20 Jahre später: Klassisches D&D-Rollenspiel The Temple of Elemental Evil mit Fan-Hilfe auf Steam
Nach 20 Jahren kehrt The Temple of Elemental Evil auf Steam zurück - repariert, erweitert und erstmals ohne die berüchtigten Bugs. Das D&D-RPG bleibt alt, sperrig und detailverliebt, wie Genre-Veteranen es in Erinnerung haben.
Vor gut zwei Jahrzehnten erschien The Temple of Elemental Evil im Fahrwasser des Erfolgs der Baldur's-Gate-Reihe als ambitionierte, aber fehlerverseuchte Umsetzung des D&D-Regelwerks 3.5E. Die Idee war simpel: ein kompromissloses CRPG im Greyhawk-Setting, das Regeln, Kämpfe und Begegnungen so akkurat wie möglich nachbaut. Die Wirklichkeit bestand aber aus Bugs, kaputten NPC-Begleitern, miserabler Wegfindung und fehlerbehafteten Quests. Es war also ein Titel mit Potenzial, aber einer, den kaum jemand ohne weitere Patches empfehlen konnte.
Jetzt ist The Temple of Elemental Evil erstmals offiziell auf Steam erhältlich, ausgerüstet aber mit diversen Community-Bugfixes und -Reparaturen und einer Reihe von kleinen Verbesserungen, die das Grundspiel und seine Mechaniken unverändert lassen, aber entsprechende Stolpersteine entfernt.
Überarbeitet - aber unverkennbar Oldschool
Wer ein modernes Remake erwartet, bekommt es hier ganz bewusst nicht. Temple of Elemental Evil soll noch immer das gleiche, sperrige D&D-RPG von 2003 sein, dessen Kämpfe sich strikt an das 3.5E-Regelwerk samt aller Tabellen, Zahlenwerte und Kampfstruktur orientiere. Doch die Steam-Version verspricht, fehlerfrei zu sein und einfach zu funktionieren. Wiederhergestellte Nebenquests, neue NPC-Aufgaben, eine magische Truhe gegen das notorische Inventarproblem oder ein wiederhergestelltes Gebäude, das im Original fehlte: Die Ergänzungen sollen sich so sauber einfügen, dass man sie leicht für offizielle Inhalte halten könnte.
Die Präsentation bleibt jedoch ein Zeitzeugnis der frühen 2000er-Jahre. Vorgerenderte Hintergründe treffen hier auf 3D-Charaktere, animierte Details füllen die Schauplätze und dank aktueller Auflösungen dürfte das Ganze scharf auf dem Spielermonitor präsentiert werden. Der Fenstermodus hingegen verhindere künstlich gestreckte Grafiken, damit diese so prächtig wie damals wirken können.
Bildergalerie
Die Kampfentscheidungen bieten den Entwicklern zufolge weiterhin zahlreiche taktische Nuancen: gehen, rennen, Fünf-Fuß-Schritt, Gelegenheitsangriffe, Angriffe vorbereiten oder Gegner mit gezielten Manövern zu Fall bringen. Es soll sich zwar besser spielen als die sperrigen alten Gold-Box-Klassiker, doch mit modernen CRPG-Blockbustern könne es vom Spielkomfort her immer noch nicht mithalten.
So bleibt die Erkenntnis, dass die Neuveröffentlichung eigentlich kein Remaster, sondern eine Reparatur ist. Für Genre-Veteranen stellt es sich womöglich als eine behutsam kuratierte Wiederbelebung dar. Für Neulinge ist es ein kurioser Blick in eine Ära, in der Regelfetischismus noch ganz großgeschrieben wurde.
Welche alten CRPGs würden Sie in ähnlich reparierter Form gerne auf Steam sehen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Troika Games/Sneg auf Steam

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Ich kann dir sagen, dass die von dir gezeigten Beispiel-Screenshots nicht echte CRTs (da kommt es auch noch darauf an ob TVs oder Monitore) wiederspiegeln. Der erste ist zu weichgezeichnet und der zweite hat "Scanlines", welche Pixel zerschneiden. Bei beiden erkenne ich sofort, dass es sich um Shader handelt.
Irgendwann, wenn die Pixeldicht hoch genug ist, wird man sicherlich CRT Lochmasken besser nachbilden können. Allerdings waren die Spiele auch nie dafür ausgelegt auf riesigen Bildschirmen gespielt zu werden, also wird man immer Abstriche in Kauf nehmen müssen, außer man sitzt so weit entfernt, dass die Bildschirmgröße dem eines kleinen Bildschirms gleich kommt. Mit Viture XR Glasses schauen die Spiele mit Shadern aber fast so gut aus, wie auf dem kleinen Bildschirm, obwohl man vom Abstand der Bildschirme zu den Augen letztere größer erscheinen lässt.
Als Böse Gruppe brauchte ich ca. 5 Minute; da dauerte die Charkter erstellen deutlich länger.
Spiel habe ich als langwierig in Erinnerung und als ok.
Kann echt was sein wenn man min/max. Spieler ist.
Das Spiel gibt es übrigens seit Jahren bei GoG....
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