Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test [Test der Woche]

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Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test

USB-Sticks sind ein beliebter Ramschartikel, den man im Mediamarkt an der Kasse noch schnell aufs Laufband legt. Diese bieten jedoch meist maximal 16 Gigabyte Kapazität und kosten wenige Euro. Inzwischen gibt es jedoch auch UBS-Sticks mit 1.000 Gigabyte für fast ebenso viele Euros. Einer davon ist der Kingston Predator 1TB.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.

Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Die Speicherkapazität von USB-Sticks wächst ungebremst. Die aktuelle Oberklasse beginnt bei 120 GB. Zudem gibt es bereits recht viele Sticks mit 250 GB, und noch eine Handvoll mit etwa 500 GB Speichervolumen. Im Preisvergleich sind zurzeit aber nur zwei USB-Sticks gelistet, die eine Kapazität von einem TB besitzen. Und da das Patriot-Modell von der Formgebung eher einer Festplatte entspricht, dürfen wir den Kingston HyperX Predator 1 TB wohl zu Recht als einzigen USB-Stick der Welt mit 1.000 Gigabyte Fassungsvermögen bezeichnen.

Verpackung und Zubehör

Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Klotzen nicht kleckern: USB-Stick Kingston Hyper X Predator 1 TB im Test Der interessierte Kunde, der das Laufwerk für den kleinen Obolus von rund 900 Euro ersteht, erhält dabei kein profanes Plastik-Laufwerk in einer frustrierenden Blister-Verpackung mit scharfen Kanten: Wird in einer für USB-Stick-Verhältnisse edlen Metallbox geliefert, welche in einer Schaumstoffeinlage das Laufwerk sowie das Zubehör verbirgt. Konkret handelt es sich dabei um eine USB-3.0-Verlängerung sowie um einen Schlüsselring. Da der USB-Stick an sich schon nicht gerade filigran wirkt, und der Schlüsselring-Adapter recht lang und starr ist, bezweifeln wir, dass dieser wirklich von jemandem genutzt werden will. Sofern der Betreffende denn überhaupt bereit ist, einen 900-Euro-USB-Stick am Schlüsselbund zu tragen. Über den Lieferumfang und die angeblichen Formalitäten bei der Lieferung des Sticks gibt es auf Amazon übrigens einige sehr lesenswerte "Kundenrezensionen", die wir an dieser Stelle empfehlen.

Technische Eigenschaften

Da es sich bei unserem Testmuster um eine Leihgabe handelt, und wir nicht die Beschädigung des teuren Gerätes riskieren wollen, haben wir auch keine Möglichkeit, uns mit eigenen Augen von der Bauweise und den verwendeten Komponenten des USB-Sticks zu überzeugen. Etwas anderes als ein Übereinanderschichten der Chips im Sandwich-Verfahren ist aber zum Erreichen dieser Kapazität wohl nicht machbar. Mittels einer Software lesen wir aus, dass es sich bei den Speicherchips um Micron-MLC-Speicher mit der Bezeichnung MT29F512G08CKCAB handeln soll. Diese bieten pro Chip eine Kapazität von 512 GBit beziehungsweise 64 GByte. Also müssen sich im massigen Gehäuse mindestens 16 dieser Chips verbergen. Der Controller stammt laut Software von Phison und trägt die Bezeichnung PS2251-2. Dieser bietet acht Kanäle und beherrscht Wear Leveling. Der Hersteller ist auch aus dem SSD-Umfeld bekannt, seine Controller sind aber vor allem in langsameren SSDs zu finden, die von anderen Herstellern mit eigenem Aufdruck verkauft werden. Die hohe Anzahl der Chips und die daraus resultierende Größe sorgt dafür, dass der Hyper X Predator 1TB beachtliche 64 Gramm auf die Waage bringt.

Leistungsmessungen

Bei den Messungen mit AS-SSD erreicht der Stick beim Lesen eine Geschwindigkeit von 260 MByte/s. Das entspricht voll der Herstellerangabe. Beim Schreiben liegt der der Predator 1 TB sogar deutlich darüber: Statt der 160 MByte/s, die Kingston angibt, messen wir ganze 230 MByte/s.

Allerdings ist die Leistung nicht besonders stabil: Je mehr und je schneller hintereinander wir die Messungen durchführen, desto langsamer wird der Stick beim Schreiben. Dabei unterbietet er durchaus auch die Herstellerangaben. Da das USB-Laufwerk unter Last sehr warm wird vermuten wir, dass intern ein Throttling-Vorgang abläuft, um die Chips nicht zu überhitzen. Mit gemessen über 42 Grad an der Oberfläche verbrennt man sich am Predator 1 TB zwar nicht die Finger, deutlich zu spüren ist die Wärmeentwicklung aber trotzdem. Das sorgt auch für die eher maue Leistung im Atto Disk Benchmark. Da dieser Test länger dauert, heizt sich der Stick auf und bietet so im Schnitt nur noch eine stark schwankende Schreibleistung mit maximal 70 MByte/s. Das entspricht auch der ungefähr Geschwindigkeit, den das Laufwerk konstant über einige Zeit halten kann. Im Iometer zeigt seich ein ähnliches Bild: Der Stick schafft 200 IOPS direkt nach dem Start. Über die nächsten Minuten fällt die IOPS-Leistung auf einen Wert von 11. Festplatten reagieren hier deutlich flotter.

