Twitch: RIAA überzieht Streamer mit DMCA-Takedowns wegen Hintergrundmusik
Die RIAA hat Twitch entdeckt und überzieht Streamer mit sogenannten DMCA-Takedowns. Das Ziel sind Clips aus den Jahren 2017-2019, in denen urheberrechtlich geschützte Musik gespielt wird. Bei drei Funden kann der Kanal gesperrt werden.
Lange Zeit herrsche bei Twitch Wild-West-Manier. Das ist normal bei neuen Diensten, aber die Plattform wird zunehmend liberalisiert. Erst kamen die automatisierten Stummschaltungen der Tonspur für urheberrechtlich geschütztes Material und nun hat die RIAA das Thema für sich entdeckt. RIAA steht für Recording Industry Association of America und ist der US-Lobbyverband der Musikbranche, die deren Interessen vertritt.
Der hat seit Wochenstart damit begonnen, Kanäle auf Twitch mit Copyright-Strikes zu versehen, wenn Aufzeichnungen oder Clips von Inhalten vorliegen, die urheberrechtlich geschütztes Material beinhalten. Dabei geht es vornehmlich um Musik, die viele Streamer im Hintergrund laufen lassen. Twitch hat das "Problem" auch erkannt und versprochen, seinen Creators schnell mehr Werkzeuge versprochen, um fragwürdige Inhalte zu löschen.
Nachdem nämlich einige größere Streamer die ersten DMCA -Strikes meldeten, wie bei Youtube sind deren drei erlaubt, begannen die Creator mit der Massenlöschung von Aufzeichnungen, Highlights und Clips. Mangels guter Werkzeuge für große Löschaktionen wurden bereits Skripte entwickelt, die in der Not helfen.
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Wie es nun weitergeht, wird man sehen müssen. Die RIAA hat jedenfalls erfolgreich am Käfig gerüttelt und dafür gesorgt, dass die Streamer massenhaft Content löschen. Die Aktion dürfte auch dazu führen, dass es aus Angst vor Kanalsperren keine Hintergrundmusik mehr bei vielen Streamern geben wird. Twitch hatte zuvor schon in Übertragungen kritische Stellen automatisiert stummgeschaltet. Das funktioniert allerdings nicht bei von Nutzern erstellen Clips, die kurze Momente als Highlight einfangen. Genau die hat die RIAA im Visier und konzentriert sich dabei im Moment auf die Jahre 2017 bis 2019.
Einmal mehr entbrannt ist dadurch einmal mehr eine Diskussion über die Nutzung von Musik. In den USA sind bestimmte Nutzungsformen durch den DMCA-Act abgedeckt. Generell sehen viele die Nutzung von Hintergrundmusik als kostenlose Werbung, die Verkäufe ankurbelt - nicht als öffentliche Aufführung. Von Seiten der Musikindustrie wird man argumentieren, dass man sein geistiges Eigentum schützen muss.
Zum Verständnis: Duden | liberalisieren | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft
Kann mir der Autor mal erklären warum er hier das Wort liberalisieren verwendet? Ich kann den Zusammenhang beim besten Willen nicht herstellen.
Zum Verständnis: Duden | liberalisieren | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft
Dazu gibt es eine massive Lobby die leider die Politik daran hindert hier entsprechende Gesetze zu veröffentlichen die an die aktuelle Technologieentwicklung angepasst werden.
Da bräuchte es einen großen Anbieter wie Spotify der sich dafür einsetzt damit sich da überhaupt was anfängt zu bewegen.