Wasserkühlung: Stimmt der Durchfluss? Leserbrief der Woche

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Wasserkühlung: Stimmt der Durchfluss? Leserbrief der Woche
Quelle: MEV

Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.

PCGH-Leser Egon S. hat sich das digitale Sonderheft zum Thema Wasserkühlung gekauft und sein System auf diese Kühlmethode umgestellt. Der gemessene Durchfluss ist aber deutlich höher als erwartet - woran liegt es?

Der Leserbrief:

"Auch mit der Hilfe Ihres digitalen Sonderhefts habe ich mein System auf Wasserkühlung umgestellt. Jetzt, wo ich den Durchfluss mit Hilfe des High-Flow Durchflussensors von Aquacomputer messe, habe ich Ihren Angaben stark widersprechende Werte. Der Durchfluss des Systems ist bei ca. 139 l/h stabil. Als Pumpe verwende ich die EK-XRES 140 (mit größerem AGB) DDC 3.2 PWM. Diese pumpt direkt zum EK-FB-Asus-R5E-Monoblock. Hier müsste der Durchfluss eigentlich auf 72 l/h begrenzt sein, denn der CPU-Teil ist gleich dem EK-Supremacy. Vom Monoblock leite ich die Kühlflüssigkeit über einen Nexxxos ST 30 Full Copper 420 mm zum EK-FC980-GTX-Strix-Grafikkarten-Kühler, von hier zum nächsten Nexxxos ST 30 Full Copper 420 mm und über den Durchflusssensor zurück zur Pumpe.

Sowohl die Radiatoren, als auch der Grafikkarten-Kühler erlauben also den Durchfluss von 139 l/h (es sind zeitweise auch 141). Aber der Monoblock müsste doch den Durchfluss komplett ausbremsen, wenn Ihre Werte stimmen. Ist das ein Druckfehler oder eine Fehlmessung in der digitalen Ausgabe?"

Die erste Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Wasserkühlung)

"Der in der Praxis erzielte Durchfluss ist immer eine Balance zwischen dem Widerstand des Kreislaufes und des Förderdrucks der Pumpe. Beide Werte hängen hierbei von der Fließgeschwindigkeit ab: Je schneller das Wasser fließt, desto mehr Reibung entsteht und desto höher wird der Widerstand des Kreislaufes. Umgekehrt kann eine Pumpe weniger Druck aufbauen, je schneller sie das Wasser befördert.

Bei welcher Fließgeschwindigkeit der sinkende Druckaufbau der Pumpe exakt dem steigenden Widerstand des Kreislaufes entspricht (so dass kein höherer Durchfluss möglich ist), ist von Kreislauf zu Kreislauf und von Pumpe zu Pumpe verschieden. Im CPU-Kühlertest des Wasserkühlungssonderhefts wurde der erzielte Durchfluss beispielhaft in einem Kreislauf mit einem Radiator und dem Kühler selbst gemessen, als Pumpe kam eine Aquastream XT bei 50 Hz zum Einsatz. Die Pumpleistung dieser Silent-Lösung entspricht in etwa derjenigen einer Eheim 1046 230 V und ist somit deutlich geringer, als diejenige ihrer DDC (siehe Sonderheft Seite 23). Dementsprechend wird auch ein geringerer Durchfluss erzielt.

Zwischenzeitlich ist in der PCGH 09/2015 übrigens ein detaillierte Analyse des Zusammenspiels zwischen Förderleistung, Widerstand und Druckaufbau/-abfall erschienen."

Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

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