The Last of Us: Crafting, Planen und Improvisieren, Fazit

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Unser Hands-On-Test zu The Last of Us: Wir konnten anhand einer Preview-Version zwei brandneue Level aus dem Survival-Horror-Adventure der Uncharted-Macher anspielen. Unsere Eindrücke von Naughty Dogs PS3-exklusivem Grusel-Kracher mit frischen Gameplay-Szenen seht ihr im kommentierten Video. The Last of Us kommt am 14. Juni in den Handel.

The Last of Us - Recyceln und Basteln

Mit R1 rufen wir das Handwerksmenü auf, in dem sich Fundsachen aus sieben Kategorien kombinieren lassen, um Hilfsmittel zu erzeugen oder Ausrüstungsgegenstände zu verbessern. Das klingt komplizierter, als es ist. Einfach das gewünschte Endprodukt im Menü wählen und ein paar Sekunden den Button gedrückt halten – fertig. Voraussetzung ist natürlich, dass wir die notwendigen Ressourcen zur Hand haben. Im Spielverlauf lernt Joel immer wieder Rezepte dazu, um benutzbare Objekte herzustellen oder vorhandene Ausrüstung zu verbessern.

Spannend wird die Bastelei durch zu treffende Entscheidungen, weil verschiedene Produkte dieselben Rohstoffe erfordern. Mit der Kombination "Schere plus Verbandszeug" können wir zum Beispiel die erwähnte Behelfsklinge produzieren. Oder wir rüsten damit unser Nahkampfbrett auf, um Runner mit einem einzigen Treffer auszuschalten. Aufgerüstete Nahkampf-Waffen verlieren schneller Haltbarkeitspunkte, nach einigen erfolgreichen Einsätzen fällt so ein Konstrukt wieder auseinander.

Dazu kommt ein weiterer taktischer Aspekt: Werkeln wir auf Vorrat und wagen uns mit möglichst viel vorproduzierten Gegenständen in den nächsten Bereich? Oder lieber mehr Ressourcen horten und dann je nach Spielsituation die Dingeanfertigen, die am dringendsten benötigt werden? Das Spielgeschehen wird nicht angehalten, wenn ihr im Wertstoff-Rucksack kramt. Auch wenn das Craften nur einige Sekunden dauert, können die einem verflixt lange vorkommen, wenn uns dabei ein Runner-Rudel auf den Fersen ist.

Vorschau zu The Last of Us: Im Drosselgriff eines Clickers hat Joel schlechte Überlebenschancen. Ein herzhafter Biss genügt und unser Held segnet das Zeitliche. Quelle: Sony/Destructoid Vorschau zu The Last of Us: Im Drosselgriff eines Clickers hat Joel schlechte Überlebenschancen. Ein herzhafter Biss genügt und unser Held segnet das Zeitliche. The Last of Us - Planen und Improvisieren

Die ersten Stealth Kills sind einfach, doch bei unserer Gebäudeerforschung folgt prompt die erste knifflige Stelle. An eine Wand gekauert, verwenden wir die Lauschfunktion, woraufhin sich die Umrisse mehrerer Runner und eines Clickers abzeichnen. Schleichen wir uns an den Clicker, sehen uns die Runner – aber schießen wir auf die Runner, folgt der Clicker dem Kampflärm. Die Todesszene, bei der ein Pilzmonster sich ein Stück von unserem Helden abbeißt, haben wir mehr als einmal gesehen. Schließlich sind wir durch Improvisation erfolgreich: Auf der Flucht vor dem Runner-Rudel bemerken wir eine Holzplanke. Schnell greifen wir zu: Die Nahkampf-Taste löst jetzt statt eines Boxhiebs einen Schwung mit dem Brett aus, das die Monster schneller umhaut. Sobald ein Runner ausgeschaltet ist, wechseln wir wieder die Position, um den Clicker auf Distanz zu halten, den wir uns als letzten Infizierten vorknöpfen. Wir feuern vier, fünf Revolverkugeln ab, erst dann kippt die Sporen-Schleuder um.

The Last of Us - Sparsam schießen

Nicht nur wegen der Geräuschentfaltung hebt ihr euch den Einsatz von Schusswaffen besser für kritische Stellen auf. Munition ist knapp, beim Durchsuchen von Umgebung und Leichen findet man ab und an mal ein paar Patronen. Um gezielt zu schießen, wechseln wir in Uncharted-Manier per L1-Taste in die Überdie- Schulter-Ansicht, wodurch ein Fadenkreuz erscheint. Joel kann zwischen verschiedenen Waffen wechseln; nach kurzer Zeit finden wir einen besseren Revolver und sogar eine Schrotflinte. Durch Antippen des D-Pads nach links und rechts schalten wir flink durch die Pistolen und Gewehrtypen. Nach oben und unten drücken wir das Pad, um Hilfsmittel wie Sanitätskasten zu selektieren.

