Ausstattung: Das gibt es für unter 100 Euro Teil 2
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Ausstattung: Das gibt es für unter 100 Euro Teil 2

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Gibt es auch Makros und Profilspeicher zum Sparpreis?

Eine günstige Gaming-Tastatur, ist nur dann empfehlenswert, wenn sie eine vorwiegend auf den PC-Spieler zugeschnittene Ausstattung bietet. Dazu gehören eine Makrofunktion mit oder ohne Direktaufzeichnung und im Idealfall separate Makrotasten. Knöpfe für die Profilwahl und ein Speicher für eine bestimmte Anzahl an Profilen und längere Tastenmakros gehören ebenfalls zur Pflichtausstattung. Auch auf diese Features brauchen Sie als Käufer einer Gaming-Tastatur unter 100 Euro mit nur wenigen Ausnahmen nicht zu verzichten.

Die Sharkoon SGK5, mit Gummidom-Schaltern kostet gerade einmal 35 Euro, bietet aber eine gute, spielertaugliche Ausstattung. Zu der gehören neben Makro- und Profilwahltasten auch noch ein Drehregler für die Lautstärke und die Helligkeit der RGB-Tastenbeleuchtung. Quelle: Sharkoon Die Sharkoon SGK5, mit Gummidom-Schaltern kostet gerade einmal 35 Euro, bietet aber eine gute, spielertaugliche Ausstattung. Zu der gehören neben Makro- und Profilwahltasten auch noch ein Drehregler für die Lautstärke und die Helligkeit der RGB-Tastenbeleuchtung.

Ein Speicher für die Profile, die mal mit separaten Knöpfen, mal per Fn-Umschalter und doppelt belegten (F-)Tasten aufgerufen werden, ist auch bei 14 von 15 von uns getesteten Gaming-Tastaturen unter 100 Euro vorhanden. Makros können Sie entweder direkt (Sharkoon SGK50 S3, Razer Ornata V3, Hama uRage Exodus 700) oder per Software aufzeichnen. Das Abspielen der Makros erfolgt dann mit Extraknöpfen (Sharkoon Skiller SGK5, Hama uRage Exodus 700) oder per Tastendoppelbelegung (Dark Project ALU87A Midnight, Steelseries Apex 3, Sharkoon SGK 25, Logitech G413 SE, Genesis Thor 230 TKL). Unterschiede zu den deutlich teureren Modellen gibt es hier primär bei der Größe des Speichers, die für die Zahl der speicherbaren Profile, aber auch die Länge der Makros verantwortlich ist.

Die Software, die für die Makro-Aufzeichnung und -Programmierung zum Einsatz kommt, fällt bei den Gaming-Tastaturen unter 100 Euro nicht immer so umfangreich aus wie bei den drei- oder viermal so teuren Premiummodellen. Oft wird auch gar keine Software mitgeliefert oder Sie können alle Funktionen auf der Fn-Belegungsebene ausführen. Dass eine Software trotz eines günstigen Tastaturpreises nicht unbedingt abgespeckt daherkommt, zeigen die Positivbeispiele Razer Ornata V3 (Synapse-Software), Steelseries Apex 3 (TKL) und Dark Project ALU 87A Midnight. Für Letztere steht sogar eine Cloud-Software zur Verfügung.

Anders als bei allen anderen günstigen Gaming-Tastaturen müssen Sie die Software der Dark Project ALU87A Midnight nicht installieren. Die ist als Web-Variante verfügbar, die Sie per Link aufrufen. Quelle: Dark Project Anders als bei allen anderen günstigen Gaming-Tastaturen müssen Sie die Software der Dark Project ALU87A Midnight nicht installieren. Die ist als Web-Variante verfügbar, die Sie per Link aufrufen.

Kabellose Freiheit, Ergonomie und Formate

Mit der Popularität kompakter 75-Prozent- oder TKL-Tastaturen wächst auch der Trend zu kabellosen Gaming-Modellen. Unter 100 Euro findet man jedoch fast ausschließlich Kabelvarianten, da Wireless-Modus und Akku Mehrkosten verursachen. Ein Blick in Preisvergleiche lohnt sich dennoch - so entdeckten wir die MSI Forge GK600 TKL Wireless (70 Euro), die sogar drei Bluetooth-Geräte koppeln kann. Eine Handballenablage, die ergonomisch sinnvoll ist, bieten nur vier von 15 günstigen Modellen.

Die Steelseries Apex 3 für aktuell 40 Euro ist eine der wenigen Gummidom-Tastatur, die kein Full-Size-Format hat. Hier fehlen der Nummernblock und noch 2 Mittelblocktasten. Alternativ gäbe es in dem Format noch die <a href='www.corsair.com/de/de/p/keyboards/ch-9216065-de/k55-core-tkl-rgb-gaming-keyboard-de-ch-9216065-de'>Corsair K55 Core TKL RGB für ca. 40 bis 50 Euro.</a> Quelle: Steelseries Die Steelseries Apex 3 für aktuell 40 Euro ist eine der wenigen Gummidom-Tastatur, die kein Full-Size-Format hat. Hier fehlen der Nummernblock und noch 2 Mittelblocktasten. Alternativ gäbe es in dem Format noch die Corsair K55 Core TKL RGB für ca. 40 bis 50 Euro.

