Twitch startet Inhaltskennzeichnung: Küssen oder Lecken eines Mikrofons fällt unter "Sexuelle Themen"
Das Küssen oder Lecken eines Mikrofons fällt unter "Sexuelle Themen", so wollen es die neu gestarteten Inhaltskernzeichnungen auf Twitch. Was man noch wissen muss, erfahren Sie hier.
Streamer sind künftig auf Twitch verpflichtet, ihre Inhalte nach den Content Classification Labels einzurodnen. Die kennt man primär aus dem englischsprachigen Raum und sollen es Zuschauern erlauben, "fundierte Entscheidungen treffen" zu können, wenn es um den Konsum von Inhalten geht. Die Klassifikationen können während des laufenden Streams geändert werden, um etwa auf unterschiedliche Inhalte zu reagieren. Gestartet wird mit:
- Mature-Rated Games (Spiele mit Altersfreigabe für Erwachsene)
- Sexual Themes (Sexuelle Themen)
- Drugs, Intoxication, or Excessive Tobacco Use (Drogen, Rauschmittel oder übermäßiger Tabakkonsum)
- Violent and Graphic Depictions (Gewalttätige und grafische Darstellungen)
- Significant Profanity or Vulgarity (Erhebliche Obszönität oder Vulgarität)
- Gambling (Glücksspiel)
Wer die Klassifikation nicht vornimmt, wird von Twitch eingestuft und verwarnt. Mehrere Verwarnungen können zu Sanktionen führen. Für Spiele gibt es immerhin einen Automatismus: Wenn die ERSB das Spiel mit M für Mature bewertet hat, wird automatisch die Klassifikation Mature-Rated Games angewendet. Das System ersetzt die bisherige Funktion, wo Streamer auf Twitch angeben, dass ihr Content für Erwachsene ist und man dies als Zuschauer beim Start des Streams bestätigen muss.
Küssen oder Lecken eines Mikrofons fällt unter "Sexuelle Themen"
Erwartungsgemäß führt das prompt zur Debatte, wo die Grenzen bei den Einstufungen sind. Das Problem hat man bei Twitch jetzt schon - insbesondere im Bereich der anzüglichen Inhalte. "Längeres oder wiederholtes Küssen einer anderen Person oder eines Gegenstandes" fällt unter "Sexuelle Themen" - ASMR-Streamer sollten sich das notieren.
Weniger klar ist die Grenze bei Schimpfwörtern. "Erhebliche Profanität oder Vulgarität" ist wie genau zu deuten? "Die gelegentliche Verwendung des 'F-Wortes oder eine echte Reaktion auf einen Moment in einem Horrorspiel" wären laut Twitch in Ordnung, aber das ganze Thema ist maximal schwammig. Man darf also erwarten, dass es Grenzüberschreitungen geben wird und die nicht immer eindeutig sind. Alkohol kann zum Beispiel ohne Hinweis konsumiert werden, wenn man zum Beispiel nebenbei an einem Glas Wein nippt - Saufgelage dagegen sind einerseits zu markieren und andererseits im Zweifel gegen die Nutzungsbedingungen bzw. Community-Richtlinien. Sexuelle Themen müssen markiert werden, solange sich nicht der Aufklärung dienen und alles darüber hinaus schrammt - Sie ahnen es - schnell die Nutzungsbedingungen bzw. Community-Richtlinien.
"Viele ASMR-Praktiken konzentrieren sich auf Achtsamkeit und sind nicht sexuell, aber wir sind der Meinung, dass das Küssen oder Lecken eines Mikrofons zu den sexuellen Themen gehört. Außerdem sind viele Hot-Tub-Streams dazu gedacht, die Aufmerksamkeit auf Körperteile wie Gesäß, Leisten oder Brüste zu lenken, und müssen entsprechend gekennzeichnet werden." Klar, so weit?
Ebenfalls klar ist Glücksspiel: Das muss in jedem Fall gekennzeichnet werden, aber wer groß im Geschäft mit Glücksspiel oder Anzüglichem ist, der dürfte mittlerweile ohnehin Kick als Plattform in Betracht ziehen. XQC und Amouranth haben dafür gesorgt, dass die App in den Stores zum Höhenflug ansetzt.
Quelle: Twitch

Krass was es für Freaks gibt, die sowas mit machen und Damen, die sowas auch moch anbieten *facepalm*
Amouranth hat ja auch ihrem Mann die Schuld gegeben. Die Arme.
Und anfang der 2000er sang man schon "The internet is for......."
Muss ich wohl ne Hidden Sparte entdeckt haben.