Ein bekanntes Risiko: Creative Assembly und die große Total-War-Idee zu Warhammer 40.000
Mit Total War: Warhammer 40.000 greift Creative Assembly ein Konzept auf, das bereits vor 16 Jahren an seinen eigenen Ambitionen scheiterte. Damals hieß das Experiment Empire. Nun folgt ein neuer Anlauf.
Als Creative Assembly im Jahr 2009 Empire: Total War veröffentlichte, galt das Strategiespiel als eines der ambitioniertesten Projekte der Studiohistorie. Eine globale Kampagnenkarte, mehrere Kriegsschauplätze, Seeschlachten sowie der konsequente Wechsel von Blankwaffen zu Schusswaffen sollten die Total-War-Reihe grundlegend neu ausrichten. Das Ergebnis war konzeptionell bemerkenswert, technisch jedoch von deutlichen Problemen geprägt.
Empire kämpfte mit einer Vielzahl an Bugs, einer wenig überzeugenden KI und unausgereiften Belagerungsschlachten. Vor allem der Anspruch, die gesamte Welt in einem zusammenhängenden System abzubilden, führte zu spürbaren Einschränkungen an anderer Stelle. So wurde das Spiel im Rückblick häufig als Beispiel dafür herangezogen, wie ambitionierte Ideen an den damaligen technischen Möglichkeiten scheiterten.
Mit der Ankündigung von Total War: Warhammer 40.000 greift Creative Assembly nun erneut auf ein ähnliches Spannungsfeld zurück. Wieder steht ein außergewöhnlich großer Maßstab im Raum, wieder soll sich die Reihe in eine Richtung bewegen, die bislang nicht zu ihrem Kern gehörte. An die Stelle historischer Schlachtfelder oder klassischer Fantasy-Settings tritt nun das düstere Science-Fiction-Universum von Warhammer 40.000.
Bekannt ist bislang, dass planetenzerstörende Flotten Teil des Spiels sein sollen. Auch Raumkämpfe könnten erstmals eine Rolle spielen. Konkrete Details bleiben jedoch rar, weshalb viele Einschätzungen derzeit spekulativen Charakter haben. Dennoch liegt der Vergleich zu Empire nahe, da Creative Assembly abermals versucht, mehrere Ebenen und Spielsysteme miteinander zu verzahnen.
Ein wesentlicher Unterschied ergibt sich allerdings aus der Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit 2016 arbeitet das Studio nahezu durchgehend an der Total-War-Warhammer-Reihe. Insbesondere die groß angelegten Kampagnen Mortal Empires und später Immortal Empires haben gezeigt, dass hunderte Fraktionen und eine sehr umfangreiche Spielwelt technisch umsetzbar sein können. Diese Erfahrungen dürften für Warhammer 40.000 von zentraler Bedeutung sein.
Gleichzeitig stellt das 40.000-Universum andere Anforderungen als bisherige Total-War-Szenarien. Die Größe der Galaxis, interstellare Logistik sowie der Fokus auf moderne Fernkampfwaffen könnten das etablierte Spieldesign an neue Grenzen führen. Denkbar wäre daher, dass Creative Assembly den Maßstab bewusst einschränkt, um spielerische Tiefe zu sichern. Ob ganze Welten lediglich als strategische Knotenpunkte fungieren oder tatsächlich spürbare Bedeutung entfalten, bleibt offen.
Hinzu kommt, dass das Studio in den vergangenen Jahren nicht frei von Rückschlägen war. Fehlerhafte Updates, umstrittene DLC-Entscheidungen und das Marketing rund um Total War: Pharaoh haben das Vertrauen vieler Spieler belastet. Zwar folgten Entschuldigungen und Anpassungen, doch die Erinnerung an diese Phase wirkt weiterhin nach.
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Quelle: PC Gamer

Wenn da ein paar miese Spiele dabei sind läst sich das echt verschmerzen.
(DoW3 ist aus meiner Sicht übrigens nicht nur mies im Vergleich zu den Vorgängern; und gearde die sehr guten Vorgänger macht DoW3 echt xyz)