Endorfy Celeris 1800 im Test: Zum Tippen geeignete Custom-Tastatur für unter 100 Euro

Tauschbare Tastenschalter, PBT-Tastenkappen, ein von Smartphones inspirierter Wippschalter und zwei kabellose Betriebsmodi: All das bietet die Endorfy Celeris 1800 für knapp unter 100 Euro. Ob die Custom-Tastatur dank dreifacher Dämmung auch akustisch unauffällig ist, erfahrt ihr im Test.

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Endorfy Celeris 1800 im Test: Zum Tippen geeignete Custom-Tastatur für unter 100 Euro
Quelle: PCGH

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Frank. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zur Endorfy Celeris 1800 authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

Der polnische Hersteller Endorfy, ehemalig Silentium PC, hat sich bereits mit Komponenten wie Kühlern, Gehäusen oder Netzteilen einen Namen gemacht. Mit der Endorfy Celeris 1800 führt die Firma nun erstmalig eine Tastatur im Portfolio. Mit der möchte man im Gaming-Peripheriemarkt Fuß fassen. Die bietet mit Ihrem von Smartphones inspirierten Wippschalter, den geschmierten, tauschbaren Tastenschalter, Mac-Kompatibilität und zwei kabellosen Verbindungsmöglichkeiten nicht nur fast Vollausstattung, mit unter 100 Euro bleibt der Preis für das Gebotene im Vergleich mit vielen Konkurrenten auch human. Das macht die Endorfy Celeris 1800 zum attraktiven Angebot für Custom-Tastatur-Fans, die auf den Preis achten müssen. Dazu verspricht Endorfy eine dank dreifacher Dämmung und PBT-Tastenkappen geringe Geräuschkulisse beim Zocken und Tippen. Ist die Endorfy Celeris 1800 wirklich leise? Das kläre ich unter anderem im folgenden Test:

Testtabelle als Grundlage für die Gesamtnote

Produktname Celeris 1800
Hersteller (Webseite) Endorfy (https://endorfy.com/en)
Preis/Preis-Leistung Ca. € 100,- Euro/gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/3497309
Bauart/Anschluss Kabellos/2,4 GHz und Bluetooth (3 Geräte)
Ausstattung (20 %) 1,55
Kabellänge Ca. 180 cm (USB-C auf USB-A, abnehmbar)
Handballenablage Nein
Beleuchtung (Feature- und Effektumfang)/Effekt per Taste abrufbar Ja, RGB-Einzeltastenbeleuchtung mit 18 Effekten, einem Custom-Modus und den Einstellungen Speed (fünfstufig), Brightness (fünfstufig) sowie Richtung/ja, der Wechsel der RGB-Effekte, die Beleuchtungshelligkeit, die Effektgeschwindigkeit und die Bedienung des Custom-Beleuchtungsmodus ist mit Fn-Tastenkombination möglich
Tastenanzahl 101 Tasten + seitlicher Wippschalter + Knopf
USB-Ports/Soundanschlüsse Nein/nein
Extras RGB-Beleuchtung, seitlicher Wippschalter mit Knopf (Voreinstellung: Lautstärke/Stummschaltung), Effektwahl, Beleuchtungseinstellungen, Helligkeit, Bedienung Custom-Modus, Medientasten, Lautstärke, Verbindungswahl (2,4 GHz/3× BT), Bildschirmhelligkeit, Datei-Explorer/Task-Ansicht öffnen, Anzeige Akkustand und Tasten Print Screen/Scroll Lock/Pause/Menü auf Fn-Belegungsebene. Hot-Swap-PBC, Speicher (Makros + 3 Profile), dreifache Dämmung, Mac-kompatibel PBT-Tastenkappen, 2 Ersatzschalter, Werkzeug zum Entfernen von Tastenkappen
Höhenverstellung Ja, zweifach
Eigenschaften (20 %) 1,40
Tastaturlayout/Übersichtlichkeit 96 Prozent (Mittelblock ohne Druck/Rollen/Pause/Home in Ziffernblock integriert)/gut
Tastenhöhe (Haupttasten) Normal
Ergonomie/Rutschfestigkeit Gut bis sehr gut/sehr gut
Windowstasten Ja, per Fn + Win deaktivierbar
Abmessungen (L × B × H)/Gewicht 384,0 × 129,5 × 44,6 mm/ca. 1.052 g
Leistung (60 %) 1,45
Tastenanschlag/Druckpunkt Sehr gut/Sehr gut
Schalterart/Aktivierungsdruck Endorfy (Gateron) Yellow (linear, 49 ± 15 gf, 1,8/3,6 mm Auslöseweg/gesamter Hubweg, geschmiert, nicht gedämmt, halbtransparentes Gehäuse, unteres Element aus Nylon), Stempel mit Dual-Rail-Bauweise)
Key Rollover NKRO (USB-Port)
Software: Anwenderfreundlichkeit/Umfang Gut bis sehr gut/umfangreich
Software: Beleuchtungsprogrammierung/freie Belegung Fn-Ebene möglich? Einfache Bedienung der RGB-Beleuchtung inkl. Custom-Modus über Software/Fn-Tastenkombis/ja, alle Tasten und der Wippschalter lassen sich neu belegen, Auswahl: Mouse Key, Fire Key, Multimedia Key, System Function, Macro Funktion, Office Key, Extra Function
Frei programmierbare Macros Ja (zeitverzögert, inklusive Speicher)
Office-/Spiele-Tauglichkeit Gut bis sehr gut/sehr gut
Gesamtnote: 1,47

