Endorfy Celeris 1800 - Testergebnis und Fazit
In diesem Artikel
Viele Fn-Funktionen und schreib-freundliches Layout
Vom Wahlschalter für den Verbindungsmodus und das OS an der rechten sowie den offensichtlich von Smartphones inspirierten Wippschalter mit Zusatzknopf an der linken Seite abgesehen, hat die Endorfy Celeris 1800 keine Extratasten im Angebot. So werden alle zusätzlichen Funktionen über die Fn-Taste aufgerufen. Dazu gehören die Medientasten, die Verbindungswahl, die Bildschirmhelligkeit und Windows-Funktionen wie "Explorer öffnen" oder die bereits erwähnten Beleuchtungseinstellungen sowie die Akkustandanzeige. Auch die fehlenden Mittelblocktasten Print Screen/Scroll Lock/Pause/Menü findet ihr auf der Fn-Belegungsebene.
Quelle: PCGH
Obwohl bei der Endorfy Celeris 1800 die F-Tastenreihe nicht haptisch vom Haupttastenfeld abgesetzt ist, können Sie mit der Custom-Gaming-Tastatur auch ohne Fehlgriffe schreiben.
Mit Ausnahme des Fn-Umschalters und feststehenden Funktionstasten (Alt, Strg, Umschalten, Return) könnt ihr allen Tasten und sogar dem Wippschalter mit Knopf per Software eine Makrofunktion oder Fn-Belegung zuordnen. Zur Auswahl stehen: Mouse Key, Fire Key, Multimedia Key, System Function, Marco Funktion, Office Key, Extra Function. Eine komplett freie Programmierung der Fn-Ebene ist allerdings nicht möglich, und kompatibel zu den Open-Source-Lösungen VIA und QMK ist die Endorfy Celeris 1800 auch nicht.
Damit kann ich leben und was mir besonders gefällt, ist die Tatsache, dass ich die Custom-Tastatur auch als Schreibgerät nutzen kann, obwohl sie über ein 96-Prozent/1800-Kompakt-Format verfügt. Bei letzterem ist die Tastenzahl von 105 auf 101 Tasten reduziert, und der Mittelblock, dem die Tasten Druck, Rollen, Pause und Home fehlen, ist mit Ausnahme der Cursortasten vollständig in den Ziffernblock integriert. Da sich sowohl der erweiterte Nummernblock als auch die Pfeiltasten durch Abstände haptisch vom Haupttastenfeld absetzen, greife ich auch beim Blindtippen nicht daneben.
Solide Schalter mit Schmierung und ordentlicher Dämmung mit Luft nach oben
Dank der Hot-Swap-Platine können Sie die Endorfy Celeris 1800 zwar mit 3- und 5-Pin-Switches aller gängigen Anbieter bestücken. Ab Werk gibt es die Custom-Gaming-Tastatur jedoch nur mit einem Schaltertyp, dem von Gateron gefertigten Endorfy-Yellow-Switch. Das Markenzeichen dieses linearen Gateron-Schalters sind gleich zwei Führungsschienen, an denen der Stempel zum Auslösepunkt nach 1,8 mm und anschließend zum Anschlagspunkt geführt wird. Diese Mechanik ist zusätzlich ab Werk geschmiert, das Unterteil des Gehäuses ist aus Nylon gefertigt und die Feder arbeitet zweistufig.
In Kombination mit dem Aktivierungsdruck von 49 Nm vermittelt mir dies ein angenehm samtiges und über den gesamten Hubweg von 3,6 mm konsistentes Tippgefühl. Der Switch gleitet mit angenehm geringem Widerstand nach unten und schlägt hart und hörbar mit einem Klack-Geräusch an. Dieser auch haptisch sehr gut spürbare und mit einer gewissen Geräuschkulisse verbunden Anschlag gefällt mir ebenfalls, gerade, wenn ich mit der Endorfy Celeris 1800 meine tägliche Schreibarbeit erledige. Wer allerdings einen weichen Anschlag bevorzugt oder wem die schaltereigene Geräuschkulisse nicht gefällt, der kann den Endorfy-Yellow-Schalter gegen die sehr leisen Glorious-Lynx / Panda-Switches oder Gamakay-Pegasus / Griffin-Schalter tauschen.
Quelle: PCGH
Der Endorfy-Yellow-Schalter verfügt über einen geringen Widerstand und schlägt fest sowie mit einem Klack-Geräusch an. Wem das nicht gefällt, der kann die Schalter dank Hot-Swap-Platine tauschen.
Damit die Geräuschkulisse beim Zocken und Tippen möglichst gering ausfällt, spendiert der Hersteller der Endorfy Celeris 1800 eine Dämmung. Die setzt sich aus einer Schaumstoffschicht unter der Schalterplatte sowie zwei Silikonschichten unter dem PCB und im Gehäuseboden zusammen. Dazu kommt eine FR4-Schalterplatte, die Anschläge hörbar abfedert und damit Resonanzen eliminiert. Ein echter Leisetreter ist die mit leisen PBT-Tastenkappen bestückte Endorfy Celeris 1800 allerdings nicht. Die Schalterplatte federt die ein hochfrequentes Klack-Geräusch produzierenden Anschläge zwar etwas ab und die Dämmung verhindert effektiv Ping-Geräusche und Platinenschwingen. Trotzdem bleibt die Custom-Tastatur gerade beim Schreibbetrieb hörbar. Mir jedenfalls ist diese Klangkulisse nicht unangenehm, und im Büro hat sich die Endorfy Celeris 1800 auch bewährt. Wer es jedoch flüsterleise benötigt, für den ist diese Custom-Tastatur nichts.
Endorfy Celeris 1800: Testergebnis
Die Endorfy Celeris 1800 ist eine gut bis sehr gut ausgestattete Custom-Gaming-Tastatur, mit der Sie nicht nur zocken, sondern dank zwei Wireless-Modi und Mac-Kompatibilität auch Ihre tägliche Büroarbeit erledigen können. Bei letzterer sind auch drei Bluetooth-Modi, die vielen Funktionen auf der Fn-Belegungsebene und die Tatsache hilfreich, dass das leicht geänderte Tastenlayout für Blindschreiber kein Problem ist. Die geschmierten Schalter fühlen sich samtig an, bieten aber auch einen eher geringeren Auslösedruck und schlagen hart an. Das müsst Ihr als Käufer genauso mögen wie die markante, aber nicht nervende Akustik. Was auf jeden Fall passt, ist der Preis!

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Next!
(Keychron ist viel zu overpriced! Epomaker, Royal Kludge und selbst noch Wobkey's Rainy gehen eher in die richtige Richtung.
Wegen den Keycaps muss ich meinem Vorredner recht geben: Double-Shot sollte schon mindest sein .Aber warum ist es so schwer, gescheit eShine-through designs zu finden?
Ich will keine Lichtorgen, die rundrum alles beleuchtet und Licht blutet, ich will, dass die Tastenbeschriftung auch noch in dunkler Umgebung entsprechend meinen wünschen lesbar und anpassbar ist.
Klassisch, abgerundet, halbhoch, durchscheinenden Ziffern ... das wäre was; dann wahlweise Farbe und schönses Motiv dazu)