Subnautica 2: Es gibt eine spannende Wendung im Gerichtsprozess zum Survival-Spiel
Sogar die Richterin bestätigt, dass die Geschichte rund um die Entwicklung von Subnautica 2 und die Entlassung der drei Studiogründer sehr verwirrend sei. Anlass war das Zurückrudern seitens Krafton bei einem der Hauptklagepunkte.
Im Rechtsstreit rund um Subnautica 2 hat das von den Entwicklern verklagte Unternehmen Krafton unvermittelt eine Kehrtwendung bei einem seiner Hauptargumente vollzogen. Bisher hatte Krafton behauptet, die Entlassung der Führungsriege des Entwicklerstudios Unknown Worlds Entertainment sei vor allem erfolgt, weil diese gedroht hatten, das Spiel notfalls im Alleingang veröffentlichen zu wollen, obwohl es angeblich nicht in einem Zustand für einen Release gewesen wäre.
Bei einer Gerichtsanhörung änderte der Anwalt von Krafton jetzt seine Argumentation. Er behauptete plötzlich, dass die Klage gegen die Gründer auf einer angeblichen Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen beruhen würde. Die drei Unternehmensgründer hätten vor ihrem Weggang mehrere tausend Firmendateien und E-Mails heruntergeladen und würden auf Nachfrage keine Details zu den in ihrem Besitz befindlichen Daten geben.
Besonders merkwürdig: In einem vorherigen Statement hatte sich Krafton noch geäußert, dass sie erst nach der Entlassung der drei Studiogründer davon erfahren hatten, dass diese Dateien mitgenommen hätten. Die Kläger gaben daher an, dass dies nicht der Grund für die Entlassung gewesen sein kann, da diese neue Argumentation mehr Fragen aufwerfe als er Antworten gebe. Vielmehr scheint es um die Nichtzahlung der im Raum stehenden Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 250 Millionen US-Dollar gehen.
Die Richterin Lori W. Will zeigte sich von diesem Vorgeschichtswechsel ebenfalls überrascht und sprach von einer Kehrtwendung, die das Gericht und die Anwälte der Gegenseite verwirren würde. Kraftons Anwalt gab an, die Änderung sei das Ergebnis einer internen Überprüfung durch das Unternehmen und forderte eine forensische Untersuchung der Geräte der Gründer. Dieses Hin und Her im juristischen Verfahren, das die Rechtsstreitigkeiten zwischen Unknown Worlds und Krafton prägt, wird von den Klägern als Versuch interpretiert, die juristische Auseinandersetzung zu verzögern und die Auszahlung der vereinbarten Boni zu vermeiden.
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Quelle: via PCGamer

Ist das jetzt bestätigt?
Nur das die Gründer, von dem Entwicklerstudios Unknown Worlds Entertainment, aus Unstimmigkeiten über das Finanzierungsmodel mit Krafton in Zwietracht befanden hätten. Weiter wird der Verdacht geschürt, das Krafton seine Produkte stark mit Mikrotransaktionen verseucht.
Wir werden es wohl erst mit der Veröffentlichung wissen. Bis dahin alles nur Gerüchte!
Ist das jetzt bestätigt?
Und jetzt bitte endlich in den Early Access starten mit Subnautica 2.
Die Klage geht nicht von Krafton gegen die Gründer, wie in diesem Artikel behauptet, sondern von den Gründern gegen Krafton, da sie ihre Entlassungen für nicht gerechtfertigt halten.
Der Grund für die Kündigung war laut Kündigungsschreiben sowie öffentlicher Stellungnahmen seitens Krafton ausschließlich der angeblich nicht für den Early Access geeignete Zustand der Spiels.
Bei der gerichtlichen Anhörung behauptete Krafton jetzt plötzlich, dass das gar nicht der Grund war. Stattdessen seien die Vernachlässigung ihrer Aufgaben sowie das Hintergehen des Publishers die Gründe gewesen. Zusätzlich wurde angemerkt, dass die Gründer nach der Entlassung Geräte und Dateien mitgenommen hätten, auf die sie keinen Anspruch hatten, was die Kündigungen im Nachhinein zusätzlich rechtfertige. Sie fordern daher eine Herausgabe dieser Geräte und Dateien.
Die Gründer argumentieren, dass sie sehr wohl Anspruch auf diese Geräte und Dateien haben und dass die Herausgabe ungerechtfertigt sei. Letzterem stimmte die Richterin zu.
Die Gründer behaupten, dass der eigentliche Grund für die Entlassung die Bonuszahlung von bis zu 250.000.000$ gewesen sei, auf die sie beim Early Access Release von Subnautica 2 Anspruch gehabt hätten. Daher fordern sie Einsicht in interne Dokumente zu den Entlassungen sowie zu den Bonuszahlungen.
Krafton verweigert die Akteneinsicht weitgehend. Sie wollen lediglich die Daten von zwei bestimmten Personen teilen. Außerdem sind sie nur bereit, solche Dokumente herauszugeben, die sowohl das Wort "Entlassung" als auch das Wort "Bonuszahlung" enthalten. Die Richterin gibt sich damit aber nicht zufrieden.
Die beiden Parteien haben sich erstmal darauf geeinigt, dass der Zustand des Spiels nicht der Grund für die Kündigung war und dass sie sich gegenseitig mehr Einsicht gewähren wollen.
Für mich klingt das sehr nach Verdunklungs- und Verzögerungstaktiken seitens Krafton.
Und hier scheinen die Gründe für eine Entlassung sehr kreativ konstruiert zu sein, würde ich mal sagen.
Krafton hatte seinen eigenen Kopf, wie sie mit ihrem Geld verfahren und haben aus einer Machtposition Taten folgen lassen. Diese haben sie im Nachgang fadenscheinig begründet. So einfach.