Aimpad R5: Analog-Tastatur macht in Vorabtest eine gute Figur
Die Kollegen von Tom's Hardware haben sich einen Prototypen einer Aimpad R5 vor die Brust genommen und ein bisschen daran herumexperimentiert. Sie setzt auf analoge Tasten. Das heißt, dass sie die Intensität eines Tastendrucks erfassen kann, ganz ähnlich wie bei einem Gamepad. Im ersten Test wusste das durchaus zu überzeugen.
Während Gamepads zumindest teilweise auf sogenannte analoge Schalter setzen, kennen Tastaturen nur den Unterschied zwischen gedrückt und nicht gedrückt. Analoge Schalter erfassen hingegen die Intensität eines Tastendrucks und ermöglichen es dadurch beispielsweise, dass man bei einem Rennspiel unterschiedlich stark Gas geben kann. Dieses Feature gibt es neuerdings auch bei Tastaturen. So hatten die Kollegen von Tom's Hardware jüngst Gelegenheit, sich den Prototypen einer Aimpad R5 einmal genauer anzusehen.
Nach Angaben des Herstellers funktioniert die Tastatur grundsätzlich mit allen Schaltern, wenngleich lineare Schalter wie die Reds von Cherry beziehungsweise Kalih empfohlen werden. Diese sollen beliebig austauschbar sein, da die Intensität über ein Infrarot-Signal und nicht den Schalter selbst gemessen wird. Einzige Voraussetzung sei, dass das Gehäuse des Schalters Infrarotlicht durchlässt und der Schaft in der Lage ist, dieses Licht zu reflektieren. Nach Angaben des Herstellers funktioniert das mit Schaltern von Cherry, Gateron, Zealio und Matias.
Alle Funktionen seien in der Firmware der Tatstur eingebaut, wenngleich sich während des Tests noch ein paar Glitches zeigten. Auch der Funktionsumfang sei noch nicht komplett. Jeder Sensor sei in der Lage, 800 unterschiedliche Werte zu messen.
Je nach Spiel stehen Nutzern verschiedene Profile zur Verfügung. Neben einem normalen Modus, bei dem die Tastatur so reagiert wie jede andere auch, gibt es beispielsweise einen FPS-, einen Driving und einen Mouse-Modus. Letztere überträgt dabei einige Mausfunkionen auf Tasten der Aimpad R5, etwa das Scrollen.
Beim Anschluss zeigten sich bei den Kollegen jedoch noch einige, für einen Prototypen nicht ganz ungewöhnliche Probleme. Erst nach Firmware-Updates ließ sich die Tastatur in Betrieb nehmen und akzeptierte dabei nur bestimmte USB-Anschlüsse. Außerdem könnte man die Analog-Features nur unter Windows 7 nutzen, nicht unter 10, was aber auch der Hardwarekonfiguration geschuldet sein könnte.
Im Praxisversuch mit Spielen zeigte sich der Tester eingangs unbeeindruckt. Es sei zwar spürbar, dass man die Charaktere und Fahrzeuge nun etwas präziser steuern kann, aber eine große, das Gaming revolutionierende Veränderung sei das nicht. Außerdem hätten dem Tester die Handgelenke wehgetan, nachdem er 20 bis 30 Minuten den Tastendruck variierte. Doch dann, als er wieder zurück auf den normalen Modus schaltete, habe er die Analogschalter vermisst und möchte sie nicht mehr missen ... So könnte es auch anderen gehen, jedoch werden sich nach Einschätzung des Testers viele umstellen müssen, wenn sie dauerhaft mit Analogtasten spielen wollen. Alle Ausführungen lesen Sie im Test der Kollegen von Tom's Hardware.
Quelle: Tom's Hardware
