Noctua: Thermosiphon-Kühler könnte Ende 2026 erscheinen

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Noctua: Thermosiphon-Kühler könnte Ende 2026 erscheinen
Quelle: Golem (Martin Böckmann)

Die österreichischen Kühlerexperten von Noctua haben auf ihrer Hausveranstaltung Noctua Vision in Tokio einmal mehr ihren Thermosiphon-Kühler im AiO-Format vorgestellt, welcher ganz auf bewegliche Teile verzichten und 2026 erscheinen soll.

Die österreichischen Kühlerexperten von Noctua haben auf ihrer Hausveranstaltung Noctua Vision in Tokio nun erneut ihren innovativen Thermosiphon-Kühler im Format einer All-in-One-Wasserkühlung vorgestellt, der dank eines Verzichts auf bewegliche Teile mit einem geringeren Ausfallrisiko glänzen und 2026 erscheinen soll. Schon vergangenes Jahr war die AiO-Kühlung auf der Computex 2024 erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert und entsprechend demonstriert worden.

AiO Quelle: Golem (Martin Böckmann) AiO Quelle: Golem (Martin Böckmann)

Anders als eine gewöhnliche Wasserkühlung arbeitet der Thermosiphon-Kühler aber mit der Hilfe von Kondensation, welche die verdampfte Kühlflüssigkeit zügig hoch in den Radiator steigen lässt. Im Inneren des AiO-Kühlsystems arbeitet eine spezielle Kältemittellösung, die nach der Abkühlung durch den Radiator sowie die beiden "Ventilatoren" wieder in den flüssigen Zustand übergeht und so zurück in die Kühleinheit fließt. Durch die Wärmeverlustleistung der CPU beginnt dieser Zirkulationsprozess der AiO-Kühlung anschließend wieder von vorn.

AiO Quelle: GDM Die Vorteile dieses Systems (oder Konzepts) liegen offenkundig auf der Hand. Keine Pumpe, keine Vibrationen und keine Geräusche und abseits der zwei bis drei Lüfter keinerlei bewegliche Teile. Die Thermosiphon-Kühlung soll somit nicht nur leiser, sondern auch deutlich ausfallsicherer sein. "Wenn alles gut geht", könnte das innovative Kühlsystem Ende 2026 kommerzialisiert werden, so Noctua.

AiO Quelle: Golem (Martin Böckmann) AiO Quelle: Golem (Martin Böckmann)

Wie dem Aufsteller zu entnehmen war, soll die Thermosiphon-Kühlung sowohl mit einem 240 mm als auch mit einem 360 mm messenden Wärmetauscher angeboten werden. Zur Kühlleistung machten die Kühlerexperten von Noctua allerdings bislang noch keinerlei Angaben und versprachen lediglich, dass man "zufrieden sein werde", wenn das entsprechende Produkt offiziell auf den Markt kommen wird.

AiO Quelle: GDM

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Quelle: GDM Japan

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Füllmenge wäre kein Problem – ich würde mal 1 g oder weniger schätzen, wenn der Kreislauf sinnvoll designed ist. Allerdings müssen PC-Komponenten gewissen Brandvorschriften genügen, "flammhemmend" und "Butan" sind schwer in einem Satz ohne "ganz und gar nicht" vereinbar. Auf technischer Seite spricht schon der Druck dagegen: Das obere Ende typischer Betriebstemperaturen liegt so bei 85-90 °C, der denkbare Worst Case würde sich 120 °C nähern. Das wären mindestens 12 bar; eher bis 25 bar, damit die Kühlung nicht in wirklich kritischen Phasen komplett austrocknet und somit versagt. Einigermaßen DAU- und Beschädigungs-sichere Schläuche in ersterer Größenordnung findet man beispielsweise im Tauchsport. Die sind aber schon viel zu steif, um sie mit Hebelwirkung an einem CPU-Kühler ziehen zu lassen.

