seit Februar 2020 ist der Chef der Devices & Windows Group Panos Panay, der neben der UI-Entwicklung von Windows auch die Entwicklung der Surface-Geräte leitet.
Verschiebung der Installation von Funktionsupdates um bis zu 18 Monate
Seit letztem Jahr ist es so, dass alle Nutzer von Windows 10 selbst entscheiden können, wann sie ein Funktionsupdate einspielen. Vor dem letzten Jahr war das nur für Nutzer einer bestimmten Variante von Windows 10 möglich, inzwischen ist es völlig egal, ob man Home oder Pro benutzt. User können selbst um bis zu 18 Monate das Herunterladen und die Installation verschieben, da Funktionsupdates nun rein optionale Aktualisierungen sind. Grundsätzlich wird jede Version des Betriebssystems nach dem erstmaligen Rollout 18 Monate lang mit Sicherheitspatches und kumulativen Updates, die Bugs schließen sollen, versorgt. Ist dieses Serviceende erreicht, sollte man als Nutzer auf eine aktuellere Version von Windows 10 aktualisieren, um weiterhin Sicherheits- und kumulative Updates zu bekommen. Im vergangenen Jahr hat Microsoft dann auf Nutzerfeedback reagiert und die Marschrichtung ausgegeben, dass das zweite Funktionsupdate im Kalenderjahr immer dasjenige ist, welches sogar für 30 Monate mit Aktualisierungen versorgt wird, wenn man die Education- oder Enterprise-Version installiert hat. Hintergrund ist, dass diese Nutzergruppe mehr Zeit für Softwareupdates bekommen soll, da eine Vielzahl von PCs zu aktualisieren sind.
Eine Sonderrolle nehmen die Unternehmenskunden ein, die Windows 10 Enterprise als LTSB oder auch LTSC-Version gekauft haben. Diese Long-Term-Servicing-Branch-Versionen erhalten 10 Jahre Sicherheitsupdates und auf Wunsch Qualitätsupdates, jedoch keine Funktionsupdates. Zudem gibt es auch keine neuen Gerätetreiber oder neue API-Funktionen. So ist Windows 10 Enterprise LTSC nicht mit neuer PC-Hardware kompatibel, weil darauf keine neuen Treiber installiert werden können. Gedacht ist eine solche Version für spezielle PCs in Unternehmen, die möglichst lange - auch von der verbauten Hardware her - unverändert laufen, etwa in der Fertigungshalle. Windows 10 Enterprise LTSC (alternativ auch LTSB genannt) kostet dem Großkunden jedoch eine jährliche Gebühr, die der Unternehmenskunde individuell verhandelt.
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Fakten zum Update von alten Windows-10-Versionen:
- Wie Deskmodder herausgefunden hat, bekommen Nutzer von Windows 10 Version 1507 nun direkt das Funktionsupdate 1903 als Update angeboten. Die bisherigen Zwischenschritte mit der Installation von anderen Funktionsupdates entfällt.
- Wer Windows 10 in Version 1511 oder 1607 betreibt, der bekommt nun zunächst die Version 1809 aufgespielt, ehe er dann auf 1903 hochrüsten kann.
- Generell versorgt Microsoft eine Windows-10-Version 18 Monate lang mit Updates. Um diesen Zeitraum können Nutzer auch die Installation eines Funktionsupdates verschieben.
Quellen: Deskmodder, Dr. Windows, Microsoft (1), Microsoft (2)
