Windows-Lizenzen von Edeka: Microsoft geht rechtlich gegen Lizengo vor

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Windows-Lizenzen von Edeka: Microsoft geht rechtlich gegen Lizengo vor
Quelle: Microsoft

Microsoft reagiert auf die günstigen Windows- und Office-Lizenzen bei Edeka und leitet rechtliche Schritte gegen den Anbieter Lizengo ein. Laut Microsoft sind die Aktivierungsschlüssel nicht zum Vertrieb in Deutschland gedacht. Ein Key sei nicht gleichzeitig an eine Lizenz gebunden, das heißt die Software funktioniert zwar nach der Aktivierung, doch darf der Nutzer sie eigentlich nicht verwenden.

Letzten Montag berichteten wir über Windows- und Office-Lizenzen, die Edeka für einen erstaunlich niedrigen Preis verkauft. Die Keys stammen dabei nicht von Microsoft selbst, sondern von Lizengo, die diese aus Volumenlizenzen entnehmen. Für Endkunden ist die Nutzung dieser Keys prinzipiell nicht illegal, für den Anbieter sieht es aber offenbar nicht ganz so gut aus.

Microsoft gegen Lizengo

Da günstige Produktkeys aus dubiosen Quellen ein Risiko für Microsoft darstellen, geht das Unternehmen nun rechtlich gegen Lizengo vor. Laut dem Unternehmen stammen einige der Aktivierungsschlüssel aus Lizenzen, die nicht für den Verkauf in Deutschland bestimmt sind. Die Kunden müssen unterscheiden, ob man nur einen Aktivierungsschlüssel erwirbt, mit dem die Software genutzt werden kann, oder gleichzeitig auch eine Lizenz, die zur Nutzung berechtigt.

Ebendiese Lizenz fehlt bei einigen der verkauften Keys allerdings, da diese, wie gesagt, aus (zweckgebundenen) Volumenlizenzen stammen. Diese wiederum haben ihren Ursprung beispielsweise bei chinesischen OEMs oder Universitäten in Bulgarien. Auch eine Universität in Dänemark ist eine Quelle, wobei diese, laut eigener Angabe, keine solche Volumenlizenz gekauft hat.

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Wie genau der Rechtsstreit enden wird ist derzeit noch unklar. Zumindest die Kunden dürften aber außen vor bleiben, sofern Edeka den Vertrieb vorher rechtlich geprüft hat. Microsoft empfiehlt indes, sich beim Kauf von Software an offizielle Quellen zu halten:

"Liegen Preise deutlich unter den unverbindlichen Preisempfehlungen von Microsoft oder den gängigen Angeboten lizenzierter Partner, sollten Kunden skeptisch sein."

Quelle: Heise

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    • Kommentare (90)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cann0nf0dder BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von takan
        ....
        ach, wenn ich einem Hehler Geld bezahle ist das also plötzlich alles rechtmäßig und ich bin fein raus egal was passiert wäre mir neu .....
        aus meiner Erfahrung dauert es ~9-12+ Monate bis ms solche Keys sperrt kommt allerdings bestimmt auch drauf an wie verbreitet die entsprechende Volumenlizenz am ende war

        Zitat von BxBender
        Ich kenne niemanden, der sich freiwillig für zu Hause Office gekauft hat.
        14,57€ (wenn ich mich recht entsinne ohne MwSt.) - das war mir das 2019er Office dann doch noch grade wert
      • Von cann0nf0dder BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von takan
        ....
        ach, wenn ich einem Hehler Geld bezahle ist das also plötzlich alles rechtmäßig und ich bin fein raus egal was passiert wäre mir neu .....
        aus meiner Erfahrung dauert es ~9-12+ Monate bis ms solche Keys sperrt kommt allerdings bestimmt auch drauf an wie verbreitet die entsprechende Volumenlizenz am ende war

