Enermax: Kompakt-Wasserkühlungen aus der Liqtech-Serie angekündigt
Der taiwanische Hardware-Hersteller Enermax hat eine neue Reihe von Kompakt-Wasserkühlungen vorgestellt, aus der vorerst zwei Modelle auf dem Markt erscheinen sollen. Jeweils eins davon besitzt einen 120- respektive 240-mm-Radiator. Ersteres wird bereits ab knapp 83 Euro in unserem Preisvergleich gelistet, wohingegen der Liqtech 240 ab Mitte November erhältlich soll.
Mit der Liqtech-Baureihe will Enermax einige neue Entwicklungen einführen. Zum einen handelt es sich bei den Radiatoren um eine neue Lamellenstruktur ("Seamless Structure"), bei der die Aluminium-Finnen nicht mehr im "Zick-Zack" zwischen den Kupferrohren, in denen sich die zu kühlende Flüssigkeit befindet, sondern durchgängig verlaufen. Insgesamt soll die Kontaktfläche somit um 20 Prozent vergrößert worden sein. Zum anderen wurde in der Kanalstruktur der Bodenplatte eine Art Einkerbung ("Shunt Channel Technology - SCT") eingelassen, durch die der Flüssigkeitsstrom verbessert werden soll. Ob weiterhin eine Düsenplatte zum Einsatz kommt, gab Enermax indes nicht an.
Die neuen Komptakt-Wasserkühlungen wird es sowohl in einer Ausführung mit einem 120-mm-Radiator (ELC-LT120X-HP) als auch mit einem 240-mm-Pendant (ELC-LT240-HP) geben. Ersterer wird bereits in unserem Preisvergleich für knapp 83 Euro gelistet, ist allerdings noch nicht verfügbar. Der Hersteller hat angekündigt, dass die Auslieferung noch Ende des Monats beginnen soll, wohingegen das größere Modell mit Mitte November angegeben wird. Mit im Lieferumfang befinden sich jeweils zwei Twister-Lüfter mit der sogenannten APS-Controll, bei der man die maximale Drehzahl in drei Stufen von 1.300, 2.000 sowie 2.500 RPM regeln kann.
Quelle: Pressemitteilung

Naja vielleicht findet sich da ja nochwas, bis Ende 2014 ist noch lang. Ansonsten gehe ich wohl den kleinen Umweg, baue die mitgelieferten Lüfter bei weniger Silent-bekloppten Kollegen ein und hole mir eLoops. Blöd nur, dass es die noch nicht in 140mm - Ausführung (etwa für die H110) gibt. :-/
Ob der Lamellenkontakt auf den Flachrohren wirklich so gut ist wird sich erst noch herausstellen, denn Fertigungstechnisch ist es bei dieser Konstruktion noch schwerer als bei Lamellen auf Rundrohren zuverlässig einen wirklich sauberen flächigen Kontakt herzustellen. Es ist also die Frage, ob die Kontaktfläche nur theoretisch 20% erhöht wurde oder auch praktisch. Grundsätzlich ist ein Wärmeleitweg mit geringem thermischen Widerstand vom Wasser zu den Lamellen jedenfalls wünschenswert. Dennoch macht die Strömungsgeschwindigkeit der Luft hinsichtlich Kühlleistung auch weiterhin die Musik, weil sie die Wärmeübertragung maßgeblich limitiert. Leider ist das mit der "Musik" aber auch auf die Lautstärke zu übertragen, weshalb zumindest die Version mit 120er Radi irgendwo genauso witzlos ist wie bei allen anderen 120er Kompakt-Waküs.
Sollte man das Kontaktproblem beim Radi-Hersteller von Enermax (der ja höchstwahrscheinlich derselbe ist wie für viele richtige Wakü-Radis) aber trotz der Flachrohre in den Griff bekommen haben, wäre es ja möglich, dass bald auch Netzradis mit G1/4"-Gewinde in dieser Bauart im Handel auftauchen. Was die Kontaktierung angeht, könnte ich mir vorstellen, dass man das durch Aufblasen der Flachrohre mit hohem Druck nach dem Fügen der Lamellen hinbekommen könnte. Dann sollte sich ein wirklich flächiger Kontakt einstellen.
Gibts sowas auch in leistungsfähig?
Also ne Kompakt-Wakü mit ner Radifläche ähnlich der H110er ohne Lüfter dabei...?
Ich bin ab und an mal am überlegen welches Kühlsystem ich mir 2014 (sofern Haswell-E dann bereitsteht) in mein System pflanze... wenn mich diese kompakten bis dahin überzeugen können könnte es sowas werden... falls nicht vielleicht auch ne "richtige" Wakü für alle Komponenten - das muss ich dann nur noch mit meiner Bank abklären.
Imo sind Kompaktkühlungen interessant, da sie noch sehr viel ungenutztes Potential haben.