Subnautica 2: Millionenstart und 3,12-US-Dollar-Regel könnten für Krafton teuer werden
Bei Subnautica 2 rückt nach dem Verkaufsstart eine ungewöhnliche Bonusformel in den Blick. Für Krafton könnte entscheidend sein, welche Umsätze nach Vertragslogik tatsächlich zählen.
Bei Subnautica 2 geht es nach dem starken Early-Access-Start inzwischen nicht mehr nur um verkaufte Exemplare. Interessanter ist die Frage, welche Umsätze nach Vertragslogik relevant sind. Denn laut The Korean Economic Daily soll Krafton den früheren Anteilseignern von Unknown Worlds eine erfolgsabhängige Zahlung zugesagt haben, die nicht einfach an eine öffentliche Spielerzahl geknüpft wäre, sondern an bestimmte Erlösmarken.
Dem Bericht zufolge soll dabei eine ungewöhnliche Formel gelten. Für jeden US-Dollar oberhalb einer festgelegten Schwelle könnten 3,12 US-Dollar zusätzlich fällig werden, gedeckelt auf bis zu 250 Millionen US-Dollar. Als relevante Monatsmarke nennt der Bericht basierend auf einer Branchenquelle in Seoul 69,8 Millionen US-Dollar.
Alinea Analytics schätzt, dass das Spiel bereits in der ersten Woche mehr als 100 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt haben könnte. Sollte diese Schätzung zutreffen und sollten diese Erlöse nach der relevanten Vertragsdefinition anrechenbar sein, läge Subnautica 2 oberhalb jener Marke, die in den Berichten als wichtig beschrieben wird. Ob der Bonus nun aber ausgezahlt wird, hängt an einer einzigen Frage:
Entscheidend ist nämlich, was in den Verträgen tatsächlich als Umsatz zählt. Bei einem Early-Access-Spiel können Bruttoerlöse, Nettoerlöse, Plattformanteile, Rückerstattungen, regionale Preise oder zeitliche Abgrenzungen eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass Subnautica 2 nicht nur regulär verkauft wird, sondern auch im Xbox Game Pass verfügbar ist. Alinea Analytics spricht von rund 2,4 Millionen Spielern über Microsofts Abo-Dienst in der ersten Woche. Auch die Plattformverteilung dürfte relevant sein. Der Großteil der Verkäufe soll über Steam erfolgt sein, während Xbox-Verkäufe nach den vorliegenden Schätzungen deutlich niedriger lagen.
Dass die Bonusauszahlung so hoch ausfallen könnte, hat Krafton möglicherweise bereits geahnt. Immerhin soll das Unternehmen Ted Gill sowie die Unknown-Worlds-Mitgründer Charlie Cleveland und Max McGuire vor dem Early-Access-Start aus der Führung des Studios gedrängt haben. Krafton weist diese Darstellung zurück. Der Publisher argumentiert demnach, es habe ernsthafte Bedenken am Zustand des Spiels und an der Projektführung gegeben. Unabhängig davon, welche Darstellung nun korrekt ist, dürfte die Ausgangslage vor allem für Krafton eher ungünstig sein.
Mitmachen und kommentieren
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.
Quelle: The Korean Economic Daily, Alinea Analytics via IGN