Nicht nur geschmierte, tauschbare Schalter gehören zur mehr als guten Ausstattung der <strong>Endorfy Celeris 1800</strong>. Sie nimmt auch per 2,4-GHz-Verbindung mit einem oder per Bluetooth mit drei Geräten schnurlos Kontakt auf. Quelle: PCGH Nicht nur geschmierte, tauschbare Schalter gehören zur mehr als guten Ausstattung der Endorfy Celeris 1800. Sie nimmt auch per 2,4-GHz-Verbindung mit einem oder per Bluetooth mit drei Geräten schnurlos Kontakt auf.

Effektvoller, aber blasser Lichtspieler

Egal, ob Custom-Tastatur-Fan oder Gamer, ein Großteil präferiert eine bunt beleuchtete Tastatur, und hier hat die Endorfy Celeris 1800 einiges im Angebot. 18 Effekte und ein Custom-Modus stehen bereit. Dazu können Sie die Geschwindigkeit und die Helligkeit jedes Effekts fünfstufig verstellen. Je nach gewähltem Effekt sind sogar Richtungswechsel möglich. Um letztere auszuführen, RGB-Effekte zu wechseln oder Ihr ganz individuelles Beleuchtungsschema zu programmieren, benötigen Sie nicht einmal die Software. Selbst die Bedienung des Custom-Beleuchtungsmodus ist mit Fn-Tastenkombination möglich.

Hilfreich wird die eher rudimentäre, beim Umfang und Design an eine eingekaufte Standardlösung erinnernde Software nur dann, wenn Sie gezielt nach einem Effekt suchen. Ansonsten müssen Sie im schlimmsten Fall bis zu 17-mal die Fn- und Einfg-Taste zusammen betätigen, um den gewünschten Effekt zu wählen. Auch das Erstellen eigener Beleuchtungsmuster per Mauscursor ist per Software einfacher als mit Tastenkombis.

Was allerdings sofort auffällt, ist, dass wenig Licht durch die PBT-Double-Shot-Tastenkappen scheint. Man kann eher von einem rückseitigen Anstrahlen der Kappen sprechen, wobei von der Intensität der bunten Beleuchtung, die durch den transparenten Bereich der Key Cap dringt, einiges weggefiltert wird. Da Schalter und Tastenkappen zusätzlich nicht frei stehen, wird zwar die Halteplatte für die Schalter bunt eingefärbt, die Beleuchtung der Tastenbeschriftung bleibt dagegen blass.

Anschlussfreudig, auch am Mac

Für knapp unter 100 Euro bietet die Endorfy Celeris 1800 eine beachtliche Ausstattung, zu der auch zwei kabellose Verbindungsmodi gehören. Einerseits kontaktiert die Custom-Gaming-Tastatur den PC und Mac per 2,4-GHz-Verbindung über den Nano-Receiver mit USB-A-Anschluss - ein USB-C-auf-USB-A-Adapter wird nicht mitgeliefert. Zum anderen kann sich die Endorfy Celeris 1800 gleich mit drei Bluetooth-Geräten verbinden, unabhängig davon, ob auf diesen Windows oder Mac OS als Betriebssystem zum Einsatz kommt. Passend dazu liefert Endorfy zwei CMD-Key-Caps und eine Opt-Tastenkappe für volle Mac-Kompatibilität mit.

