Steampunk-Design: 50 kg schwerer Gusseisenheizkörper als Radiator und Gehäuse
Der Instagram-Account billet_labs zeigt die Ausgangsbasis für einen kuriosen Wasserkühlungs-PC. Dabei dient ein alter und 50 kg schwerer Heizkörper als Radiator und Gehäuse zugleich.
Normalerweise versucht man mit Wasserkühlungen, die Luft über viele, eng gestaffelte Lamellen möglichst effizient an die Umgebungsluft abzugeben und anschließend aus dem Gehäuse zu transportieren. Der Custom-PC-Anbieter billet_labs geht hingegen einen anderen Weg: Dort dient ein angeblich 100 Jahre alter Gusseisenheizkörper als Ausgangsbasis für einen Modding-PC, der optisch an gängige Steampunk-Designs erinnert. Der gigantische, 50 kg schwere Metallkörper wird dabei gleichzeitig als Radiator und als Gehäuse verwendet.
Kühlkörper als Gehäuse
Vor Umgebungseinflüssen wird die Hardware durch den gewählten Aufbau aber wohl nicht geschützt. Stattdessen hat billet_labs die Komponenten offen an der Unterseite des Eisenradiators montiert. Dort befinden sich ein ITX-Mainboard, ein Netzteil und eine per Riser-Kabel angebundene Grafikkarte. Genaue Informationen zu der verbauten Technik gibt es allerdings leider nicht. Bei der Platine handelt es sich aber offenbar um ein AM5-Mainboard. Und natürlich sollen sowohl der Prozessor als auch die Grafikkarte durch Wasser gekühlt werden.
Der Gusseisen-PC
Das erwärmte Kühlwasser wird später seitlich durch Kupferrohre in den Radiator geleitet, der die Abwärme dann durch seine große Oberfläche passiv im Raum verteilen soll. Wie gut das funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Mit dem hohen Gewicht und einem zusätzlichen Flüssigkeitsvolumen von 10 l dürfte es aber in jedem Fall sehr lange dauern, um das Kühlsystem überhaupt nennenswert zu erhitzen.
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Optisch dürfte der Aufbau in jedem Fall einiges hermachen. Gleichzeitig gibt es aber auch noch ungelöste Probleme. Insbesondere dürfte spannend werden, wie billet_labs mit dem Problem der Metallkorrosion umgehen will. Denn durch die Kombination von Gusseisen und Kupfer im selben Kreislauf könnte es ohne Schutzmaßnahmen zu Beschädigungen kommen. Zudem ist auch unklar, ob sich nach seiner langen Betriebszeit nicht auch Verunreinigungen im Radiator abgelagert haben. Hier wird man voraussichtlich in den kommenden Monaten mehr erfahren, wenn weitere Projektupdates veröffentlicht werden.
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Quelle: billet_labs (Instagram) via Tom's Hardware


Mein PC sorgt für Wärme, der Strom ist wahrscheinlich sogar günstiger als das Gas der ZH.
Hat jeder Großhandel entweder sofort da oder in spätestens 2 Tagen besorgt. Wenn die immer so Arbeiten, lieber mal die Firma wechseln.
Aber den anderen Zahn muss ich dir auch ziehen. Dein PC ist in dem Sinne eine Stromdirektheizung mit Zusatznutzen. Alles was der PC an elektrischer Energie aufnimmt wird 1:1 in Wärme auch abgegeben.
Da Erdgas meist sogar in kWh abgerechnet wird ganz einfache Rechnung: Dein Gaspreis (wahrscheinlich ~10ct/kwh) vergleichen mit deinem Strompreis (wahrscheinlich ~30ct/kwh).
Also deine Gasheizung käme die wesentlich günstiger, nur wenn du deinen PC sowieso benutzt und der nunmal die Wärme abgibt, dann ist das ja in dem Moment unvermeidbare Abwärme und dann ist natürlich sinnvoll wenn die im Raum bleibt so im Winter noch einen Nutzen bringt. Wenns aber nur allein ums heizen ginge eine schlechte Idee, den PC dafür unnötig laufen zu lassen.
Es gibt ja Ansätze bzw. gelebte Praxis sich ein PC/Rechengerät in die Wohnung zu stellen als Heizgerät und damit ein Einkommen zu erzielen, entweder Rechenzeit verkaufen (da gab es glaube ich ein niederländisches unternehmen) oder eben Bitcoins schürfen. Leider sind auch die Ergebnisse eher ernüchternd ausgefallen, meist wirtschaftet so ein System die Anschaffungskosten nicht ein bevor es veraltet oder defekt ist. Von den ca. dreimal so hohen Heizkosten dann noch garnicht gesprochen, die ja eigentlich durch die Einnahmen kompensiert werden sollten.
Zu dem im Artikel angesprochenen Korrossionsproblem: Kupfer und Gusseisen sind da eine viel viel viel bessere kombination als die gängige Praxis mit Kupfer und Aluminium in vielen AiO Waküs!
Eisen und Kupfer liegen in der elektrochemischen Spannungsreihe sehr viel näher beieinander, je nach vorliegender ionisierung ist die Spannungsdifferenz 0,25 bis 0,75 Volt.
Aluminium ist ein sehr unedles Metall und baut zu Kupfer Spannungen von 1,8 bis 2 Volt auf, wobei sich als unedleres Metall das Aluminium abbaut was eine Verschlammung mit Reaktionsprodukten bewirkt, sodass die Pumpe entweder irgendwann ausfällt oder die Kanäle im Kühler verstopfen. Nach wenige Jahren sterbende AiOs sind genau hier zu suchen.
Die reine elektrochemische Reaktion zwischen Kupfer und Gusseisen wird um Potenz-ordnungen geringer ausfallen. Es kommt natürlich jetzt dazu, dass Eisen recht gut mit Sauerstoff oxidiert, was wir Rost nennen. Deswegen sollte das System bestenfalls Luftarm gehalten werden, es darf natürlich ein Luftpolster vorhanden sein, was für ein Betrieb ohne ein Ausdehnungsgefäß auch notwendig ist, nur sollte das sich nicht ständig erneuern/austauschen, der vorhandene Sauerstoff wird dann abgebaut. Durch nebenreduktionen entsteht auch etwas Wasserstoff, aber das geht jetzt etwas zu sehr in die Chemie
Ich würde vllt einen Schlammfang einbauen, wobei der Radiator selbst wahrscheinlich recht gut als Schlammfang dient, da das Wasser da so langsam durchzirkuliert, bleibt der Dreck auf dem Boden liegen. Nur bewegen/kippen/rumtragen wäre schlecht.
Korrossionsschutz einfüllen geht natürlich auch, wobei man auch da drauf achten muss, dass einige Korrossionsschutzmittel selbst Ablagerungen bilden können, diese "opfern" sich quasi gegenüber dem eigentlichen Material, schützt dann zwar die Komponenten, aber Schlamm ist trotzdem im System! Sowas wie Glysantin wie vorgeschlagen wurde ich nicht einfüllen, denn das enthält hohe Mengen Alkohole, die auch die Wärmeaufnahme des Wassers stark herabsetzen. Sowas nimmt man nur wenn auch tatsächlich mit Frostgefahr zu rechnen ist.
Ich hab Alphacool Waküs seit mindesten 3 Jahren und das Wasser ist glasklar. Da bildete sich kein Schmodder und das Wasser ließe sich einfach tauschen.
Mein PC sorgt für Wärme, der Strom ist wahrscheinlich sogar günstiger als das Gas der ZH.