Die im Idealfall gepolsterte oder gummierte Auflage für die Handballen kostet zwar in der Produktion wenig, ist aber trotzdem gerade in der Preisklasse unter 100 Euro kein Standard. Wer allerdings glaubt, dass Modelle mit Vollausstattung generell mit Handballenauflage geliefert werden, liegt falsch. Auch hier bezahlt man 200 Euro und mehr und muss trotzdem darauf verzichten.

Bezüglich des Tastaturformats fällt auf, dass sich der allgemeine Trend zum kompakten 75-Prozent- oder TKL-Modell auch bei den mechanischen Gaming-Tastaturen unter 100 Euro zeigt. Bei den Tastaturen mit Gummidom-Schaltern dagegen herrscht das Full-Size-Format mit 105 Tasten oder mehr vor. Lediglich die Steelseries Apex 3 TKL besitzt ein um den Nummernblock und zwei Mittelblocktasten reduziertes Format.

Mechanische Switches sind die bessere Wahl!

Abseits der bereits aufgezählten Extras ist der eingebaute Tastenschalter das wichtigste Ausstattungskriterium der getesteten Gaming-Tastatur unter 100 Euro. Hier herrscht eine Zweiklassengesellschaft. Neben dem bei preiswerten Modellen zu findenden Gummidom-Switch oder halbmechanischen Hybrid-Switch (Razer Mecha-Membrane, Hybrid-Schalter der Hama uRage Exodus 700, CM Mem-chanical der Cooler Master MK110) sind mittlerweile (Stand: Anfang Oktober) fast die Hälfte unserer Spartipps mit mechanischen Switches ausgestattet. Die sind in fünf Fällen für eine besonders samtige Haptik und eine reibungsfreie Arbeitsweise noch geschmiert.

Halbmechanische Rubberdome-Schalter wie der CM Mem-chanical Switch der Cooler Master MK110 sind ein Hybrid aus einem mechanischen Schalter und einem mit Rubberdome-Technik. Der Schalter gibt ein haptisches, teils auch akustisches Feedback. Quelle: Cooler Master Halbmechanische Rubberdome-Schalter wie der CM Mem-chanical Switch der Cooler Master MK110 sind ein Hybrid aus einem mechanischen Schalter und einem mit Rubberdome-Technik. Der Schalter gibt ein haptisches, teils auch akustisches Feedback.

Obwohl Rubberdome-Tastenschalter streng genommen ebenfalls mechanisch sind, unterscheiden sie sich grundlegend von "echten" mechanischen Schaltern. Beim Rubberdome drückt ein mit der Tastenkappe verbundener Stößel auf eine leitfähige Gummikuppel, die den Kontakt mit der Platine schließt. Nach dem Loslassen richtet sich die Kuppel wieder auf und drückt den Stößel hoch. Dieses Prinzip erfordert relativ viel Kraft und Energie, da stets die gesamte Taste bis zum Anschlag betätigt werden muss. Zudem verändert sich das Tippgefühl mit der Zeit - die Tasten werden schwammiger und unpräziser. Mechanische Tastenschalter hingegen arbeiten mit einem separaten Stößel und einer Feder, die sowohl den Auslösedruck als auch den Rückhub definiert. Der Auslösepunkt ist exakt festgelegt und erfolgt schon nach einem Teil des Hubwegs. Kontakte wie die Cherry-Gold-Crosspoint-Technik oder vergleichbare Lösungen anderer Hersteller sorgen für hohe Präzision und Langlebigkeit. Wichtige Parameter wie Aktivierungsdruck, Auslöse- und Hubweg sind genau spezifiziert, bleiben bis zu 150 Millionen Betätigungen hinweg konstant und unterscheiden sich je nach Schaltertyp (linear oder taktil).

Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass Nutzer das exakte Auslöseverhalten "im Gefühl" haben und nicht bis zum Anschlag durchdrücken müssen. Dadurch wird Kraft gespart, die Präzision gesteigert und die Feinmotorik unterstützt. Rubberdome-Schalter sind demgegenüber ungenauer, ermüdender und weniger haltbar. Deshalb ist der mechanische Tastenschalter - besonders für Gaming und Vielschreiber - stets die richtige Wahl.

