Klageunterlagen zum Subnautica-2-Publisher: CEO soll ChatGPT befragt haben

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Klageunterlagen zum Subnautica-2-Publisher: CEO soll ChatGPT befragt haben
Quelle: Unknown Worlds Entertainment

Krafton soll laut neuen Gerichtsunterlagen gezielt nach Wegen gesucht haben, Bonuszahlungen an die Subnautica‑Macher zu umgehen - angeblich sogar mithilfe von ChatGPT.

Der Rechtsstreit zwischen Subnautica-2-Publisher Krafton und dem Entwicklerstudio Unknown Worlds Entertainment entwickelt sich in eine kuriose Richtung. Zur Erinnerung: Krafton kaufte das Entwicklerstudio vor rund vier Jahren, setzte aber Anfang 2024 die drei Gründer Charlie Cleveland, Adam McGuire und Edward Gill überraschend vor die Tür, die sich rechtlich gegen die Entlassung zur Wehr setzen.

Zunächst argumentierte Krafton damit, dass die Kündigung mit Subnautica 2 zusammenhing: Die Gründer hätten damit gedroht, das Spiel notfalls auf eigene Faust zu veröffentlichen, obwohl es angeblich in keinem fertigen Zustand gewesen wäre. In einer Gerichtsanhörung im vergangenen September änderte der Anwalt des Publishers die Argumentationsbasis und behauptete schließlich, dass der Kündigungsgrund in einer "Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen" liegen würde.

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"ChatGPT, ich will nicht als schwacher Manager dastehen"[/h2]Gewürzt wird der Rechtsstreit durch eine mutmaßlich gültige "Earnout"-Klausel für die Gründer, die rund 250 Millionen US-Dollar erhalten hätten, wenn Subnautica 2 bestimmte Ziele erreicht. Das Argument der Unknown-Gründer: Die Entlassung erfolgte ausschließlich aus finanziellen Gesichtspunkten. Krafton-CEO Changhan Kim soll "Panik bekommen haben", seinen Job zu verlieren - die Akquise von Unknown Worlds Entertainment galt intern ohnehin schon als überteuert; die Bonuszahlung hätte diese Einschätzung nur noch weiter verstärkt. Kims Jobängste gingen laut PCGamer sogar so weit, dass er sich verzweifelt an den KI-Chatbot ChatGPT wandte.

Dem Vernehmen nach wurde der Chatbot befragt, wie Kim vermeiden könne, als "Umfaller" dazustehen und die Earnout-Klausel zu umgehen. ChatGPT gab wohl zu Protokoll, dass das Streichen der Klausel "äußerst schwierig" sei und ein solches Vorgehen auch auf rechtlicher Ebene einen Vertragsbruch darstellen würde.

Krafton: "Nur ein Ablenkungsmanöver"

Dieses Vorgehen ist indes nur ein (unbestätigter) Ausschnitt des Krafton-Vorgehens der vergangenen Monate. So soll der Publisher auch eine eigene Taskforce mit dem Namen "Project X" eingerichtet haben, die den Release von Subnautica 2 so weit wie möglich nach hinten zögern solle. Sollte das Spiel nämlich nicht pünktlich erscheinen, hätte der Publisher auch die hohen Bonuszahlungen an die Unknown-Gründer verweigern können.

Diese sollten im Sinne der Taskforce auch aus dem Unternehmen gedrängt werden, bevor die Frist für die Zusatzboni ablief - auch so hätte Krafton die 250 Millionen US-Dollar nicht auszahlen müssen. Gegenüber PCGamer dementierte Krafton beide Geschichten als haltlose Anschuldigungen:

Krafton sah sich gezwungen, die laufenden Versuche zur Wiederherstellung dieser Beziehungen zu koordinieren und zu überwachen, Charlie und Max wieder an ihre Arbeit zu bringen und gleichzeitig an der Veröffentlichung eines erfolgreichen Subnautica 2 zu arbeiten. Die ehemaligen Führungskräfte versuchen, diese harte Arbeit in etwas Bösartiges umzudeuten.

Wir waren gezwungen, eine Veränderung vorzunehmen, als die früheren Leiter kaum Interesse an der Entwicklung von Subnautica 2 zeigten - unserem obersten Ziel. Letztlich geht es in diesem Prozess nun darum, dass die Kläger wieder in Positionen eingesetzt werden wollen, die sie zuvor nicht ausgeführt haben, an denen sie laut eigener Aussage kein Interesse hatten und zu denen sie frühere Rückkehrangebote ausgeschlagen hatten.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Schade, dass man ein so schönes Spiel mit derartiger Kleinkinderscheiße zerstört.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Schade, dass man ein so schönes Spiel mit derartiger Kleinkinderscheiße zerstört.
      • Von vicares PC-Selbstbauer(in)
        Eventuell etwas einseitig dargestellt.

        Aktuell gibt es sehr viel mehr Informationen aus/in beide Richtungen,
        die ehrlich gesagt an keiner der beiden Parteien ein gutes Haar lassen.

        Rassismus, Sabotage, Datenlöschung, -klau, Vertragsbruch, usw.

        Irgendwie Throne of Games, nur ohne Hots und durchgeknallte Killertypen.

        Spielt sich mehr so zwischen halbkahlen und dürren bleichen Typen ab.
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