Warface auf der Gamescom: Free 2 Play mit Cryengine 3 - Taugt das was?
Trion Worlds und Crytek haben Warface auf der Gamescom vorgestellt, denn der Free-2-Play-Shotter soll endlich auch nach Nord-Amerika, Europa, der Türkei, Australien und Neuseeland kommen. Die Kollegen von PC Games haben den Titel kurz anspielen können und verraten Ihnen die ersten Details.
Der Free-2-Play-Shooter Warface war bisher nur im russischen Raum verfügbar, doch Crytek und Trion Worlds wollen auch auf den europäischen und den amerikanischen Markt. So nutzte man die Gelegenheit auf der Gamescom und stellte den Titel der versammelten Presse und dem Publikum vor. Natürlich gibt es auch neues Videomaterial und Screenshots. Auch Warface wird ein Free-2-Play-Shooter werden, soviel vorweg. Crytek bietet im Shooter grundsätzlich zwei Spielmodi: Koop und PvP. Letzteres ist mit simplen Deathmatch vergleichbar.
Die Koop-Missionen konnten auf der Gamescom angespielt werden. Die sind in mehrere Abschnitte gegliedert und die bis zu fünf Spieler kämpfen sich von Checkpoint zu Checkpoint. Was vielleicht nicht jedem gefallen wird: Diese Missionen sind extrem stark geskriptet. Auswählen lässt sich aus vier Klassen: Rifleman, Medic, Engineer und Sniper. Grundlegend erklären müssen wir die wohl nicht. Der Rifleman kann Munition austeilen und der Engineer regeneriert den Rüstungswert seiner Mitspieler. Das Gameplay ist schnell und eher mit Multiplayerspielen der alten Schule vergleichbar. Es wird mehr geschossen und weniger taktiert. Grundsätzlich fühlt man sich auch schnell zuhause, weil alles sehr an Crysis erinnert. Man hat dem Spiel allerdings einen satteren, wuchtigeren Stil verpasst und will ganz bewusst, dass es kracht. Schnelle Action und kein ewiges Gerenne von Spawnpunkt zum Gefecht.
Auch bei den wichtigen Punkten enttäuscht Warface nicht: Das Waffenhandling ist gut, die Sounds dazu ebenfalls. Wie auch in Crysis lassen sich die Knarren auch direkt im Spiel modifizieren. In einer Koop-Mission gilt es Raketenwerfer einzusammeln, um einen Helikopter abzuschießen. Der pfeffert einem die Kugeln nur so um die Ohren, die Deckung ist spärlich und muss obendrein verlassen werden, denn die Raketenwerfer spawnen an verschiedenen Orten. In solchen Situationen wird hektisch. Stirbt man in einer Koopmission, kann man sich wiederbeleben lassen. Doch das ist zeitlich begrenzt. Ist keine Hilfe da, muss man warten, bis die Gruppe den nächsten Checkpoint erreicht hat. Ein zweite Mission war bewusst eng angelegt und die Gegner strömten von allen Seiten via Triggerauslösung auf uns ein. Auch hier versucht man, Hektik aufkommen zu lassen, in dem man die fünf Spieler in einen Schlauch schickt, der dann von Feinden überflutet wird, die alle rot umrandet sind. Die Auswahl ist übrigens enorm: Vom Pumpgun-Widersacher bis zum mit einem Schild ausgestatteten Kamikaze, der gutes Aiming verlangt.
In den Kampfpausen gilt es, sich auszustatten. Neben Waffen und zig Granaten gibt's auch Helme, Panzerungen, Handschuhe und Stiefel. Das ist dann auch die Stelle, wo wir wieder zum Free 2 Play kommen. Crytek prüft derzeit noch die Details bezüglich Mikrotransaktionen, aber Pay 2 Win will man nicht im Spiel haben - alles soll sich erspielen lassen. Bliebe noch die Grafik zu erwähnen, aber was wollen Sie da hören. Es ist die Cryengine und Trion Worlds hat sich auch keine Patzer erlaubt. Für einen Free-2-Play-Shooter geht das allemal in Ordnung und sieht richtig gut aus. Crytek ist natürlich um eine hohe Skalierung bemüht, sodass der Shooter von möglichst vielen Spielern gezockt werden kann. Eine Geforce 8800 soll demnach schon ausreichen - dann halt mit gewissen Einschränkungen.
Mehr über Warface erfahren Sie auch auf der Themenseite von PC Games.