Wenn dann noch wie bei fünf von sieben der hier empfohlenen mechanischen Modelle eine Hot-Swap-Schalterplatine vorhanden ist, können Sie die mitgelieferten Schalter sogar gegen Ihre persönlichen Favoriten tauschen. Einzig bei der Betriebslautstärke können der Gummidom-Switches noch punkten. Mehrere dämmende Schichten, PBT-Tastenkappen und die Schalterschmierung sorgen aber immer mehr dafür, dass auch mechanische Gaming-Tastaturen zu Leisetretern werden. Das beste Beispiel dafür sind die MSI Forge GK600 TKL Wireless und die Dark Project ALU87A Midnight.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Zitat von VulturesRevenge
        Mich nervt bei diesen ganzen "Gaming-Tastaturen" die reduzierte Größe und das Fehlen des Ziffernblocks. Oder es ist gleich eine mit + 20 Sondertasten- Schnick-Schnack.
        Da bleib ich lieber bei der langweiligen Cherry mit MX-Tasten. Die kann ich wenigstens auch für alles andere als zocken nutzen.
        Schau bei keychron
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Zitat von VulturesRevenge
        Mich nervt bei diesen ganzen "Gaming-Tastaturen" die reduzierte Größe und das Fehlen des Ziffernblocks. Oder es ist gleich eine mit + 20 Sondertasten- Schnick-Schnack.
        Da bleib ich lieber bei der langweiligen Cherry mit MX-Tasten. Die kann ich wenigstens auch für alles andere als zocken nutzen.
        Schau bei keychron
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Rhino_Cracker
        Wie sieht es eigentlich mit der Lebensdauer von mechanischen Schaltern in Tastaturen aus?
        Ich weiß nicht wie repräsentativ meine Tastatur ist, aber meine Cherry mit MX-Tasten mit Kabel ist nu schon 10Jahre+
        Ich würde schätzen ca. 6-7 Jahre davon war ich mit mehreren Stunden/Tag ein Vielnutzer. Sämtliche Beschriftung ist noch (gut) lesbar.
        Seit nem Monat hat der linke shift-Button Aussetzer. Da muß ich wohl mal einen Klicker ersetzen (oder mal was neues kaufen. Vielleicht eine weiße Cherry oder so) 😄
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Ja, kleinere Tastaturen sind im Trend.

        Dennoch fehlt mir hier im Test eine mechanische Budget Full Size Tastatur. Oder gibts da noch nichts besseres als meine Sharkoon Skiller SGK30?
      • Von Rhino_Cracker Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie sieht es eigentlich mit der Lebensdauer von mechanischen Schaltern in Tastaturen aus?

        Meine 20€ Tevion-Multuimedia-Funktastatur (Rubberdome) von 2003/4 aus dem Aldi läuft seit ... 2003/4... Sie hat übrigens dank ihrer Bauweise eine Flutung mit 0,5l Orangensaft völlig unbeschadet und mit trockener Elektronik überstanden.
        Von Logitech hatte ich seitdem 4 Mäuse (Cordless MouseMan Optical, MX Revolution, G502 Lightspeed, seit Gestern G502 Plus), von denen 3 irgendwann ausgeleierte, gebrochene oder verdreckte/korrodierte Feder-Kontakte hatten.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        "...sparsame Spieler für unter 100 Euro"
        Ich musste zweimal hinsehen, "sparsam" und "unter 100€" ist jetzt mathematisch korrekt, alllerdings erweckt es den Eindruck, dass eine 99€ tastatur günstig wäre bzw. nicht sparsame Spieler deutlich mehr ausgeben müssen.

        Fast der gesamte kabelgebundene Tastaturenmarkt ist mit diesem Preisbereich bis 100€ abgedeckt, ich habe da gerade mal bei Geizhals geschaut:

        Die etablierten Hersteller Cherry, Logitech und Microsoft bieten Tastaturen für 10 € an, auf denen sich ordentlich Arbeiten und Spielen lässt. Für 30 € bekommt man top ergonomische Geräte mit diversen Zusatzfunktionen, die auch locker 10 Jahre halten.
        Im Bereich 50-60€ liegen dann die mechanischen Tastaturen mit Cherry MX Tasten, damit gilt man gemeinhin schon als Enthusiast.

        Wenn man sich der 100€ Marke nähert, kommen dann Funktionen wie Beleuchtung, integrierter USB Hub usw. dazu.

        Ein sparsamer Spieler würde sich nach meinem Verständnis im Preisbereich 20-30€ umsehen.

        Nur weil ein paar Hersteller sich Marketingmethoden überlegen, die mit dem Begriff "Gaming" übertrieben teure Modelle rechtfertigen sollen, die aber weder ergonomisch noch qualitativ besser als andere sind, dürfen wir nicht die Verhältnismäßigkeit außer acht lassen.

        Wenn man sich objektiv mit dem Thema beschäftigt und der Preis keine Rolle spielt, landet man z.B. bei einer Corsair K70 oder Cherry G80 für 70€-80€.

        Zitat von shaboo
        Bei allem, was ich voraussichtlich runde zehn Jahre - oder gar noch länger - nutze, nehme ich im Zweifel eher zu viel als zu wenig Geld in die Hand.
        Bin ich bei dir, rechtfertigt nach oben gesagtem aber kaum einen Preis über 100€.
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