        Noctua wird eine bei deutlich niedrigerem Druck siedende Flüssigkeit benötigen und die war bislang immer das Problem entsprechender Start-Ups, von denen ich in den letzten Jahrzehnten mindestens ein halbes Dutzend mit immer gleichem Aufbau gesehen habe: Man kann bei 3M zwar problemlos was bestellen, dass die erforderlichen Eigenschaften bei 1 bar bietet. Aber das ist dann leider dermaßen klimaschädlich, dass man das Produkt nur noch an zertifizierte Fachkräfte und nicht an Endkunden verkaufen darf. Diesen Anfängerfehler wird Noctua nicht machen, dafür gucken sie dem geschehen schon lange genug zu und sind als aktuell führender Universal-Passivanbieter auch nicht unter Zugzwang. Aber man darf gespannt bleiben, was sie stattdessen nehmen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Füllmenge wäre kein Problem – ich würde mal 1 g oder weniger schätzen, wenn der Kreislauf sinnvoll designed ist. Allerdings müssen PC-Komponenten gewissen Brandvorschriften genügen, "flammhemmend" und "Butan" sind schwer in einem Satz ohne "ganz und gar nicht" vereinbar. Auf technischer Seite spricht schon der Druck dagegen: Das obere Ende typischer Betriebstemperaturen liegt so bei 85-90 °C, der denkbare Worst Case würde sich 120 °C nähern. Das wären mindestens 12 bar; eher bis 25 bar, damit die Kühlung nicht in wirklich kritischen Phasen komplett austrocknet und somit versagt. Einigermaßen DAU- und Beschädigungs-sichere Schläuche in ersterer Größenordnung findet man beispielsweise im Tauchsport. Die sind aber schon viel zu steif, um sie mit Hebelwirkung an einem CPU-Kühler ziehen zu lassen.

        Noctua wird eine bei deutlich niedrigerem Druck siedende Flüssigkeit benötigen und die war bislang immer das Problem entsprechender Start-Ups, von denen ich in den letzten Jahrzehnten mindestens ein halbes Dutzend mit immer gleichem Aufbau gesehen habe: Man kann bei 3M zwar problemlos was bestellen, dass die erforderlichen Eigenschaften bei 1 bar bietet. Aber das ist dann leider dermaßen klimaschädlich, dass man das Produkt nur noch an zertifizierte Fachkräfte und nicht an Endkunden verkaufen darf. Diesen Anfängerfehler wird Noctua nicht machen, dafür gucken sie dem geschehen schon lange genug zu und sind als aktuell führender Universal-Passivanbieter auch nicht unter Zugzwang. Aber man darf gespannt bleiben, was sie stattdessen nehmen.
      • Von Darkside Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von FlyKilla
        Das Entsorgen wird nicht so dramatisch sein. Selbst einen Kühlschrank mit dem uralten, und eigentlich nicht mehr zulässigen R600 kann man problemlos abgeben.

        Gruß, Fly
        R600 ist Butan und das ist so ziemlich das gleiche Gas was in jedem Feuerzeug/Campingkocher ist, minus Geruchsstoff. Das ist schon, zusammen mit R600a Isobutan, das Ersatzkältemittel welches die alten FCKW oder FKW´s in Kühlschränken ersetzt hat. Von der Drucklage her weiß ich jetzt nicht, ob es Noctua auch in diesem Thermosiphon einsetzen könnte. Was auf jeden Fall dagegen sprechen würde, wäre die nötige Füllmenge, wegen Brand/Explosionsgefahr bei Undichtigkeiten. In einem normalen Kühlschrank sind auch nur Füllmengen deutlich unter 100g.
      • Von Bonja_Banana Freizeitschrauber(in)
        Grundsätzlich muss man sagen reicht ein normaler Luftkühler oftmals aus. Aber auch solche Produkte setzen sich durch. Wenn ich nicht zuletzt ein Gehäuse mit Glasfenster da auf dem Schreibtisch steht gekauft hätte, hätte ich mir viele Umbauten und Sorgen sparen können und einfach den Noctua NH-D15 nutzen. Aber jetzt muss es halt auch irgendwie leuchten und da fallen die meisten Luftkühler leider raus.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ich mag es, wenn herkömmliche Kühler auch das Mainboard leicht mitkühlen.
        Das ist ja der Nachteil von Wasserpumpen.
        Die Kompoenten auf dem Mainboard werden heißer.
        Denn da wird keine Luft mehr in nächster Nähe drübergesogen und entlanggeblasen.
        In meinem gedämmten System mit wenigen Lüftern nach klassischem Konzept wäre das schlecht.
        Vielleicht ist das in den neumodischen offenen Systemen mit Mesh und 9 Lüftern überall ja jetzt anders.
        Aber ich mag das nicht.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        FCKW war auch Harmlos...
        Aber was ich gut finde ist die Richtung der Beiträge die sie genommen haben und viele gute Argumente geliefert und Respektvoll die Meinung anderer hinterfragen!
        Ich hab sehr Schwarz gesehen wie das Projekt verwirklicht wird. Aber es scheint doch das es mit ausreichenden Finanzellenmitteln möglich ist. Leider neigt die Industrie auf Schnell und Billig, was man aber nur bedingt Noctua unterstellen könnte. Ich traue auch Noctua zu das sie ein Rundrum gutes und sicheres Produkt entwickeln und vermarkten.
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