[PLUS] VR-Headsets im Vergleich: Reverb G2 und Vive Pro 2 gegen Rift und Index
PCGH Plus: Seit gut fünf Jahren kann man funktionstüchtige VR-Headsets erwerben - was hat sich seitdem getan? Wir schauen auf die zwei hochauflösenden Virtual-Reality-Brillen HP Reverb G2 sowie HTC Vive Pro 2 und wagen den Vergleich zu älteren Geräten. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2022.
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VR 2021: Mehr Auflösung soll's richten
Seit 2016 haben sich VR-Brillen stärker verändert, als man zunächst glauben mag. Selbst wenn noch keine konkrete zweite Generation mit bahnbrechenden Neuerungen am Horizont zu sehen ist, bieten moderne VR-Headsets doch mehr als noch vor fünf Jahren. Allen voran natürlich die massiv gesteigerte Displayauflösung, mit der ein scharfes und detailreiches Bild möglich wird. Aber auch eine kopfschmeichelnde Ergonomie schafft einen viel höheren Immersionsgrad als noch zur Einführung - ein stressfreies Plug-and-Play dank kamerabasiertem Inside-Out-Tracking gibt es noch oben drauf. Das alles macht die heutige VR-Erfahrung einfacher und immersiver, sodass man gerne von einem viel besseren Nutzererlebnis sprechen kann als noch vor fünf Jahren. Wir wollen deswegen einen Blick auf zwei VR-Brillen werfen, die es bereits in der zweiten Iteration zu haben gibt. Einmal die HTC Vive Pro 2, die ihren Fokus - wie schon das Vorgängermodell - mehr auf Business-Kunden richtet und mit einer 5K-Auflösung aufwarten kann und die HP Reverb G2, die mit 4K punktet und aus einer Kooperation zwischen HP, Microsoft und Valve entstanden ist. Die Hersteller beider VR-Brillen haben bereits Erfahrungen im VR-Bereich sammeln können: HP mit der Windows Mixed Reality Plattform und HTC als Pionier der ersten Stunde.
Quelle: ZiyedM - Own work, CC BY-SA 4.0, https://bit.ly/2XmJtOk
Seit es marktreife VR-Headsets gibt, hat sich einiges an der Auflösung getan: Waren es bei der Oculus Rift 2016 noch rund 1,3 Megapixel, sind es mit der Vive Pro 2 heutzutage schon 6 Megapixel.
Mehr Pixel, schärfere Sicht?
Kommen wir am besten direkt zudem, was die HP Reverb G2 und die HTC Vive Pro 2 besser machen als das Gros an VR-Brillen: Die enorme Auflösung, die selbst Facebooks Quest 2 und die Valve Index in den Schatten stellt. In HPs mittlerweile dritten VR-Brille wird man von 2.160 × 2.160 Pixeln pro Auge angestrahlt, übersetzt ergibt das eine Auflösung von 4.320 × 2.160 Bildpunkten. Diese werden von zwei 2,89-Zoll-Displays mit einer Bildwiederholrate von 90 Hertz erzeugt. Auch wenn die Auflösung dem Vorgängermodel von 2019 entspricht, verfügen die Panels über eine erhöhte Helligkeit, besseren Kontrast und weisen einen verringerten Grauschleier auf. Der bis dato oft bei VR-Headsets zu Recht bemängelte Fliegengittereffekt, bei dem der Abstand zwischen den Pixeln als Gitterstruktur sichtbar ist, ist in der Reverb G2 und Vive Pro 2 gänzlich verschwunden. Dies ist der Immersion natürlich nur zuträglich, aber nicht nur der erhöhten Pixeldichte geschuldet, sondern auch der eingesetzten Full-RGB-Subpixelmatrix der LCDs. Weil in beiden Headsets drei Subpixel pro Pixel zum Einsatz kommen, ist das Bild insgesamt schärfer als würde man beispielsweise einen PenTile-OLED mit gleicher Auflösung wählen. Auf der anderen Seite haben die LCDs nicht die satten Schwarzwerte und knalligen Farben, sodass alles etwas ausgewaschen wirkt - vor allem wenn man sich in zappendusteren virtuellen Umgebungen bewegt. Weil die LCDs beider VR-Brillen einen guten Kontrast vorweisen können, fällt das aber nur bei einem direkten Vergleich mit einem OLED wirklich ins Gewicht.
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