Fazit

Vor allem wegen der Größe und dem Hitzeproblem ist der Hyper X Predator 1 TB nur bedingt alltagstauglich. Die Leistung ist für kurze Zeit sehr gut, sinkt dann aber auf ein durchschnittliches Niveau ab und kann dabei stark schwanken. Dennoch ist der Kingston HyperX Predator 1TB eine interessante Machbarkeitsstudie. Vernünftige Kaufwillige greifen aber zu kleineren Sticks, warten ein paar Jahre oder nutzen wie bisher eine 2,5-Zoll-Festplatte.

Testtabelle

Produkt Data Traveller HyperX Predator 1 TB
Hersteller Kingston
Preisvergleich www.pcgh.de/preis/888104
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 900,-/Mangelhaft
Eigenschaften  
Kapazität 1.000 GB
USB-Standard 3.0
Zubehör Schlüsselanhänger, USB-3.0-Verlängerung
Größe (L x B x H)/Gewicht 75 x 25 x 20 mm/64 Gramm
LED für Aktivität Ja
Controller Phison PS2251-01
Flash 16 x Micron MT29F512G08CKCAB (512 GBit)
Kompatibilitätsprobleme Ja, Stick verdeckt umliegende Anschlüsse
Leistung  
Atto Disk Benchmark (Lesen/Schreiben) 242/232 MByte/s
AS-SSD (Lesen/Schreiben) 231/71 MByte/s
Iometer (Wert nach 5 Minuten) 11 IOPS
Fazit  
  + Extrem viel Speicher
  - Sehr teuer
  - Klobige Bauweise
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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Das Teil sollte doch gut für das Autoradio geeignet sein. Die 2,5" HDD mit Kabel ist doch etwas unpraktisch.
        ---
        interessant:
        Zitat
        Mittels einer Software lesen wir aus, dass es sich bei den Speicherchips um Micron-MLC-Speicher mit der Bezeichnung MT29F512G08CKCAB handeln soll.
        Mit welchen Programm macht man das denn?
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Das Teil sollte doch gut für das Autoradio geeignet sein. Die 2,5" HDD mit Kabel ist doch etwas unpraktisch.
        ---
        interessant:
        Zitat
        Mittels einer Software lesen wir aus, dass es sich bei den Speicherchips um Micron-MLC-Speicher mit der Bezeichnung MT29F512G08CKCAB handeln soll.
        Mit welchen Programm macht man das denn?
      • Von DBGTKING
        also ich sehe das auch als vorteilhaft.Wenn ich mehrere Terabyte Platz benötige aber im Haus zu wenig Platz ist,dann ist sowas hier sinnvoll.Wenn es also günstig ist kann ich also nach merheren Jahren sowas hier in großen Stückzahlen kaufen.Der Festplattenplatz verschwindet irgendwie soschnell,keine ahnung wo der alles verschwindet.
        Also man kann so sagen das nicht nur die Größes des Platztes ein vorteil birgt,sondern auch das es so klein ist und darum nicht so viel Platzt im Haus einnimt.ich finde die Entwicklung also auch sehr gut.
      • Von Ein_Freund Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Oberst Klink
        Sone mSATA- oder M.2- SSD mit einem schmalen Gehäuse drumherum und einem passenden Adapter wäre schon was. Einfach die SSD dann wie ne CF-Karte in den Adapter stecken und gut ist. Sowas sollte es doch bereits geben, wäre technisch jeden Falls leicht machbar.
        eSata? Thunderbolt? USB 3.0? Firewire? All diese Anschlüsse wären theoretisch schneller wie Sata II in ihrer höchsten Ausbauform, SataIII tilgt alle außer Thunderbolt.

        Edit: Ich glaube du beziehst die doch auf etwas anderes entschuldige meintest du evtl. soetwas http://www.amazon.de/ZTC-...
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        Sone mSATA- oder M.2- SSD mit einem schmalen Gehäuse drumherum und einem passenden Adapter wäre schon was. Einfach die SSD dann wie ne CF-Karte in den Adapter stecken und gut ist. Sowas sollte es doch bereits geben, wäre technisch jeden Falls leicht machbar.
      • Von Suffi30 PC-Selbstbauer(in)
        Der preis ist schon richtig heftig. Da ist eine kombination aus msata SSD + externen gehäuse günstiger und viel schneller und wirklch gross sind die Dinger auch nicht mehr meine passt problemlos in jede Hosentasche
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