Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2: Release-Datum offiziell - Update: Unser Entwicklertermin bringt Licht ins Dunkel
Auf der Gamescom 2025 ließ Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 die Hüllen fallen: Am 21. Oktober 2025 können Vampirfans wieder durch die dunklen Straßen von Seattle wandern. Wir konnten uns in einer Vorschau bereits die ersten Spielstunden zu Gemüte führen.
Originalartikel vom 19. August 2025: Vor rund 21 Jahren beglückte uns mit Vampire: The Masquerade - Bloodlines ein RPG, das sich recht schnell zum Kultklassiker mauserte. Seitdem mussten Fans auf einen Nachfolger warten, der bereits 2019 angekündigt wurde - und von Turbulenzen geprägt war.
Bloodlines 2: Endlich ein Termin und eine kleine Vorschau
Die Gamescom 2025 macht nun Schluss mit der Geduldsprobe: Auf der Opening Night Live gab es endlich die Ankündigung des Release-Datums für Bloodlines 2: Am 21. Oktober 2025 kommt das vampirische Rollenspiel für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S heraus. PC-Spieler können dabei sowohl auf Steam als auch auf GOG und den Epic Games Store zugreifen.
In den Tagen vor dieser Ankündigung durften wir uns durch die ersten Spielstunden von Bloodlines 2 schleichen, kämpfen und wortgeschickt aus Situationen befreien, in denen wir nicht sein wollten. Auch der zweite Bloodlines-Teil schickt uns durch die düsteren Straßen von Seattle.
- Wir schlüpfen dabei in die Rolle von Phyre, einem jahrhundertealten Vampir mit einigen Gedächtnislücken - und einer Stimme im Kopf, die ebenso wenig über die vergangenen hundert Jahre weiß. Damit ist zumindest ein gewisses Maß an Hintergrund für Spieler vorgegeben.
- Dafür lässt sich zwischen vier verschiedenen Clans wählen, die etwa wie die Brujah über rohe Gewalt kommen oder wie die Tremere das Blut von Freund und Feind kontrollieren.
Schön anzusehen, aber ist das noch Bloodlines?
Mit der (mehr oder weniger) Vorgabe des Hauptcharakters war für uns schon klar: Fans des ersten Bloodlines müssen sich darauf einstellen, dass der neue Ableger einiges anders machen wird. Das dürfte einige RPG-Veteranen vor den Kopf stoßen, ermöglicht aber auch die Chance auf neue Erfahrungen.
Diese lassen sich in der modernen Fassung des schaurig-schönen Seattles erleben - zumindest oberflächlich. Neonschilder blinken, Passanten spazieren, ein paar Autos fahren durch die Gegend ... und das war's auch schon. Viel passiert offensichtlich nicht in dieser Stadt, die sich lediglich regt, wenn wir unsere vampirischen Fähigkeiten zu offensichtlich einsetzen. Immerhin sieht sie so weit ordentlich aus:
Bildergalerie
Apropos Fertigkeiten: Zwar konnten wir nicht allzu viele testen, aber recht schnell ließen sich hier Parallelen zu einem Spiel ziehen, das nicht unbedingt mit Vampiren in Verbindung steht: Dishonored.
Das meiste an Gameplay von Schleichen bis Kämpfen erinnert uns nämlich stark an den Titel aus dem Hause Arkane. Bekanntlich hat sich das als ein funktionierendes Rezept für ein gutes Spiel erwiesen - die Frage ist nur, ob das dann auch zu einem Bloodlines-Spiel passt, auf das Fans viele Jahre warten mussten.
Update vom 20. August 2025: Unser Gamescom-Termin mit The Chinese Room liegt inzwischen ebenfalls hinter uns. In den rund 60 Minuten durften wir die bisher gesehene Preview mit einem neuen System fortsetzen: Die eingangs erwähnte Stimme im Kopf ist nämlich ein ehemaliger Detektiv, der sein Ableben untersucht. Entsprechend versteht sich Bloodlines 2 an diesen Stellen nicht nur als ein äußerst actionlastiges RPG, sondern auch als Rätselraten im Stile eines L.A. Noire.
Apropos Action: Die ca. Dreiviertelstunde, die wir mit dem Spiel weiter verbringen durften, hatte es in diesem Aspekt ebenfalls in sich und blieb ebenso chaotisch-rasant, wie wir es schon im Originaltext erklärt hatten. Das dürfte mutmaßlich weiter einen Keil in die Fangemeinde treiben - denn während ein "Dishonored mit Vampiren" sicherlich das Potenzial zu einem guten Spiel hat, bleibt die Frage, ob das tatsächlich noch ein Bloodlines-Spiel ist.