Bildergalerie

Die dritte Verbindungsart ist der Anschluss per USB-C-auf-USB-A-Kabel. Während Ihr mit der Endorfy zockt oder schreibt, wird gleichzeitig der Akku geladen. Endorfy kommuniziert sogar, wie lange Sie für eine volle Akkuladung benötigen. Bleibt das RGB-Licht bei der optisch an ein Tastaturmodell der 1980er-Jahre erinnernden Endorfy Celeris 1800 aus, dauert der komplette Ladevorgang 3 Stunden und 45 Minuten bis 4 Stunden und 30 Minuten. Wollen Sie selbst beim Laden nicht auf die Beleuchtung verzichten und wählen "Dynamisch", erhöht das die Ladezeit auf 6 bis 6,5 Stunden. Auch der Stromverbrauch der Endorfy Celeris 1800 variiert mit der Art der Beleuchtung und Verbindung, aber auch mit der Polling Rate. Das demonstrieren die folgenden von Endorfy angegebenen Werte:

Einstellungen 2,4 GHz, 125 Hz Laufzeit in Stunden 2,4 GHz, 1.000 Hz Laufzeit in Stunden Bluetooth Laufzeit in Stunden
Werkseinstellung: 1.000 Hz | 2,4 GHz, kein Bluetooth | Helligkeit: maximal | Geschwindigkeit: Medium | Effektmodus: Corrugated Dynamic | Color: Multicolor K. A. 24 25
Effektmodus: Normal static | Color: Multicolor| Helligkeit: maximal 23 16 21
Beleuchtung deaktiviert 117 104 121

Zusätzlich können Sie den Ladestand der Endorfy Celeris 1800 mit einer Tastenkombination überprüfen. Wählen Sie zuerst einen reaktiven Beleuchtungsmodus, bei dem nur wenige Tasten aufleuchten. Drücken Sie anschließend die Fn-Taste mit Endorfy-Logo und die Leertaste zusammen. Je nach Ladestand werden die Tasten 1 bis 0 beleuchtet. Bei 10 bis 19 Prozent blinkt die Taste 1 rot, von 20 bis 29 Prozent leuchten die Tasten 1 und 2 gelb. Bei 30 bis 39 Prozent erstrahlt auch die Taste 3, bei 40 bis 49 Prozent zusätzlich die Taste 4 gelb. 50 bis 89 Prozent Akkuladung wird durch grüne Beleuchtung angezeigt und ab 90 Prozent ändert die Zahlenreihe (Taste 1 bis 0) ihre Beleuchtung zu Weiß.

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  1. Seite 1 Einleitung und Testtabelle
  2. Seite 2 Testergebnis und Fazit
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        "Eine komplett freie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen], und kompatibel zu den Open-Source-Lösungen [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ist die Endorfy Celeris 1800 [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]."

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Next!

        (Keychron ist viel zu overpriced! Epomaker, Royal Kludge und selbst noch Wobkey's Rainy gehen eher in die richtige Richtung.

        Wegen den Keycaps muss ich meinem Vorredner recht geben: Double-Shot sollte schon mindest sein .Aber warum ist es so schwer, gescheit eShine-through designs zu finden?
        Ich will keine Lichtorgen, die rundrum alles beleuchtet und Licht blutet, ich will, dass die Tastenbeschriftung auch noch in dunkler Umgebung entsprechend meinen wünschen lesbar und anpassbar ist.
        Klassisch, abgerundet, halbhoch, durchscheinenden Ziffern ... das wäre was; dann wahlweise Farbe und schönses Motiv dazu)
      • Von Alter_Zocker Software-Overclocker(in)
        Weder "Fisch noch Fleisch", die Tastenkappen sind zwar DoubleShot, aber wegen des bescheidenen Farb-Kontrastes zw. den beiden "Shots" so schlecht ablesbar, dass hier eine andere kontrastreichere Farbkombi (z.B: schwarz-weiß, wie bei meinen "Keychron Q's"), ruhig dann auch unter völligem Verzicht auf "RGB-Durchscheinen" m.E. die besere Wahl gewesen wäre (aber ohne "RGB-Gaudi" lässt sich ja Computerkrempel im "YT-Influencer-Gamor" verseuchten Consumerbereich offenbar kaum noch vermarkten). Der Rest des Keyboards ist der PReisklasse geschuldet aus Plastik, das muss "per se" nicht schlecht sein, bessere Materialien samt entspr. Haptik gibts eben nur für deutlich höhere Preise. Mir per. ist das Layout auch zu dichtgepackt (v.a. die Funktionstasten über den Zifferntasten) dann also auch vom Layout her lieber eine "echte" TKL oder 75% notfalls mit separatem Ziffernblock, als "weder Fisch noch Fleisch"... Ich habe übrigens daheim eine 75% und in der Arbeit eine TKL jeweils mit separatem Ziffernblock, weil ich doch ab und zu, aber eben nicht immer, Zahlenkolonnen in Tabellen eingeben muss und es bequem haben will...
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