Besitzt Joel eine Nahkampfwaffe, wird diese automatisch bei Betätigung der Quadrat-Taste geschwungen; ansonsten haut er mit bloßen Fäusten zu. Zum Stealth-Repertoire gehört auch die Ablenkung durch geworfene Gegenstände. Von Splinter Cell bis Far Cry 3 hat die Verursachung von Störgeräuschen, die Gegner in eine bestimmte Richtung locken, eine lange Spieletradition. Immer wieder finden wir Ziegelsteine oder Flaschen, die sich ergreifen und werfen lassen. Die L1-Taste hilft bei der Zielgenauigkeit; haltet sie gedrückt, um den Wurfbogen zu sehen, bevor ihr das Geschoss schmeißt. Wichtig ist auch die Sprint-Taste: Joel legt einen Zahn zu und kann damit versuchen, sich aus dem Griff eines Gegners zu befreien.

Grafisch wirkte die Umgebung im Anspiel-Level nicht übertrieben spektakulär, aber schließlich tummelten wir uns primär in Kellerräumen und einer U-Bahn-Station. Die düsteren, von Taschenlampen- Lichtkegeln erhellten Räumlichkeiten erzeugen zusammen mit der hochklassigen Soundkulisse nervöse Gruselstimmung. Auch die Aussichten auf die verregneten Ruinen von Boston vermitteln den Ernst der Lage: Naughty Dogs neue Spielwelt ist kein fröhlich-bunter Abenteuerspielplatz, sondern eine raue Überlebenskampf-Kulisse, die beste Endzeitstimmung verspricht.

Die hier veröffentlichte Vorschau zu The Last of Us stammt aus der Play3 04/13-Ausgabe.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 The Last of Us: Vorschau zum PS3-Action-Adventure
  2. Seite 2 The Last of Us: Crafting, Planen und Improvisieren, Fazit
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cap82 BIOS-Overclocker(in)
        Es heißt The LAST of us, nicht the LÄÄST..
      • Von cap82 BIOS-Overclocker(in)
        Es heißt The LAST of us, nicht the LÄÄST..
      • Von Gast1668381003
        Zitat von instagib
        Ich bezeichne Uncharted und The Last of US nicht als Spiel. Das ist ein Story CGI in dem du hin und wieder mal paar Tasten drücken musst.
        Bei Uncharted ist es ja noch erträglich, richtig schlimm ist es bei Max Payne 3, das wahrscheinlich zu 65-70 % aus endlos langen Cutszenen besteht und man entsprechend alle 3 Minuten aus dem Spielfluss gerissen wird

        Der Singleplayer vieler Spiele taugt doch eigentlich nur noch als "Snack" für zwischendurch, egal ob Tomb Raider, Crysis 3, Max Payne 3...
      • Von instagib PC-Selbstbauer(in)
        Alles in allem interessieren mich diese neuen "Casual" Titel nicht.
        Uncharted, das letzte Tomb Raider und wohl auch The Last Of Us sind mir vom Gameplay her viel zu einfach.
        Tomb Raider 2013 war das einfachste CGI Spiel das ich je spielte.
        Auf schwer bin ich durchgehüpft.

        The Last of Us sieht ehrlich gesagt noch einfacher aus...

        Zitat
        Naughty Dog sollten mal für den PC programmieren und nicht für die schwache Ps3.
        Ich bezeichne Uncharted und The Last of US nicht als Spiel. Das ist ein Story CGI in dem du hin und wieder mal paar Tasten drücken musst.

        Ich bin mit Guild Wars 2 und Planetside 2 noch immer sehr gut versorgt auf der PC exklusiven Schiene und hoffe es kommen bald größere Updates/Episoden.
        Tomb Raider hatte ich nach 3 Tagen durch. Planetside 2/Guild Wars 2 spiele ich schon seit Release.
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Naughty Dog sollten mal für den PC programmieren und nicht für die schwache Ps3.
      • Von Softcooky
        Zitat von GxGamer
        Ich verstehe die Logik hinter diesem Artikel nicht. Da kommt ein Spiel, welches ich interessant finde und es gerne spielen würde, aber nicht kann, da ich keine PS3 besitze. Kaum habe ich das Spiel praktisch wieder vergessen, taucht erneut so ein ellenlanger Artikel hier auf, der erneut Salz in die Wunde streut. Nichts dagegen wenn hier auch PC-Spiele präsentiert werden, aber ein PS3-exklusiver Titel muss doch nicht sein.

        Solange vereinzelt darüber berichtet wird; bei einem potentiellen Blockbuster kann man, m. E., mal über den Tellerrand schauen.

        Zum Game: endlich mal wieder ein Survival-Horror-Spiel, das den Namen auch verdient. Bei den letzten Resis und Silent Hills war der Horror eher das Spiel an sich

        Hoffentlich ein Anstoss für die Entwickler erwähnter Games, ihr Mainstreamnachhecheln nochmal zu überdenken
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