PC an der Wasserleitung: der8auer legt Wakü-Schläuche vom Badezimmer zum Rechner
Overclocker und Youtuber "der8auer" hat sich mal wieder an ein interessantes Experiment gewagt. Dazu kühlte er einen PC mit Wasser direkt aus der Leitung und verzichtete auf Pumpe und Radiator. Die Temperaturen konnten sich sogar sehen lassen - und auch der Wasserverbrauch blieb im Rahmen.
Übertakter haben sich schon so manches einfallen lassen, um ihre Komponenten auf Temperatur zu halten. Wasserkühler haben sich für den Alltagsbetrieb dabei als leise und praktikable Lösung herausgestellt. In der Regel bindet man GPU und CPU über Kühlblöcke in einen geschlossenen Kreislauf ein, in dem Radiatoren die Wärme aus der Flüssigkeit holen und eine Pumpe für die nötige Bewegung sorgt. Der bekannte Overclockler und Youtuber "der8auer" ließ für eines seiner Videos letztere Komponenten kurzerhand weg. Die Kühlblöcke verband er direkt mit dem Wasserhahn seiner Badewanne.
Doch zunächst wollte der Übertakter sichergehen, dass sich durch zu kaltes Wasser kein Kondenswasser bildet. 17,8° Celsius zeigte ihm das Thermometer an; ein paar Grad unterhalb der Raumtemperatur. Auf dem Papier schon mal ideal. Auch der maximale Durchfluss von rund 600 Litern pro Stunde, den er per Stoppuhr und Messbecher errechnete, sollte seinem Vorhaben nicht im Weg stehen. Genug Schläuche, um das Wasser bis in sein Arbeitszimmer zu bekommen, hatte er sich bereits im Vorfeld gesichert.
Auch bei geringem Durchfluss gute Temperaturen
Schon bei einem Durchfluss von 8,2 Litern pro Stunde erzielte der8auer gute Ergebnisse. Sein auf 4,0 GHz (All Core) übertakteter Ryzen 5 3600 meldete im Cinebench R20 zwar verbesserungsfähige Temperaturen im mittleren 80er-Bereich. Ingame sah das aber schon ganz anders aus. Laut Video zeigte sein Auslese-Tool für die CPU nach einigen Minuten rund 50° Celsius aus, während seine Radeon RX 5700 60 Grad warm wurde - was für die 7-nm-GPU mit wenig Kühlfläche zum Abgeben der Hitze kein schlechter Wert ist.
Würde man einen Rechner dauerhaft so kühlen und im Schnitt sechs Stunden am Tag betreiben, käme man auf einen Wasserverbrauch von rund 50 Litern am Tag. Das in die Badewanne gespülte Wasser verließ den Kühlkreislauf übrigens mit 33,4 Celsius - im Hochsommer dürften es entsprechend mehr sein. Mit einem höheren Durchfluss von 14 Litern Pro Stunde blieb die CPU sogar unter der 60-Grad-Schwelle im Cinebench R20, während der Übertakter beim Gaming rund 40° Celsius für die GPU und deren 35 für die CPU meldet.
Mehr zum Thema: Intel Core i9-10900K: der8auer prüft, ob das Abschalten von Kernen mehr Takt bringt
Eine generelle Empfehlung will der8auer am Ende aber nicht aussprechen, auch wenn sich der Wasser- und Energieverbrauch nach Berechnungen des Übertakters durchaus in Grenzen halten. Sinnvoll sei ein solcher Ansatz etwa für Bastler, die sich sonst einen 2.000 Watt starken Chiller für Taktversuche anschaffen würden. Für die Leitungswasserkühlung spricht auch, dass man keine Pump- und Lüftergeräusche hat und die Abwärme mit dem Abfluss den Wohnraum verlässt. Alle weiteren Details und Einschätzungen des Overclockers, interessant sind beispielsweise seine Ausführungen zum Thema Wasser- und Energieverbrauch, erläutert er in seinem Video. Sie finden es direkt auf Youtube und unterhalb dieses Beitrages.
Quelle: Youtube

Es müssen ja
Wie regelst du die Pumpe, so dass sie anspringt, wenn die Rechner an sind?
Das ist ein verdammt interessanter Ansatz. Wie lang sind denn die Rohrwege zu den Rechnern und wie hast du die Pumpen dimensioniert? Und welche setzt du wo ein, wenn du den Rechner auch ohne die Festinstallation betreiben könntest wirst du ja auch eine Pumpe im Gehäuse haben, nehme ich an.