        Zitat von BxBender
        Ich kenne niemanden, der sich freiwillig für zu Hause Office gekauft hat.
        14,57€ (wenn ich mich recht entsinne ohne MwSt.) - das war mir das 2019er Office dann doch noch grade wert
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ich sehe das alles entspannt.
        Microsoft hat damals sein Windows verschenkt.
        So oft wie man wollte.
        Ich habe 3 stinknormale Mailadressen zertifizieren lassen, jetzt habe ich 3 Lizenzen auf Lebenszeit.
        Was will man mehr?
        Ich habe gerade den halben Rechner ausgewechselt und dementsprechend den restlichen Krempel woanders reingesetzt.
        Vorher nimmt man einfach den Rechner aus seinem Account raus, startet neu, zack ist das Ding wieder neu registriert.
        Das darf man 3 mal im Jahr machen, ohne weiteren Reaktivierungsstress.
        Man kann anscheinend sogar mehrere Rechner dem Account anhängen.
        Hatte es beim ersten Rechner natürlich glatt vergessen gehabt, der wurde dann erst mit doppelter Hardware geführt. ^^
        Wenn ich es richtig gelesen habe, dürfen dort maximal 5 Rechner eingetragen sein, ehe Microsoft meckert.
        Wie man sieht, sind die sehr kulant.
        Wenn ich 20-25 Jahre zurückdenke, habe ich alle 3-6 Monate alles neu aufsetzen müssen, weil irgendwas zerschossen war (bei Win ME ging nach 3 Monaten immer das Modem nicht mehr LOL), oder nach etlichen Installationen lahmarschig wurde, und dann hat man wieder Keys gesucht und zur Sicherheit ne Handvoll "Versuchsobjekte" dazu aufgeschrieben gehabt, weil die nächste LAN kam bestimmt, wo wer plötzlich neu aufsetzen musste oder wollte. ^^
        Auf der anderen Seite habe ich es allerdings auch noch nie verstanden, warum Microsoft bislang nie wirklich konsequent werbewirksam Aktionstage im Jahr eingeführt hat.
        Ich kenne niemanden, der sich freiwillig für zu Hause Office gekauft hat.
        Gäbe es aber spezielle Deals, hätte vielleicht doch mal wer zugegriffen, wenn nur mal ab und an damit eine Kleinigkeit gemacht werden soll.
        Ein Digitalkey automatisch generiert direkt bei Microsoft ohne allem drum udn dran udn ohne irgendwelche Zwischenhändler als geiler Schnapper wäre sicherlich der Geheimhit für all die Leute, die eh nicht für dreistellige Beträge die Packung im Laden kaufen würden.
        Ich jedenfalls nutze so einfach LibreOffice. Langt.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von takan
        manch ein händler der sowas vertickt bietet aus kulanz ein neuen key an, wenn der alte nicht mehr gehen sollte.
        Was hat ds mit Kulanz zu tun? Der Händler wirbt mit einem funktionsfähigen Key (oft nur damit, nicht mit einer gültigen Lizenz), also muss er innerhalb der Gewährleistung entweder einen funktionsfähigen Key liefern oder das Geld zurück erstatten.

        Zitat von takan
        ich frage mich wieso ms auf der kacke rumreitet, die können für ein betriebssystem nichts mehr verlangen, seit android die masse erobert hat und google ihr chromeos anbietet, gibts einige nutzer die übern tellerand hinausgucken und mal linux probieren, mal schlecht mal gut. valve hat auch steamos rausgebracht, weil windows ebend seine macken hat.
        Ganz einfach, weil für viele keines der genanten Betriebssysteme eine ernsthafte Alternative für ihre Geräte+Software ist.

        Android auf dem Desktop? Fehlanzeige. Linux auf dem Tablet? ebenso Fehlanzeige, wenn wirklich alles funktionieren soll.
        Desktop+Tablet mit unterschiedlichen Systemen: nochmal Fehlanzeige, wenn das Tablet nicht nur als TV-Ersatz dient.

        Wenn ich zwei inkompatibele Systeme möchte/akzeptiere, dann wechsele ich gleich zu Apple, bekomme dort u.A. vernünftige Tablets und hoffe, dass sie ihre Integration weiter voran treiben.