Die Entwickler, mit denen wir im Anschluss an unsere Demositzung reden konnten, sind sich dieser Gefahr zumindest bewusst, antworten aber mindestens ebenso selbstbewusst auf etwaige Sorgen. Der Wechsel hin zu einem vorgegebenen Charakter und einem actionlastigeren Durchlauf sind gezielte Entscheidungen, mit denen man das Bloodlines-Franchise modernisieren möchte.
- Dishonored wird dabei ebenso zur Inspiration erhoben wie eine ganz andere Reihe: die Batman-Arkham-Trilogie. Genauer gesagt kam das Freeflow genannte Kampfsystem aus den Rocksteady-Spielen zur Sprache - auch in Bloodlines 2 sollen Kämpfe chaotisch, schnell und dennoch flüssig ausfallen.
- Die Idee kommt nicht von ungefähr: Da man in Bloodlines 2 Spielern den Charakter Phyre vorsetzt, der als uralter Vampir wiedererwacht, müssen Spieler zwangsläufig sich auf Wunsch auch wie einer fühlen können. Entsprechend gibt The Chinese Room den Spielern solch rasante Werkzeuge an die Hand, um diese inhärente Charakterstärke auch vermitteln zu können.
Die Diskussion rund um Bloodlines 2 dürfte sich angesichts solcher Ziele weiter nur in eine Richtung entwickeln: Ja, es zeigt das Potenzial zu einem guten Spiel, so viel steht für uns nach rund fünf Stunden Demozeit fest. Puristen des ursprünglichen Titels dürften damit aber trotzdem in mehrfacher Hinsicht zu kämpfen haben.

Das ich gerade zum ersten Mal seit Jahren wieder spiele. Immer noch boah ey (
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Aber den Vergleich forcierten ja selbst Paradox schon mal... https://www.pcgamer.com/g...
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Muss sagen auch wenns kein klassisches RPG sein wird, ich freu mich drauf, das gesehene macht wirklich Lust auf mehr.
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Im neuen Trailer ist nichts mehr von dieser Atmosphäre vorhanden. Aus dem gleichen Grund ist auch C&C 4 gescheitert: EA hätte es nicht C&C nennen sollen, denn dann erwarten die Fans auch "C&C".
Ich hätte gern das Bloodlines 2 gehabt, welches ich mit eigenen Augen bereits auf der Gamescom 2019 gesehen hab. Aber das ist gestorben. Vielleicht bleibt es noch ein vernünftiger Benchmark, schauen wir mal
Kaum ein Mensch auf den Straßen und in Innenräumen stehen alle wartend auf ihrer Stelle, darauf wartend, dass eine Spielercharakter sie anspricht. 2003 war dieser Immersionsbruch halt Stand der Technik, aber 16 respektive 22 Jahre später? Was soll das, außer zur Textur-Nichtqualität passen?
Das eigentliche Spielgeschehen ließ dagegen wenig "Bloodlines" aufkommen. Schon allein wie sich der Spieler in der Demo zur ersten Mission bewegt. Einsatz spezieller Kräfte ("Warum um ein Haus herumlaufen, wenn ich ratzfatz drüberklettern kann?") alle fünf Meter ohne sich auch nur ein einziges Mal umzugucken, ob man beobachtet wird. Es steht jemand vor einem? Niederschlagen, Aussagen. Das ist nicht das Bloodlines, das ich (als einzigen Story-zentrierten Titel überhaupt) dreimal durchgespielt habe.
Was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe ist, wieso man überhaupt an dem "Bloodlines"-Titel hängt? Wie Swansong bewiesen hat, wissen über 90 Prozent der Spieler nicht, dass das der spiel-definierende Teil im Namen des Klassikers ist. Man hätte etwas beliebig anderes hinter "Vampire: The Masquerade" schreiben können und trotzdem die volle Aufmerksamkeit erhalten können, ohne im gleichen Atemzug ein Versprechen zu geben, dass man kaum wird halten können.
bestimmt noch von 2019, und das neue Studio konnte das nicht ändern, weil Paradox keine Geld mehr investieren will.
Da kaum ein Autor in der Lage ist, glaubwürdig zu vermitteln, warum sich irgend jemand von Bedeutung im Spiel an einen unbekannten Niemand wendet, geschweige denn gute Gründe zu finden, wie dieser niemand binnen weniger Spielstunden zu einer großen Kraft wird, spielt man alle naslang einen Jemand, der nur gerade wegen die Nicht-Kräfte und das Nicht-Wissen eines Niemand hat, den aber schon viele Leute kennen und der diese Schwächen schnell überwindet. Ich glaube nicht, dass es am Geld gescheitert ist, dass der neue Entwickler dieses in der Regel ohnehin nur wenige Missionen lang relevante Startsetting beibehalten hat. Sondern einfach daran, dass denen nichts besseres eingefallen ist.