        Zitat von takan
        ich hoffe das in absehbarer zeit linux massentauglich ist
        Wird es aber nicht. Linux ist nunmal OpenSource, und da macht jeder, was er will. Wenn es Valve schon nicht gelingt, sowohl Spieleentwickler wie auch Spieler auf diese eine Plattform zu ziehen, dann wird es ein OS, das unter einander schon nur rudimentär kompatibel ist, auch nicht schaffen.

        Schönes Negaivbeispiel, da hier wohl immer mehr Leute auf Laptops oder UHD-Monitoren spielen, ist die immer noch unterirdische Unterstützung von eben diesen HighDPI Displays. Man muss exakt den richtigen Desktop Manager aussuchen, falls es überhaupt einen gibt, der dynamisch zwischen unterschiedlichen Skalierungen umschalten kann (Laptop-Display, 31,5" UHD-Monitor, FullHD Fernseher/Monitor). Feste Settings in X11 machen genauso wenig Sinn wie Skalierungen von 100% oder 200%, wie sie XFce bisher nur anbietet und es nach eigener Aussage auch weiterhin tun wird.

        Zitat von c1i
        Er gibt damit nämlich an, eventuell keys zu verkaufen, die gar nicht funktionieren. Das beste wenn er NICHT MEHR gehen sollte. Das heißt er verkauft die Dinger solange, bis sich die Leute beschweren, dass er nicht funktioniert, dann kramt er den nächsten raus.
        Und woher soll ein Händler wissen, ob z.B. ein Win 7 OEM-Key, dessen COA er vieleicht sogar selber vom defekten Laptop abgelöst hat, nicht vom ehemaligen Besitzer/Nutzer des Laptops schon mehrmals aktiviert wurde? U.U. nutzen ihn auch gerade schon mehrere Leute, weil sie in der Firma den COA einfach nur abfotografiert haben.

        Die einzige Chance, sowas zu umgehen, wäre ein von MS rezertifizierter Keys. Da kann man aber auch gleich eine normale Systembuilder Lizenz kaufen.
      • Von DaXXes Freizeitschrauber(in)
        Zitat von c1i
        Alleine dass ein Händler darauf hinweist, dass man einen neuen key bekommt, sollte der gekaufte nicht funktionieren, macht den Händler als erstes mal unseriös. Er gibt damit nämlich an, eventuell keys zu verkaufen, die gar nicht funktionieren. Das beste wenn er NICHT MEHR gehen sollte. Das heißt er verkauft die Dinger solange, bis sich die Leute beschweren, dass er nicht funktioniert, dann kramt er den nächsten raus.

        Android in Masse habe ich auf einem PC noch nicht gesehen, Steamos noch gar nicht. Linux wird sich in der Masse nie etablieren, solange es soviele Distros gibt, die untereinander verteidigt werden. Und selbst danach wäre es noch ein sehr langer Weg, den Linux wahrscheinlich niemals gehen wird.
        Erstens das, zweitens krankt Linux auch an der Unterstützung von Seiten großer Software-Hersteller. Solange Oracle kein Java oder Adobe keinen Photoshop und InDesign für Linux anbieten, wird das nix.
        Meine Hoffnung ist ja, dass der Mac noch gaming-tauglicher wird. Steam gibt's ja inzwischen auch für MacOS. Dann bräuchte man weder die Microsoft-Grütze noch Linux
      • Von c1i Freizeitschrauber(in)
        Alleine dass ein Händler darauf hinweist, dass man einen neuen key bekommt, sollte der gekaufte nicht funktionieren, macht den Händler als erstes mal unseriös. Er gibt damit nämlich an, eventuell keys zu verkaufen, die gar nicht funktionieren. Das beste wenn er NICHT MEHR gehen sollte. Das heißt er verkauft die Dinger solange, bis sich die Leute beschweren, dass er nicht funktioniert, dann kramt er den nächsten raus.

        Android in Masse habe ich auf einem PC noch nicht gesehen, Steamos noch gar nicht. Linux wird sich in der Masse nie etablieren, solange es soviele Distros gibt, die untereinander verteidigt werden. Und selbst danach wäre es noch ein sehr langer Weg, den Linux wahrscheinlich niemals gehen wird.
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